Dienstag, 17. August 2021

17.08.2021 Von STORÖN nach FURUSUND

 Dienstag, 17. August


ES  REGNET  UNABLÄSSIG !   Wir lassen uns die gute Laune nicht verderben und es uns gut gehen. Daher hat Katrin bereits gestern Abend einen Hefeteig angesetzt. Aus dem macht sie uns zum Frühstück  -  Kardamonknut  -  und ich habe nicht mal ein Foto davon gemacht.

Dann haben wir noch einen Gast an Deck ...


Ob nun vom Duft der Kardamonknut angezogen, oder den Fütterungen durch andere Segler, wissen wir nicht. Wir haben leider nichts möwengerechtes anzubieten, dennoch hält sie (er?) es eine Weile bei uns aus.



Wir holen den Anker ein und brechen im Nieselregen auf.  Kurs Nordost.  Der Wind hält sich mal wieder zurück - dennoch schaffen wir es irgendwie, siebeneinhalb der knapp dreiundzwanzig Seemeilen mit Windkraft unter Segeln zurück zu legen. Wir haben ja Zeit.




Unsere Route führt uns mitten durch den Stockholmer Schärengarten, der sich von Stockholm aus, circa 60 - 80 Kilometer nach Osten bzw. Nordosten erstreckt. Er zählt rund 25.000 Inseln und ist damit nach dem finnischen Schärengarten der zweitgrößte in der Ostsee. Die Anzahl der Inseln differiert nicht ganz unerheblich, je nach gewählter Informationsquelle.



Alleine der Stockholmer Schärengarten würde bereits genügend Fläche für wochenlanges Segeln und Ankern bieten. Doch wir möchten dieses Jahr ja gerne noch nach Finnland. Das aktuelle Wetter trägt auch nicht gerade dazu bei, sich Gedanken über weitere Urlaubstage in den hiesigen Schären zu machen. Die Wetterprognose ist ungewiss.



Hatte ich mich irgendwann über zu viel Hitze beschwert?   Das muss lange her sein.   Derzeit sind wir bei 14° - 16° C  unterwegs.   Allerdings friert, dank der guten Wetterkleidung, keiner von uns.






Und dann sind wir an unserem heutigen Ziel.   Einen Hafen ziehen wir trotz des großen Angebotes an Ankerbuchten deswegen vor, weil, je nach Wettermodell des Seewetterberichtes, schon wieder Starkwindböen erwartet werden.



Der Hafen liegt zwar direkt an einer der großen Fährlinien, aber die Wellen im Hafen halten sich in Grenzen und es ist gerade nicht allzuviel Fährverkehr. Interessant ist auch, dass die kleinen, weißen, örtlichen Fähren, aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit deutlich mehr Welle erzeugen, als die großen internationalen Fähren, die hier vielerorts mit stark gedrosseltem Tempo unterwegs sind.



Am Nachmittag suchen wir nach dem Hafenmeister, um uns ehrlich zu machen. Doch die Haupsaison ist hier bereits zu Ende. Wir entdecken einen Automaten von Go Marina, an dem man mit EC- oder Kredit-Karte bezahlen kann. Im Anschluss erhält man eine selbstklebende Quittung, die man an der Reling befestigen kann und soll.





Immerhin verfügt Furusund über ein eigenes Postamt und eine Windmühle. Gott sein Dank.


Eigentlich scheint Furusund ein zwar kleiner aber gemütlicher Hafen mit Restaurant, Imbiss und etwas Unterhaltung zu sein. Aber dafür hätten wir einige Tage früher hier sein müssen. Im Augenblick ist uns ein leerer Hafen mit freien Liegeplätzen lieber, zumal hier noch ein guter Teil der Liegeplätze mit Mooringleine ausgerüstet sind. Ein antiquiertes und dreckiges System des Festmachens, das wir nun überhaupt nicht leiden können (und auf das wir hier im Detail nicht eingehen wollen). Wir haben noch freie Mooringbojen gefunden und liegen hier zum Nachsaisonpreis von 200 SEK (knapp 20,- €).

Wahrscheinlich wettern wir hier noch einen Tag ab, bevor es voraussichtlich am Donnerstag auf in die Ålands geht.



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