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Freitag, 14. August 2015

12.07. - 14.08.2015 Landleben mit Kurzausflügen

Kein Wind, kein Segelspaß. Zuviel Wind, nicht wirklich Segelspaß. Noch hat unsere Ruderanlage ein kleines Lagerproblem, dass wollen wir nicht bis zum Ende ausreizen.
Da es am Boot genug zu erledigen gab und uns die Stadtflucht ganz gut tat, fuhren wir trotzdem jedes Wochenende nach Neuhof.

Um es kurz zu machen, folgend einfach nur ein paar Fotos aus den letzten Tagen:

Zeit für einen Spaziergang. Unser Hafen von der anderen Seite der Bucht.

Ari noch am alten Liegeplatz neben dem großen Bruder "Sir Rudolf"


Hin und wieder gab es günstige Wetterfenster für einen kleinen Hops zum Bodden. Hier die Einfahrt nach Gager.

Da hat Herr Skipper gleich wieder bessere Laune :)
Bei soviel Zeit an Bord tobe ich mich gerne in der Kombüse aus.
Moin Nr. 1 - vom Fahrwasser in der Anfahrt zur Marina Gager.


Fast ein Sommerabend. Doch im Hafen gelandet. Zum Ankern war einfach zuviel Seegras in der Bucht vor dem Hafen.

Rückfahrt mit immer wieder Regenschauern. Man beachte meine Kleidungsschichten - wir haben JULI!

Sturmwochenende!  Wir wollten mal schauen, wie sich Ari so bei 8 Beaufort im Hafen macht.


Ein Regengebiet zog das nächste hinter sich her. Hier tobt sich gerade eins über Rügen aus. Die Böen vorab waren heftig.

Jede Wind/Regenpause wurde meiner neuen Macke geopfert - Teak schrubben.
Eine ziemliche Plackerei mit schönem Ergebnis.

Ein Wochenende später.
Harry erhält sein nachträgliches Geburtstagsgeschenk - ein Dinghi.
Erstmal Probesitzen  - ja, er wurde zu diesem Foto genötigt ;) 
Danach Probeschlag -  auf dem spiegelglatten Strelasund.

Tyrannus schwalbus. Mega laut, kackenfrech ... und leider sehr kackfreudig :)))

Unsere neue Errungenschaft: ein aktives AIS. Wenn wir es installiert haben, kann man uns auch endlich auf den Plottern der anderen Boote und Schiffe sehen. ... und im Internet. Dazu später mehr.






Lauterbach - immer wieder schön. Ein traumhafter Segeltag - leider immer noch mit knarzender Ruderanlage. Das hat bald ein Ende. Die Ersatzteile sind auf dem Weg.





Diesen Tag mussten wir festhalten - was für ein Wetter! 







Metallspäne im Motorraum.
Öhm ... unschön; unnötig, unpassend, einfach sehr "un".

Jetzt geht es all den kleinen Macken an den Kragen. 

Da sich beim Anlegen in unserem Hafen auch noch der Motor/das Getriebe/was-auch-immer mit lautem Klopfen meldete, brauchten wir neben dem Spezialisten für Bavaria-Ruderanlagen nun auch noch dringend den im Hafen ansässigigen Motorservice.  
Wir nutzen die Chance des "Eingriffs" und lassen den Motor gleich komplett warten.
Das Lager für unsere Ruderanlage ist auch da und wird spätestens kommenden Montag ausgewechselt.
Bis zum Urlaub sollte wohl alles erledigt sein. 
Die Treppe am Niedergang ausgebaut, Motor an den Haken und ....

.... schwupps, stehen 55 PS Dieselkraft an Land. Was für ein Brocken.

Danach kam Ari an den Kran:








Touchdown vor der Winterhalle.



Kommende Woche, am 22.08.2015, soll es wieder richtig losgehen. 3 Wochen Zeit, für Schweden? Dänemark?  Mal sehen, wo der Wind uns diesmal hintreibt.


Sonntag, 12. Juli 2015

03.-05.07.2015 Bootstaufe

Eigentlich wollten wir den neuen Namen des Bootes (Ari) nur "einfach so" aufkleben und gut.
Aber das wird nichts, wenn Kenneth und Ira dabei sind :)

Bewaffnet mit Champagner (in großer und kleiner Ausgabe) sowie ein schönen Glückwunschkarte (inkl. Koordinaten-Rätsel) kamen sie Freitagabend an Bord.


Also doch Party. Gruppenfoto der "neuen Famlie", eine kleine Ansprache der Co-Skipperin und hoch die Tassen ...



Auf dem Vordeck genossen wir Champagner und Sonnenuntergang. Die Stimmung stieg mit jedem Schluck, die Sonne sank mit jeder Minute - wir hatten Spaß.





Ohne Kater (also für drei Personen an Bord traf das zu) probierten wir am Samstagmorgen erstmal das große bunte Tuch aus, welches wir in einer der Kajüten liegend und damit ungesehen mitgekauft hatten.
Oha - ein schöner bunter Blister in den niederländischen Farben. Der muss dringend ausprobiert werden.

Nach dem Probeflug im Hafen blieb er gleich an Deck, bereit für den sofortigen Einsatz.

Auf dem Weg nach Lauterbach gab es schon beste Sommerlaune. Einer fuhr, eine duschte, zwei amüsierten sich...


Bei Nichtgebrauch erweist sich der Blister als wunderbarer Sitzsack zum Lümmeln im raren Schatten an Deck.


