Mittwoch, 1. Juni 2022

28. Mai 2022 SKÄRHAMN

 

Samstag, 28.Mai

 

Unser Plan, heute nach Dänemark zu segeln, wird schon am Morgen, aufgrund der geänderten Wetterprognose, von uns über Bord geworfen. Um 5:00 sind wir aufgestanden. Es ist nicht mal 6:00, als wir frustriert nach einem Kaffee wieder ins Bett gehen. Die Laune ist auf dem Tiefpunkt angelangt, weil wir inzwischen ernsthaft daran zweifeln, in diesem Urlaub noch unser Ziel erreichen zu können.

 

🙈

 

Für die nächsten Tage spricht nun wirklich nichts dafür, dass wir aufgrund der angekündigten Windverhältnisse irgendwie über den Skagerrak nach Südnorwegen kommen, um dann im Uhrzeigersinn den Halbkreis hoch Richtung Bergen bzw. Hardangerfjord zu schaffen. Hierzu bräuchten wir für 16 -20 Stunden einigermaßen konstante Windverhältnisse, um die wenigstens 120 Seemeilen (222 km) nach Kristiansand zu durchsegeln. Doch das Gegenteil ist der Fall. Auf Sturm und Starkwind folgt Flaute. Dazwischen nur für drei oder vier Stunden „normale Windverhältnisse“, die aber in dieser Zeit auch noch drehen. Das macht die Überfahrt schon fast unplanbar, weil sich nicht kalkulieren lässt, zu welcher Zeit wir in etwa welchen Ort erreicht haben werden.

 

Diktiert uns das Wetter also erneut die Urlaubsroute, so wie schon in 2021? Auch dort hatten wir wetterbedingt bereits nach rund einer Woche unsere gesamte Törnplanung aufgeben müssen, fanden dann allerdings noch eine adäquate Alternative.

 

Ist also ein alternatives Urlaubsziel die Lösung? Wir schauen uns an. Katrin schlägt „Spaßsegeln“ – also gemäß den Windverhältnissen und ohne konkretes Ziel – vor. „Fünf Wochen lang?“, frage ich sie ungläubig zurück. Es fallen Vorschläge wie „Oslofjord“, den wir in der Tat noch nicht kennen. So richtig zufrieden sind wir damit auch beide nicht. Es bleibt ein angespannter und misslauniger Tag und das Wetter hier vor Ort passt dazu. Daher datiert auch in unserer Fotosammlung kein einziges Bild von heute.

 

Nur eines von uns ...


 

 

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen