Freitag, 24. Juni 2022

23. Juni 2022 LÆSØ

 Ausschlafen ist schön 😊 Wie in einem richtigen Urlaub gibt es heute weder Wecker noch Termine. 

Irgendwann am späten Vormittag stehen wir auf, genießen ein ruhiges Frühstück und laufen später mit nur ungefährem Ziel in den Osten der Insel. Im Hafenkontor gibt es kostenlose, dicke Broschüre über die Insel, mit Ausflugstipps und Empfehlungen, Erklärungen zur Geschichte oder geologischen Hintergründen. Zack - die wurde natürlich sofort eingesteckt und an Bord aufmerksam studiert. Erster Tipp: Hier im Osten von Læsø gibt es einen schönen Strand und ein interessantes Wattgebiet - aber schauen wir doch mal, wie weit uns unsere Füße gleich am ersten Tag tragen. Der Wattbereich ist 5,5 km entfernt.

Mehr per Zufall treffen wir auf unserem Weg gen Osten auf einen weiteren Tipp der Inselinformation.



Hierbei handelt es sich um ein Tanghaus - also ein Haus mit einem Dach aus Seetang. Dieses und weitere Tanghäuser auf Læsø stammen aus der Zeit um 1200. 

Schnell verflog unsere Lust auf den ganzen, weiten Weg bis an das östliche Ende der Insel. Dafür sollten wir bei Gelegenheit auf die Leihfahrzeuge des Hafens zurückgreifen. Neben Fahrrädern gibt es auch Elektro-Motorroller und kleine Elektro-Autos zu akzeptablen Gebühren zu leihen. Kurz entschlossen bogen wir an der nächsten Möglichkeit Richtung Strand ab. Schon von weitem waren die Dünen zu sehen.


Die Dünen sind mit Strandhafer und -roggen sowie Dünengras bepflanzt, um das Wandern der Dünen zu unterbinden.
Dahinter wartet das Meer, man kann es schon hören - jetzt aber schnell.





Blick nach links ...

... und Blick nach rechts ... 

Uns empfängt ein in schöner Strand mit klarem Wasser, vielen Muscheln und Steinen - und menschenleer. Hier ein paar Impressionen auf unserem Weg am Strand entlang, zurück zum Hafen. 





Ein Regenpfeiffer ... mitten in der Sonne



Nach knapp zwei Stunden sind wir wieder zurück im Hafen und hungrig. Die Bordküche bleibt jeute mal geschlossen und wir gönnen uns erneut das Restaurant im Hafen. Heute soll es eine Spezialität der Insel sein - der Kaisergranat. 

Vorab ein dänisches Bier - sehr lecker

Kaisergranat ist eine besonders wohlschmeckende Art aus der Familie der Hummer und Krebse. 
Kaisergranate leben an der europäischen Atlantikküste sowie fast im gesamten Mittelmeerraum, sie haben entfernte Verwandte in Neuseeland. Die nachtaktiven Krustentiere sind in Höhlen am Meeresboden in Tiefen bis zu 800 Metern unter dem Meeresspiegel sesshaft. Der Kaisergranat hier kommt aus dem Nordostatlantik, den kühlen Gewässern vor Schottland, Dänemark, Schweden und Island.
Die Granate kamen heiß auf den Tisch, dazu etwas Brot mit Butter, Mayonnaise und einer Art Aioli. 
An sich eine leckere Speise - wäre da nicht das Gepuhle und Gestochere, eh man an das bisschen Fleisch im Schwanz des Tieres kommt. Nicht ganz mein Ding ... aber ich bin mal wieder eine Erfahrung reicher. 

Der Zuckerschock zum Nachtisch ließ die Bauchspeicheldrüse Tango tanzen 😀




















Am Abend machten wir uns nochmals auf den Weg zum nahegelegenen Strand. 


Hab sie



Hier ließen wir die Drohne steigen.


Hintergrund: am Dienstag war Sommersonnenwende, in Skandinavien als Midsommar geliebt und gefeiert. Wenn dieses Ereignis auf einen Wochentag fällt, wird die anstehende Feier am Wochenende darauf nachgeholt. Gerne zusammen mit Freunden, einem Grill, Alkohol und viel Zeit. Deshalb mehren sich mit nahendem Wochenende auch die Boote im Hafen. Vor allem die Schweden, die es nicht weit haben, laufen zahlreich in den Hafen ein. Zum Wochenende erwarten wir dann einen "knackevollen" Hafen. Schon heute saßen viele Menschen in den Sitznischen des Hafens, mit Tischen, Bänken und feststehenden Grills ausgestattet. Tischdecken wurden ausgebreitet und von vielen Booten kam man zusammen (hatte sich hier wahrscheinlich verabredet), jeder brachte Speisen und Getränke mit und die Stimmung im gesamten Hafen ist ausgelassen fröhlich - jetzt schon. 

Wir werden diese Aufnahme am Wochenende wiederholen. Die Anzahl der Boote könnte sich dann locker verdoppelt haben. Auch ein Grund, warum wir bestimmt bis zum Montag hierbleiben werden - das lassen wir uns doch nicht entgehen.

Gute Nacht!


Hier sind wir nun - auf Læsø:






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