Montag, 27. Juni
Heute verlassen wir Læsø. Fünf Tage waren wir jetzt hier. Wir freuen uns auf Neues. Doch bevor wir ablegen können, müssen wir noch das Päckchen mit unseren norwegischen Nachbarn auflösen. Um acht Uhr wollen sie ablegen. Das passt uns gut. Um 20 nach acht starten wir unseren Diesel.
Um weiter nach Süden zu kommen, müssen wir den Hafen von Østerby erst mit Kurs Nord verlassen und Læsø im weiten Bogen umfahren, denn es gibt hier viele Flachbereiche und Untiefen vor der Insel.
Der Wetterbericht hatte für heute morgen leichte 4 Beaufort aus nord und für ganztags eine See (Wellenhöhe) von 30 cm prognostiziert. Wir laufen gerade nach Norden aus und stampfen mit ordentlich Motordrehzahl durch geschätzte 70 cm Welle. Das ist nicht schlimm, bremst das Boot aber unheimlich, so dass wir gerade so gute vier Knoten Fahrt machen.
Gut, dass wir schon nach rund einer Seemeile (1,852 km) um einige Grad nach Osten abdrehen und die Segel setzen können ...
Das Tagesziel für heute haben wir übrigens geändert. Wollten wir ursprünglich nach Anholt (sozusagen eine Insel südlicher), so segeln wir jetzt an die schwedische Festlandsküste, nach Träslövsläge. Wir glauben, das wir so der Wetterentwicklung der kommenden Tage am ehesten gerecht werden, denn unser nächster Schlag soll ja bereits nach Halmstad (SWE) gehen, wo Katrin Freitag früh mit dem Bus abreist.
Eigentlich sollte es am Morgen regnen, doch wir haben Glück und bleiben trocken. Schönwetter sieht allerdings anders aus. Doch wir sind froh segeln zu können.
Auf der Fahrt haben wir dann wieder einiges an Schiffsverkehr. Beim Frachter unten sieht man gut, wie sich gerade eine der angesagten "30 cm Wellen" am Bug bricht ...
Andere Frachter hingegen kommen uns näher als es uns lieb ist ...
... und wir sehen auch wieder unkonventionelle Gefährte auf dem Wasser ...
Alles in allem bleibt es jedoch ein unspektakulärer Segeltörn. Gegen halbeins erwischt uns dann allerdings doch noch ein heftiger Regenschauer ...
Ich bin gerade mit Katrin unter Deck, um mir etwas Wärmeres anzuziehen, als ich es draußen prasseln höre. Doch der Autopilot tut gerade seine Arbeit und weiterer Schiffsverkehr ist nicht in direkter Nähe. So bleiben wir einfach mal Beide ein paar Minuten unter Deck, bis sich das Gröbste gelegt hat und es nur noch ein wenig nieselt.
Links hinten sieht es ja schon ein wenig freundlicher aus und in dieser Richtung liegt ja auch unser Ziel.
Letztendlich hatten wir statt angesagten 4 Beaufort fast durchgängig 5 - 6 Beaufort und in Böen auch des öfteren sieben Beaufort. Das aber durchgängig als "Rückenwind". So lässt sich das sehr gut aushalten und wir kamen mal deutlich besser voran als erwartet, obwohl wir, man glaubt es kaum, durchgängig 0,7 - 1,3 Knoten Gegenstrom hatten. Ich bin ja schon geneigt mal auszuprobieren, ob der Gegenstrom auch bleibt, wenn wir wenden. 😉
Nach gut sieben Stunden haben wir dann knapp 50 Seemeilen ins Kielwasser gebracht und laufen gespannt in Träslövsläge ein. Gespannt, denn es ist Saison, der Hafen klein und wir benötigen unbedingt einen Liegeplatz. Doch alles soll gut gehen und wir haben sogar noch die Wahl unter zwei guten Liegeplätzen.
Nur noch einmal kurz wenden ...
Anfahrt auf den Liegeplatz ...
Unser Frühstück gab es heute wieder unterwegs. Das ist lange her, denn wir haben es fast 16:00. Katrin zaubert uns auf die schnelle aus zwei Bifi´s und vier Käsescheiben ein paar Bifi-Käserollen. Dazu gibt es ein Grevensteiner "Anlegerbier". Prost!
Dann fällt uns plötzlich ein ... wir haben noch die dänische Gastlandsflagge am Mast gesetzt.
Schnell ist die Dänische runtergeholt und die Schwedische an unsere Flaggenleine angeknüppert und gehisst.
Und so sieht es hier im Augenblick bei gut 30° C aus ...
Heute Nacht erwartet uns hier allerdings noch Starkwind und Gewitter. Morgen soll es gut segelbaren Wind aus Westen geben. Drückt uns mal trotzdem vorsichtshalber die Daumen.
Es ist jetzt kurz nach 21:00 und der Wind pfeift schon kräftig durch die Takelage der Segelboote und es pladdert wieder.
Gute Nacht!
| Harry & Katrin |















Willkommen in Sverige !! Bis bald und liebe Grüße Gerd und Christine
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