Freitag, 5. Mai 2017

28.04. - 05.05.2017 Kurzurlaub mit Crew

Das war schön.
Die "großen Kinder" kamen uns am verlängerten Mai-Wochenende am Boot besuchen.
Keno bekam zum Geburtstag einen kurzen Segeltörn geschenkt. Eigentlich hatten wir alle gehofft, dass der Wind so günstig kommt, dass es für einen schönen 4 Tage-Törn bis Bornholm, Ystad oder Kopenhagen reicht. Aber - naja, Segeln halt. Überraschung ist alles, der Plan nur ein Grundgerüst.

Der Wind wurde immer stärker vorausgesagt, je näher das Wochenende kam. Das konnten wir den beiden - selten auf einem Segelboot unterwegs - nun wirklich nicht antun.
So blieben wir auf dem Bodden ... und wurden hier ausreichend mit Spaß entlohnt.

Samstag, 28.04.17
Am Abend des Vortages sind Denise und Keno aus Bremen angereist. Der erste "richtige" Tag startete mit einem Geburtstagsfrühstück, um Keno zu feiern.
Pancakes mit allen möglichen Toppings und literweise Kaffee brachten die Wochenendcrew in Schwung.
Sportgeräte gehen bei den beiden immer :-)


Anschließend kamen die beiden - das zweite Mal unter Segel unterwegs - nicht um eine Auffrischung der Sicherheitsanweisungen herum. Dabei besprachen wir neben den üblichen Sicherheitsaspekten die Ab- und Anlegemanöver. Zu viert sehr relaxt, wenn jeder weiß, was zu tun ist.
Um allem vorzugreifen - mit den beiden war es auch bei kräftigem Seitenwind sehr entspannt, Ari in die Box zu legen.


Gegen Mittag legten wir ab und fuhren östlich den Strelasund herunter, in Richtung Bodden. Bei den vorherrschenden Temperaturen knapp unter 10°C waren alle in mehreren Kleidungsschichten eingemummelt.
Die Sonne blieb größtenteils hinter den Wolken versteckt, aber die Stimmung an Bord war gut.
Wir hatten alle große Lust aufs Segeln.


Im Sund noch mit mageren 3 Beaufort (Bft) unterwegs, durften wir auf dem freien Wasser des Boddens bei sehr guten 4 Bft und vollem Tuch die "Gäste" an die mögliche Schräglage des Segelbootes gewöhnen.

Die Ruhe auf dem Strelasund beschwerte Keno die ersten Versuche als Rudergänger und später allen im Cockpit eine heiße Tasse Glühwein.





















Ab Stahlbrode wurde es zunehmend windiger. Kurz vor der Insel Vilm erwischte uns dann doch noch ein kurzer aber heftiger Schauer mit starkem Hang zum Graupel. Der Anleger in Lauterbach wie aus dem Lehrbuch; als hätten wir vier in letzter Zeit nicht anderes gemacht, als Anlegemanöver geübt.
Während sich die Herren von der "schweren" Überfahrt erholten, gingen Denise und ich Liegeplatz bezahlen und einen Tisch im Werft-Restaurant der Vilm-Werft für den Abend bestellen. Dort ließen wir es uns dann später zu viert so richtig gut gehen.


Sonntag, 29.04.17



Sonnenschein auf dem Frühstückstisch! Der Himmel strahlte in azurblau, der Wind aus Ost kräftig mit 5-6 Bft .

Wir wollen den Bodden der Länge nach durchkreuzen, um möglichst viel Strecke auf Halbwindkurs fahren zu können.

Wat´n Spaß. Die flache Welle und der kräftige Wind sorgten für schönen Speed. Mit bis zu 8 Knoten (ktn) Geschwindigkeit waren wir auf dem Rückweg vom Süden in den Norden des Boddens gut unterwegs. Hier ging dann Denise ans Steuer. Mit verkniffenem Gesicht aber gutem Geschick hielt sie Ari auf Kurs - das liegt wohl in den Genen :-)











Die ehemalige Entmagnetisierstation im Norden des Greifswalder Boddens - spuki .... 


