Dienstag, 06. Juni
Der Sommer ist in Schweden eingekehrt. Ich steige kurz nach acht Uhr die fünf Stufen den Niedergang hinauf ins Cockpit. Strahlenblauer Himmel, wie auch die letzten Tage, aber eines ist anders. Es ist auch im Schatten warm und das Thermometer bestätigt 18°C.
Ein leichter Wind lässt Ari hin und her schwoien. Wir machen uns einen ersten Kaffee vor dem Frühstück und müssen feststellen: "Alles ist perfekt!"
Laut Seewetterbericht kommt stärkerer Wind, wie auch in den letzten Tagen, erst gegen 11:oo Uhr. Wir können den Tag also ganz gemächlich starten. Ringsherum in den Bäumen zwitschern die Vögel. Einen besonders prägnanten Gesang können wir dann mittels App als den eines Buchfinken identifizieren.
Zufälliger Weise machen wir dann auf Örholmen, unserem heutigen Tagesziel, dieses Foto von einem jungen Buchfinken-Weibchen.
Kein Vergleich zum letztjährigen Norwegentörn. Selten hatten wir nach 7:00 Uhr morgens abgelegt. Heute ist es Viertel nach elf als wir den Diesel starten. Gut zehn Minuten sind wir damit beschäftigt, den Anker zu bergen und anschließend zu reinigen. Wieder hatten wir Tonerde als Seegrund, weswegen unser Ankertrack, trotz einiger heftiger Böen am gestrigen Nachmittag, kein Rutschen des Ankers dokumentiert.
Nur 0,2 sm außerhalb unserer Bucht können wir bereits die Segel setzen.
Katrin ist beim Segeltrimm in ihrem Element. Phasenweise ist der Wind dann so schwach, dass sie die Schoten, wie bei unseren Segelschulbooten, ohne Winsch aus der Hand trimmen kann.
Mal machen wir 6 Knoten Fahrt. Mal sind wir in Schrittgeschwindigkeit unterwegs.
Hier fahren wir gerade vor dem Wind (mit Wind genau von achtern) im sogenannten Schmetterling (ein Segel links, das andere rechts).
Nach 10,5 sm Fahrt (rund 19,5 km) liegen wir bereits in dieser wunderschönen Bucht vor Anker. Da es fast deutsche Kaffeezeit ist, schiebt uns Katrin ein paar kleine Kardamom Knuts in den Ofen und zaubert uns dazu noch Espresso.
Damit die Kalorien keine so große Chance bekommen anzusetzen, machen wir uns im Anschluss mit SUP und Kajak auf den Weg, um die Gegend ein wenig zu erkunden.
Überall sieht man jetzt Vögel, die mit ihrem Nachwuchs unterwegs sind ...
Unsere erste Libelle in diesem Jahr, die wir vor die Linse bekommen ...
| Ein Graureiher auf Beutefang |
Und da das Katrin's letzter Ankertag für diesen Urlaub wird, feuern wir am Abend noch einmal den Grill an.
Morgen wird es dann voraussichtlich nach Oxelösund gehen, wo wir dann noch einen weiteren Tag verbringen wollen. Oxelösund ist auf den ersten Blick ein eher nicht so attraktiver Industriehafen. Wenn man etwas sucht und genauer hinschaut, gibt es einiges zu entdecken. Genau das werden wir tun.
Bleibt uns gewogen und weiterhin neugierig.
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| Harry & Katrin |
... und der darf natürlich auch heute nicht fehlen ...






















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