Frauen am Steuer - Abenteuer :) Nein! Ruhestunde für die müden Männer.



In Lauterbach wurde noch ein bisschen gefachsimpelt, beim gut ausgebauten Nachbarboot ein paar Ideen abgeschaut, mit dem Nachbarn geschnackt, gekocht und gegessen und mal wieder der Sonnenuntergang gefeiert.
Danke für das Eis am Nachmittag - das war die Rettung. Es war sooo heiß.
Während Berlin unter fast 40°C dahinschmolz, waren wir mit 26°C noch ganz gut dran.






Auf dem Rückweg am Sonntag hatte ich die Gunst des Augenblicks genossen und es mir auf dem Blister gemütlich gemacht. Herrlich. Schatten und ein wenig Wind, unter dir das warme Teakdeck ... wo bleiben die Getränke?

Leider für mich/zum Glück für alle stimmten etwas später Wind und Richtung und der Blister konnte endlich ausprobiert werden - endlich mal als Segel.
Ergebnis: er ist nicht zu riesig und steht ganz gut, selbst bei teilweise fast Null-Wind. Leider ist er auch etwas löchrig, da muss wohl Segelmacher Diekow aus Hamburg dringend ran.


Irgendwann ging uns der Wind komplett aus. Da hieß es: Segel komplett runter und Motor an, bevor wir hier mitten auf dem Wasser verglühen. Uuund schwupps, wurde aus dem Blister wieder eine Kuschelecke ...







Montag, 22. Juni 2015

19.-21.06.2015 Sonnenwende am Boot

Ein Wochenende am Boot ohne zu segeln. Schon allein das Wetter gab es kaum her. Es gab Starkregen, Starkwind, Flaute, schönen Wind und Sonne - alles in loser Abfolge.
Und es gab viel zu tun.

Die Boxenleine: um zu verhindern, dass wir bei Einfahrt in unsere Box vom Seitenwind quergetrieben werden, wollten wir - wie einige andere im Hafen - eine Leine vom Dalben zum Steg ziehen. In diese können wir uns mit einer Hilfsleine auch einpicken, damit unserem Boot beim Fahren im Rückwärtsgang das Heck nicht zur anderen Seite wegdreht. (Der Hintergrund: beim Fahren unter Motor macht sich der Radeffekt bemerkbar. Wir haben eine linksdrehende Schraube, beim Rückwärtsgang dreht es den Bootshintern somit nach rechts. Da das Boot mit 55 PS einen recht starken Motor hat, ist der Effekt dementsprechend stark.) Also geschlagene Festmacherleine gekauft und nach bester Bootsmannsmanier gespleißt. Anschließend ließen wir das Boot so weit an den Heckleinen aus, bis wir uns mit der Vorleine an den Dalben ziehen und die Leine dort befestigen konnten. Hafenkino pur für unsere Nachbarn im Hafen.
Fertig. 

ein bisschen Spicken in der Anleitung frischt das Wissen auf ...
sieht schon gut aus - wenn auch noch etwas fehlerhaft
  
Schap-Beschläge:
Um nicht untätig daneben zu sitzen, suchte ich mir eine eigene Aufgabe - wir hatten ja genug auf dem Plan.
Ein paar Beschläge der Schaps (kleine Schränke) in der Pantry (Küche) waren angerostet und taten nicht mehr verlässlich ihren Dienst.
Eine leichte Aufgabe: alte Beschläge rausoperieren, den Untergrund säubern, die neuen Beschläge montieren und die Türen der Schaps einstellen. Kleine Arbeit - große Wirkung.
Sieht nicht nur gleich viel schöner aus, sondern lässt sich auch wunderbar bedienen.
Zum Vergleich habe ich mal einen der alten Beschlag danebengelegt.


So zog sich unser Programm durch die Tage. Je nach Wetter drinnen oder draussen.



Kennenlernen des Bootes, Nr. 153 :-)
Beginnend mit der Suche, wo sich denn das AIS an Bord befindet, nahmen wir letzten Endes den halben Salon auseinander. Hinter den Rücklehnen und den Sitzpolstern ist viel Stauraum, teilweise frei, teilweise besetzt mit Batterien und technischen Geräten.
Es gab einige interessante Entdeckungen.







Die Beschriftung des Bootes:

Da wir den Namen in etwas kürzeres ändern wollen (bisher hieß es nifty-fifty) und auch der Heimathafen nicht mehr stimmt, musste die ganze Beschriftung runter. Bewaffnet mit dem Bord-Reisefön und (zu diesem Zeitpunkt noch intakten) Fingernägeln holte ich Buchstabe für Buchstabe vorsichtig herunter.
Sorry Jan!





Am Sonnabendabend belohnten wir uns mit einer kleinen, vorgezogenen Sonnenwendfeier.

Erst ein lecker Essen im Cockpit, den wunderbaren Sonnenuntergang immer im Blick.
Danach genossen wir den langen hellen Abend bei Aperol Spritz und wunderschönen Himmelsfarben.


Am Sonntag trennten wir uns nur schweren Herzens vom Boot, dem plötzlich schönen Ostsee-Wetter und all den kleinen und großen, unerledigten Aufgaben. Dementsprechend spät ging es Richtung Berlin.

Leider gibt es demnächst ein/zwei Wochenende, an denen wir nicht hierher können. Mein Job erfordert Einsatz am Wochenende. Und wer bezahlt, der darf auch mal bestimmen :-)