Nach 4 Stunden waren wir zurück im Hafen und legten Ari trotz Seitenwind wieder ohne Stress in die Box.  Die Rückkehr war vorgeplant.Ab 16 Uhr frischte es nochmals auf und wurde mit Böen in den 7 Bft wesentlich ruppiger. Zuviel Spaß auf einmal muss auch nicht sein ...
Den restlichen Tag wurde gekocht, gequatscht und der Vorrat an Gin & Tonic arg dezimiert.



Montag, 30.04.17
Schon die ganze Nacht jaulte der Wind durch die Wanten und Masten im Hafen. Ich lag längere Zeit wach und sann über Möglichkeiten, trotz dem starken Seitenwindes sauber aus der Box zu kommen. Ja, ich gebe es zu, ich bin da schnell ein Grübler. Entsprechend müde startete ich in den Tag - zum Glück war der Rest der Crew ausgeschlafen. Als ich mir dann auch noch kurz vor dem Ablegen das rechte Knie beim Hochsteigen an Deck verdrehte, war der Tag gelaufen. Ich hatte bei jeder Bewegung heftige Schmerzen.
Trotz meiner Bedenken und Sorgen lief der Ableger aus der Box wie geschmiert. Harry gab Ari genug Motorschub, so dass sich die Bugnase trotz des starken Ostwindes in den Wind schob.
Mit Segeln im zweiten Reff und halbem Wind (direkt von der Seite) mit anfangs 5, später 6 Bft tobten wir den Bodden mit seiner gut 1m Welle runter bis zur Einfahrt in den Strelasund. Hinter der Fährlinie Stahlbrode frischte es nochmals auf und Ari wurde mit bis zu 7 Bft raumschots (von schräg hinten) gen Stralsund geschoben. Beim Surfen auf den von hinten anlaufenden Wellen erreichten wir bis zu 9,5 ktn Geschwindigkeit.
Aufgrund seiner Lage hatten wir im Heimathafen Neuhof sehr gute Windabdeckung; der Anleger wurde wieder sehr geschmeidig.
Für Keno und Denise hieß es nach einem letzten gemeinsamen Kaffee packen und Abmarsch - sie mussten den Abend ja wieder zurück nach Bremen.
Ich pflegte mein schmerzendes Knie und meinen müden Körper und verfrachtete mich in die Koje.

Die restliche Woche ...
...war wettertechnisch nicht die Sahne. Der Starkwind mit stürmischen Böen bis 9 Bft, anfangs noch bei Sonne, ab Mittwoch auch mit Regen, war für mein desolates Knie nicht gerade förderlich. Segeln fiel erstmal aus. Schade.
Wir  kauften ein paar Kleinigkeiten in Stralsund ein und verkrochen uns später unter Deck; zum Lesen, Schlafen, Filme gucken. Zudem gab es bis zum Urlaub noch ein paar kleine Dinge im Boot zu erledigen.



Die Gästekajüte verfügt nun auch über einen Landstrom- und einen 12V-(USB-)Anschluss. Das dürfte besonders unsere jüngeren Gäste begeistern - endlich kann das Handy beim Laden am Bett bleiben :-)













Das Kartenfach unter dem Navigationstisch erhielt eine Unterteilung, damit uns nicht mehr alles darin befindliche durcheinander rutscht. Und so weiter.




Nebenbei heilte mein Knie so langsam ab (was auch immer kaputt ist/war).
Beste Voraussetzungen für unseren, in zwei Wochen anstehenden, großen Fünf-Wochen-Törn mit Ziel West-Norwegen.



Montag, 17. April 2017

14.-17.04.17 Ostern an Bord

Das Wetter war ja nun alles andere als schön. Erst Regen und Starkwind, dann Regen, Sonne und Schwachwind. Ostern liegt nun mal im April und so war das Wetter entprechend.

Wir hatten uns ein paar kleine Reparatur- und Verbesserungsbasteleien vorgenommen - wetterunabhängig und nicht wirklich dringend. Stressfreie Ostern, das war das einzige Ziel.

Das noch relativ gute Wetter am Karfreitag zog uns auf die Halbinsel Devin. 



Schon immer attraktiver Hintergrund der schönsten Sonnenuntergänge im Hafen wollten wir uns das Areal mal genauer ansehen.

