Mittwoch, 31. Mai
Heute habe ich Geburtstag. Als ich wach werde, rumpelt und raschelt es bereits im Salon. Katrin bereitet meinen Geburtstagstisch vor. Ich habe "Anweisung", mich nicht aus dem Bett zu bewegen. Na, das bekomme ich doch hin.
Irgendwann ist es dann soweit und ich starte in "meinen Tag" ...
Die wesentlichen Geschenke des Tages kommen natürlich nicht auf diesen Tisch bzw. dieses Foto. 😜
Nach dem Frühstück geht es dann los. Wir wollen unsere Bucht heute verlassen, um die rund 11 sm (20 km) entfernte Ortschaft Valdemarsvik anzulaufen.
Der Wind meint es heute gut mit uns und so können wir bereits nach dem Verlassen der Bucht zumindest das Großsegel setzen. Bei zwei bis 3 Bft. machen wir so zweieinhalb bis fünf Knoten Fahrt. Das sorgt für volle Entspannung und gute Laune ...
Ich nehme den einen oder anderen Glückwunsch-Anruf entgegen, während wir in aller Gemächlichkeit unserem Tagesziel entgegensegeln ...
... und dabei die schwedische Landschaft und Architektur auf uns wirken lassen.
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| Einfach mal nur gucken ... |
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| Eine Fähre im Schwedenstil |
Spätestens an den schwedischen Rettungsringen sieht man immer, wo man sich gerade befindet. Das ist unser heutiger Liegeplatz und der ist heute kostenlos. Warum genau, konnten wir über die Webseite des Hafens nicht in Erfahrung bringen.
An den vielen leeren Stegen im Gästehafen erkennt man sofort, dass die Saison hier noch nicht begonnen hat. Von dem großen Schärenfahrweg, der ja an der Küste in Nord-Süd-Richtung verläuft, ist dieser Hafen, der rund 20 km im Landesinneren liegt, recht abgelegen und damit für viele Segler, die nicht so viel Zeit haben wie wir, uninteressant. Schade und gleichzeitig gut für uns.
Wie meist in den kleineren Hafen, ist hier alles pico bello. Man findet Informationsbroschüren in mehreren Sprachen. Wir fühlen uns auf anhieb wohl.
Oben: Ein Traditionsschiff unter Flagge der Åland-Inseln. Dort soll es diesen Urlaub auch noch hingehen.
Valdemarsvik verfügt auch über einen ganzen Hafen voll mit traditionellen Holzbooten in verschiedenen Größen und Ausführungen. Den hier im Hafen ausgehängten Fotos kann man entnehmen, dass hier wohl regelmäßig Regatten für groß und klein stattfinden, bis hin zum Wettrudern.
Wieder einmal bewahrheitet sich eine von uns aufgestellte Regel. In den großen Häfen erledigen die, oft mit respekteinflößenden Titeln, wie Habourcaptain, ausgestatteten Angestellten eben ihren Job, meistens. In den kleinen Häfen lebt der meist einzige Hafenmeister seinen Job. Gelegentlich sind es tatsächlich auch Hafenmeisterinnen.
Hier, ein vermutlich ehemaliges Lagergebäude mit eher morbidem Chic, was der Gesamtbetrachtung aber keinen Abbruch tut. Für die Wohnmobilisten hat man hier tatsächlich Kunstrasen so ausgelegt, dass jedes Fahrzeug seine eigene Grünfläche hat. Und tatsächlich sehen wir eine ältere Dame, die sich am Kunstrasen, auf dem Bauch liegend bräunt. Irgendwie grotesk und nachvollziehbar zugleich.
Inzwischen ist es Abend und uns knurrt der Magen. Wir schauen uns in verschiedenen Restaurants des Ortes um und entscheiden uns dann für diesen Italiener, der auf der Tageskarte gerade einen "Riesenhamburger" anbietet.
Dazu gibt es das lokale Bier, das uns beiden mit Abstand am besten schmeckt: Ein Mariestad Export mit 5,3% Alkohol, gebraut von der Spendrups Bryggeri AB, Malmö.
Satt und zufrieden machen wir uns auf den Weg zurück in unser schwimmendes Quartier.
Voraussichtlich bleiben wir morgen noch einen Tag hier.
Bleibt gespannt, wir sind es auch.
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| Harry & Katrin |
























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