Freitag, 17. Juni 2022

17. Juni 2022 In HAUGESUND

 Wie viele andere Boote stranden wir heute in Haugesund.

Draußen vor der Küste tobt ein kräftiger Sturm, dessen Auswirkungen wir selbst hier in der Stadt zu spüren bekommen. Ein Blick aus dem Fenster der Bugkajüte :


Brrr - da tobt der Wind mit 14 - 30 Knoten durch den Sund und schiebt, aus Süden kommend, kräftige Regenschauer und Wellen vor sich her. Ari wandert in seinen Leinen am holzverkleideten Kai hin und her und der Regen prasselt laut aufs Deck.

Bevor es heute am späten Vormittag so richtig "dicke" kam, waren wir noch schnell ein-zwei frische Sachen aus dem nahen Supermarkt holen. Anschließend haben wir es uns unter Deck richtig gemütlich gemacht. Lesen, am Blog schreiben, Duschen, Kardamonkuchen mit Puddingfüllung backen und essen und den morgigen Tag planen.


Um 14 Uhr sah es draußen vor der Küste so aus:

Dies ist ein Screenshot der App "Windy", welche wir für unsere Törnplanung benutzen. Anhand der Farbpalette am unteren Rand sieht man, das im Küstenbereich richtig was los ist; die Angaben sind in Knoten. Kein Wunder, dass wir selbst hier im Hafen nicht ungeschoren davonkommen.

Auch wenn der Wind bereits heute Abend gegen 22 Uhr auf "aus West kommend" dreht und damit für unsere Fahrt gen Süden günstig wird, bleiben wir noch hier und starten erst morgen früh. So ein Sturm hinterlässt noch lange eine hohe Welle (angesagt sind in der Nacht im Mittel 2,20 Meter), welche wir uns nicht wirklich antun wollen. Im Mittel bedeutet ja auch, das gut und gerne noch höhere Wellen mit im Spiel sind.

Wegen dieser Welle werden wir morgen früh auch nicht gleich vor die Küste gehen, sondern wohl eher den Haugesund runter und erst auf Höhe Stavanger auf die offene See fahren. Dann sollte die Welle nur noch bei ca. 1,50 - 1,60 Meter sein. Ja, nicht viel weniger, aber jeder Zentimeter im Durchschnitt zählt. Der Wind hingegen soll den ganzen Sonnabend lang und die gesamte Küste hinunter eine mittlere Stärke, also 4-5 Bft/12-21 Knoten beibehalten. 
Deshalb planen wir, eventuell über den Abend und die Nacht hinaus, unterwegs zu sein.

Schauen wir mal, wie alles kommt und wie weit wir kommen. Hauptsache endlich aus dem Regen raus - ab Höhe Stavanger sollte sich das Regengebiet von uns verabschiedet haben. 



Sollte das Wetter mal auf unserer Seite sein, wird der nächste Post ein wenig auf sich warten lassen. Ein festes Ziel ist der Egersund (70 Seemeilen), unser Traumziel für das Wochenende der südwestliche Zipfel Norwegens zwischen Farsund (110 Seemeilen) und Kristiansand (150 Seemeilen). 

Drückt uns jemand die Daumen? 



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