Die Halbinsel Devin ist ein großes Naturschutzgebiet. 
Der von uns gelaufene Rundweg war gut 7,5 km lang. Die Vegetation wechselt häufiger zwischen weiter Grasfläche und Wäldchen, der Wanderweg geht mal am Wasser entlang, mal mitten durch die Prärie und die Hügel hoch und runter.
Wir tobten uns laufend und fotografierend gut 2 Stunden lang aus, um so die nächsten Tage ohne schlechtes Gewissen rumgammeln zu dürfen. Mittendrin standen wir auch direkt gegenüber unseres Hafens und schauten unserem Boot beim Schaukeln auf den Wellen zu.


Ab dem folgenden Tag verschlechterte sich das Wetter stündlich. Der Höhepunkt war am Sonnabendabend, als der Wind mit bis zu 8 Bft durch den Hafen tobte und die Wellenkämme über den Anleger trieb.

Im Hafen, unter Deck, am Sonnabendnachmittag. Der Wind nimmt Anlauf.

Das richtige Wetter, um sich ein bisschen nützlich zu machen. Die Fender brauchen neue Leinen mit Augspleis:


 Den Rest des Tages verbrachten wir mit Filme gucken, schlafen, lesen, kochen, dem Sturm zuhören, Leinen nachsetzen, sich in den Schlaf schaukeln lassen  ... und lange ausschlafen.



So auch am Ostersonntag. Irgendwann kam der Hunger.

Aber selbst an Bord darf es ein wenig festlich werden.
Während sich die Brötchen im Ofen und die Eier im kochenden Wasser suhlten, suchte ich eine passende Deko zusammen. Irgendwas findet sich doch immer.
Auf alle Fälle ein paar Stifte, Servietten, gekochte Eier, Spankörbchen vom gestrigen Ofenkäse und ein paar Osternaschereien. Mehr brauchte es nicht, um zum Schluss an einen lustigen Ostertisch zu sitzen.


Das restliche lange Wochenende wurde gründlich "verfault". Der Regen prasselte immer wieder aufs Boot, die Dieselheizung und der Heizpusti sorgten abwechselnd für wohlige Wärme. Am Montag ging es dann wieder nach Hause, ausgeruht und tiefenentspannt ...



Montag, 10. April 2017

04.-09.04.2017_Saisonstart

04. April 2017  Einkranen

Endlich! Heute haben wir unseren Krantermin.
In der Frühe ging es von Berlin los, unterwegs ein schnelles Frühstück bei McDoof an der Autobahn und weiter zum Hafen.
Da hier gerade ein neuer Kran aufgebaut wird, hilft bis zu seiner Errichtung ein mobiler Kran aus. Die Warteschlange der zu kranenden Boote war lang; wir kamen erst mit gut 2 Stunden Verspätung an die Reihe. Gegen 14 Uhr war es dann so weit ...

Ari wurde zum Hafenbecken geholt ...

... an den Haken genommen ... 

.... einmal herumgeschwenkt ... 

... und sanft ins Ostseewasser gesetzt.

Trotz fehlendem Mast sieht der Skipper schon recht zufrieden aus.
 Das Stellen des Mastes ist immer wieder ein "Highlight" - wir sind jedesmal gespannt, ob wir auch diesmal wieder wirklich an alles gedacht haben. Steht das Teil erstmal an Deck, könnte sich ein kleines Problem schnell in 18m Höhe befinden. Aber wir hatten ...


Noch den Baum montieren und die Segel anschlagen und Ari liegt segelbereit in der Box.
Für den arbeitsreichen Tag wurden wir mit einem ersten schönen Sonnenuntergang belohnt.



08./09. April 2017  Ansegeln

Wir nutzen den regnerischen Sonnabend, um noch ein paar Reparatur- und Putzarbeiten an Bord zu erledigen. Zu tun gibt es genug und so ein bisschen Wochenenderholung sollte ja auch noch möglich sein. Unser Fleiß wurde belohnt: am Sonntag starteten wir in neuer Segelkleidung zum ersten Törn in 2017. Der Wind war zwar nicht üppig, aber 10 ktn Wind brachten uns immerhin locker bis in den Bodden.






