Samstag, 4. Juni 2022

04. Juni 2022 Von LEIRVIK nach ROSENDAL

 Samstag, 04. Juni


Heute frühstücken wir nach dem Aufstehen erst einmal in Ruhe. Die Törnvorbereitung fällt hier im Fjord etwas kürzer aus und so starten wir dann um kurz nach neun den Diesel, um aus Leirvik abzulegen.

Bei 10° Lufttemperatur und durchgehend wolkigem Himmel startet der Tag noch verhalten freundlich. Wir kreuzen kurz die Bucht von Leirvik und bahnen uns dann den Weg durch eine kurze enge Schärenpassage - eine Abkürzung, um auf den eigentlichen Hardangerfjord zu kommen. 



 

Rund eine Dreiviertelstunde, bzw. knapp viereinhalb Seemeilen nach dem Ablegen steht der Wind günstig und wir setzen volle Segel.



 

AmWind nehmen wir Kurs NordOst, sozusagen stromaufwärts, von der Mündung zur Quelle, und davon hat der Hardanger viele. Trotz des Gegenstromes von 1 Knoten machen wir unter Segel die meiste Zeit zwischen 5 und 7 Knoten Fahrt über Grund. 

Die Kameras immer griffbereit genießen wir die Fahrt. Das Wasser - fast ohne Welle, der Wind - nicht zu kalt ... das muss Urlaub sein. 

Wir kommen an mehreren Fischfarmen vorbei. Währenddessen versucht die Sonne immer wieder, sich durch die Wolkendecke zu arbeiten. Am Vormittag noch vergebens ...



Zwischendurch hilft uns eine Tasse Tee, wieder auf Wohlfühltemperatur zu kommen.



Nach vier Stunden, wir sind schon fast an unserem Tagesziel Rosendal, geht uns dann der Wind aus. Das macht uns heute nichts aus, denn wir werden immerhin 18 der insgesamt 27 Seemeilen gesegelt sein. Für die letzten 4 Seemeilen muss jetzt noch einmal die Maschine ran.



Ich bitte die Qualität zu entschuldigen. Als dieses Foto entstand, war dieser Wasserfall noch rund 3 km entfernt.

Als wir auf den Hafen von Rosendal (Bild oben) zufahren, erahnen wir schon von Weitem, dass er recht voll ist. Es ist Wochenende und dazu noch Pfingsten. In der Tat finden wir dann auch keinen freien Liegeplatz mehr. Am Außensteg liegen die Yachten bereits im Päckchen. Darauf haben wir keine Lust.

Doch wir haben noch ein Ass im Ärmel - einen "Geheimtipp". Dieser stammt von Segelreiseführer "Norwegen - 1000 Orte für Fahrtensegler" von Per Asmuss. 

Dort steht, es gibt wenige hundert Meter weiter einen Bootssteg an einem Hotel, der auch Nicht-Hotelgästen zur Verfügung steht.

Und tatsächlich sind noch zweieinhalb Liegeplätze am Steg frei, die sofort von uns und zwei Minuten später von einer uns begleitenden Yacht okkupiert sind. Glück gehabt!

Die Panoramen wirken, als seien sie an einem Alpensee entstanden ...   Und der Himmel reißt langsam aber sicher auf und die Sonne kommt für den Rest des Tages durch. Es ist gerade erst gegen 14:00 Uhr.

Zeit für einen Spaziergang durch den Ort Rosendahl, der nur etwa 800 Einwohner zählt, jedoch eine Schnellfährenverbindung nach Bergen hat.




Der Wasserfall (3 Bilder weiter oben) mündet hier in den Hardanger.

Rosendal






Eine eher seltene Kulisse: Großsegler vor Alpenpanorama




Der zweite Hotelanleger für die Personenfähren.


Sieht angenehmer aus als es ist - denn das Wasser hat nur 10°C.

Der Fjordhotell - Steg   (Hotel wird auf norwegisch mit 2 L geschrieben)

Vor uns, links im Bild, hatte dann eine halbe Stunde nach uns noch dieses Motorboot angelegt. Sozusagen auf dem halben Liegeplatz, nachdem wir nach hinten aufgerückt waren. An Bord eine Gruppe von rund 20 Männern, die, so hat es den Anschein, halbprofessionell Musik machen und covern. Eine Akustik- und eine Bassgitarre können zusammen schön ganz schön Stimmung machen. Ein paar Klangproben haben wir für unseren späteren Urlaubsfilm mitgeschnitten. Das kann hier noch eine interessante Nacht werden ... 😎

Insgesamt sind hier alle Norweger wegen des Pfingstfestes in Feierlaune.




Wir sind jetzt hier ...


Bleibt uns gewogen und weiterhin neugierig.

Katrin & Harald










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