Mittwoch, 25. August
Während draußen noch die Sonne scheint, läuft im Boot die Dieselheizung. Die Außentemperatur beträgt 14° C und am Nachmittag werden es maximal 15 °C werden. Doch dann gibt es immer wieder Regen und der Nordwind wird zeitweise bis zu 26 Knoten (6 Beaufort) auf das Heck von Ari blasen. Wenden können wir das Boot nicht, weil es am Steg zu flach für das Ruderblatt wird.
Ab morgen Vormittag sagt der Wetterbericht ganztägig Regen mit ebenfalls 6 Beaufort Wind voraus. Die Sturmböen werden dann bis 39 Knoten (8 Beaufort) haben. Das geht dann die ganze Nacht bis Freitag Nachmittag. Erst dann wird sich die Situation über Samstag und Sonntag hinaus langsam entspannen. Der Montag scheint dann "normal" zu werden und die Sonne soll dann wieder scheinen. Warten wir´ s ab.
Die regenfreie Zeit am Vomittag wollen wir zu einer Exkursion über die Insel nutzen. Immer wieder kommt doch noch die Sonne heraus.
Etwa in dieser Richtung (Kurs: 211°) liegt unser Heimathafen Neuhof, 352 Seemeilen (652 km) Luftlinie entfernt. Nach Berlin, Tempelhof, sind es übrigens 447 Seemeilen (828 km) Luftlinie.
Harry, dem Entdecker, entgeht ja nichts - und so finden wir dieses verlassene ErdwespenNest (?) am Fuße eines Baumstumpfes.
Wir wandern auf einem nur fußbreiten Pfad durch üppiges Grün. Es wirkt wie Urwald. Alles ist bemost oder mit Flechten bedeckt. Dicke Regentropfen hängen noch zwischen den Blättern und auf vielen Oberfächen. In den Vertiefungen sammeln sich vielerorts kleine Wasserbecken. Wie im Urwald sind sie dunkelbraun und stellenweise fast schwarz aufgrund der vielen Nährstoffe (nicht, weil sie verschmutzt wären).
Vieles lässt sich nur schwer mit der Kamera einfangen und wirkt dann vermutlich nur auf dem großen Fernsehschirm. Wir versuchen es trotzdem.
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| Preiselbeeren gibt es zu Hauf. Allein - sie sind noch nicht ganz reif. |
Einige Pilzsorten wachsen hier in Feldern. Andere sprießen einfach aus dem Zweig eines Baumes.
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| Wenn ich groß bin, werde ich mal ein Ziegenbart. |
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| Perlpilz - nur gegarrt ungiftig. |
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| Im Hintergrund ziehen schon die dunklen Regenwolken auf - wir sollten zurück! |
"Wir machen den Weg frei " Ihre Volks- und Raiffeisenbanken - ach nein, Katrin ...
Als wir am Boot ankommen, bläst der Wind schon ganz ordentlich. Es fallen schon die ersten Regentropfen, während wir noch unsere Vorleinen mit den gummigedämpften Festmachern aufdoppeln, um das Einrucken zu minimieren. Mein "Motorboot-Patent aus Nynäshamn" funktioniert auch bei unangenehmen Winden.
Das Barometer fällt bereits deutlich. Waren wir gestern noch bei gemessenen 1.019 hPa, liegen wir aktuell bei 994 hPa. Ein Fallen um 1 hPa pro Stunde über die letzten 24 Stunden bedeutet: "Richtig schlechtes Wetter!"
Wir machen uns jetzt erst mal eine Pizza ...
Bleibt uns gewogen und weiterhin neugierig. Danke für´ s Anschauen und Lesen.
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| Harald & Katrin |


















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