Wir genossen die Sonne und die herrliche Leere auf dem Bodden.
Nur die vielen kleinen Motorboote der Angler im Strelasund erforderten an mehreren Stellen eine größere Aufmerksamkeit.



Auf dem Bodden dümpelten wir geruhsam vor uns hin. Der Autopilot übernahm die Steuerung, Harry die Ruderwache und ich ... mich packte ein kleiner Putzanfall, weil das Teakdecke auf der Stufe am Heck über den Winter etwas arg moosig geworden war. Gut gesichert (das Wasser ist definitiv zu kalt zum Reinfallen!) bewaffnete ich mich mit der Schrubberbürste und rückte dem Grünzeug mithilfe von Salzwasser rasch zuleibe.


Zurück zum Hafen, aus dem Bodden über den Strelasund, ging es nur unter Motor. Der Wind kam genau von gegenan und lud mit mauen 2 Bft nicht gerade zum kreuzen ein.
Zufrieden mit dieser ersten Fahrt legten wir Ari wieder in seine Box und genossen noch etwas friedliches Bordleben im noch ziemlich leeren Heimathafen Neuhof, bevor es zurück nach Berlin ging.

Montag, 27. März 2017

27.03.2017 Auf gehts

Bestes Wetter, um Ari auf die neue Saison vorzubereiten.
Am Samstag ging es früh in Berlin los; Frühstück gab es in Grimmen-Ost (Autohof an der A20) bei McDoof. Ohne langen Aufenthalt ging es gleich wieder ab - unsere Liste für dieses Wochenende war lang. Also los:

Plane runternehmen ...




















... und entsorgen. Nach zwei Wintern waren die 60 m² fertig für die Tonne.






















Jetzt blieb nur noch das Grundgerüst stehen und das darf es auch noch bis Sonntag ...





















Dann musste das Unterwasserschiff mit Antifouling gestrichen sowie der defekte und sowieso nicht benötigte Außenlautsprecher im Cockpit ausgebaut und die Öffnung verschlossen werden. Also teilten wir uns auf - ich ging streichen und Harry ärgerte sich mit dem Loch im Cockpit rum.

Bei diesem schönen Frühlingswetter darf man auch mal Pause machen. Es war zwar überwiegend sonnig, aber im böigen Wind noch recht kalt. Ohne dickes Unterzeug ging im Feien noch nichts:


Am Abend wurden wir mit einem sehr schönen Sonnenuntergang unter Deck gescheucht. Es wurde schnell ordentlich frisch und der Hunger im Bauch schrie nach PIZZAAAA




Den Sonntag starteten wir mit unserem ersten gemeinsamen Frühstück an Bord. Frische Brötchen, ordentlich Kaffee und ein bisschen Zeit.
Danach gingen wir runter zum Hafenbecken - Sonne tanken, Wasser gucken, nochmal durchatmen.
War noch ordentlich leer, aber die das Einkranen geht ab Montag los.


Auf dem Rückweg zum Boot kamen wir am Wagen mit den eingelagerten Masten vorbei.


Ein kurzer Blick und schon hatten wir unseren Mast gefunden - unser Radarreflektor "Trilens" ist ziemlich auffällig.


 Wir nahmen uns die Zeit, am Mast mal ganz genau Maß zu nehmen. Gesamthöhe, Abstand zwischen dem Masttop und den Salingen, in welcher Höhe sind welche Leuchten und Leinenauslässe, usw.

Zurückgekehrt zum Boot trafen wir den einen oder anderen Bootseigner, tief in seine eigenen Arbeiten vergraben:




Wir sorgten erstmal für Klarschiff an Deck und räumten gemeinsam das Gerüst für die Plane ab.
Die Einzelteile reichte ich Harry vom Deck aus herunter  und er verstauten die Einzelteile im Auto.

Jetzt sah Ari fast schon wieder seetüchtig aus.

 


Zwischendurch gönnten wir uns noch eine kleine Zwischenmahlzeit im Cockpit. Der Sonntag war windarm und lud eigentlich zum Sonnenbad ein.
Dann ging es leider unter Deck. Wir mussten noch den Werkstattschrank in der Steuerbordkajüte  ausbauen.
Die Arbeitsplatte auf dem unteren Schrankteil hatte sich über Herbst und Winter in der Luftfeuchtigkeit zu sehr ausgedehnt - wir bekamen das Unterteil nicht mehr herausgezogen. Nach heftiger Plackerei auf engstem Raum konnten wir beide Schrankteile voneinander trennen und den Übeltäter ins Auto verladen.

Im letzten Tageslicht räumten wir unter Deck auf und zogen von dannen.
Beim nächsten Wiedersehen haben wir Krantermin - die Freude drauf ist riesig.
Wir wollen endlich wieder aufs Wasser.


Sonntag, 19. März 2017

19.03.2017 Weckruf




Während ich artig arbeiten ging, fuhr Harry zum Hafen und erweckte unser Meeresdornröschen aus dem Winterschlaf.





Trotz der vielen und auch kräftigen Winterstürme sah die Abdeckung recht gut aus.
Während die Plane hier und da schon Blessuren davontrug, und die Verschnürung an einigen Stellen gerissen war - ohne, dass sich die Plane lösen konnte - hat die von Harry gebaute Trägerkonstruktion perfekt gehalten. Keine Defekte, kein Verrutschen, alles befand sich da, wo wir es im Spätherbst hingestellt hatten.

Zu den anstehende Arbeiten gehörten Reparaturen am Kiel. Hierbei musste der Kiel von Roststellen befreit und der Übergang vom Kiel zum Rumpf neu verfugt werden.
Anschließend wurde neu grundiert und gestrichen, damit alle Unterwasserbereiche zum nächsten, dem abschließenden Anstrich den gleichen Farbaufbau haben.




Nebenbei gab es noch einen ersten Test am Standort unseres neuen Generators. Er kommt in die Steuerbord-Backskiste.


Natürlich nicht "nur so" - hier baut Harry. Das Gerät wird auf eine Art Rollbrett gestellt, worauf man ihn zu Wartungszwecken nach vorn ziehen kann. Das heißt, dass der Auspuff so gebaut werden muss, dass sich die beiden Teile beim Zurückschieben des Generators wieder ineinanderschieben lassen - und dabei auch wieder dicht sind. Das wird noch die eine oder andere bastlerische Grübelphase geben. Zum Abschluss muss alles noch in Dämmmaterial gepackt werden. Wenn es fertig ist, können wir auf längeren Fahrten (diese sind für diese Saison geplant) unsere Batterien für den Autopiloten, Geräte und Beleuchtung unterwegs wieder aufladen.

Zu Hause erweckte ich meinen neuen Liebling für Ari zum Leben. Unser neuer Plotter, ein Raymarine eS98:

Was für ein tolles Kerlchen!
Bisher waren wir noch mit dem alten Original-Plotter, einem Raymarine c70 unterwegs.
Bei diesem ist nicht nur der Bildschirm kleiner und grobkörniger. Von Anfang an nervte uns die nur zweistufige Helligkeitsregelung - es gibt nur "Tag" und "Nacht". Die Einstellung "Tag" ist an sonnigen Tagen viel zu dunkel; man kann bei direkter Sonneneinstrahlung nicht viel erkennen. Bei "Nacht" dagegen ist das Teil so hell, dass man den Bildschirminhalt auch noch in 1,5 sm erkennen kann, aber dafür nicht mehr, was sich in der Umgebung des Bootes oder am Horizont befindet - es blendet unangenehm. Genauso nervig ist die grobe Rasterung der Größeneinstellung der Karte. Sie ist extrem groß. Gefühlt wählt man zwischen Weltkarte und direkter Umgebung einer Tonne.
Beim neuen Modell sind Helligkeit und Zoom sehr feinstufig und er hat Hybridsteuerung (Touchscreen unnd/oder Bedienung mit dem multifunktionalen Knopf rechts oben).
Wegen all dieser Gründe haben wir bei einem guten Winterangebot zugeschlagen und uns dieses Schnuckelchen geleistet.

Einen Termin zum Einkranen haben wir auch schon. Am 04.April 2017 - so der Wettergott will - wird Ari wieder ins Wasser gesetzt.
Dann kann es endlich wieder losgehen!