Donnerstag, 08. Juni
In kaum einer Stadt sind die Gegensätze so deutlich wie in Oxelösund:
auf der einen Seite das moderne Stahlwerk von internationalem Rang und
der Hafen, auf der anderen Seite die Altstadt von Oxelösund (auf schwedisch: Gamla Oxelösund), einem malerischen Viertel am Meer mit seinen vielen
hübsch renovierten Häusern. Oxelösund bedeutet wörtlich übersetzt: "Ochseninselsund". So heißen sowohl die Gemeinde als auch die Stadt mit ihren rund 12.000 Einwohnern.
Wir machen uns heute auf den Weg und möchten Euch "beide Seiten Oxelösunds" zeigen.
Wir starten ohne Frühstück, nur mit einem Kaffee im Bauch, denn der lange Weg in die Altstadt führt auch an einem ICA (Supermarkt) vorbei. Dort wollen wir uns ein Frühstück, sozusagen zum mitnehmen, besorgen.
Die Stadt begrüßt ihre Besucher am Ende des Hafenbeckens mit einem bunten Blumenarrangement.
![]() |
| Goldregen |
![]() |
| Ein Austernfischer |
Der ICA (Supermarkt) liegt im kleinen Zentrum der Stadt. Dort entdecken wir frische Kardamomknuts. Zwei Kaltgetränke und einem Eiskaffee (Tetrapack) ergänzen unser Frühstück "to go". Keine 100 Meter entfernt liegt ein kleiner Park und die Sonne scheint. Im Schatten finden wir dann noch eine freie Bank. Was wollen wir mehr.
Während wir unsere Knuts (das schwedische Pendant zur deutschen Schnecke) genießen, haben wir diesen Ausblick ...
... und auch sofort einen Gast, der unser Essen mit uns teilen möchte ...
| Eine Dohle |
Am benachbarten Wasserbecken streiten sich gerade diese beiden Spatzen und diese Bachstelze scheint sich gerade ihr Spiegelbild im Wasser anzuschauen ...
Für genügend Unterhaltung und Fotomotive ist während des Frühstücks gesorgt.
| Eine Zwiebelblüte |
![]() |
| Eine Magnolie |
![]() |
| Ein Rhododendron |
Zwangsweise kommt die Frage in einem auf, warum es nicht auch in Berlin so aussehen kann.
Wir müssen weiter und verlassen dieses Kleinod. Unser Ziel ist ja die Altstadt von Oxelösund, auf schwedisch "Gamla Oxelösund" und geschrieben "G:a Oxelösund".
| Hier geht´s lang ... |
Jetzt kommt der Teil mit den zwei Gesichtern des Ortes Oxelösund. Folgt man der Straße Richtung Altstadt für wenige hundert Meter, wähnt man sich zunächst in einem beginnenden Waldstück. Solange bis man auf der anderen Straßenseite diese Zufahrt sieht ...
Hier geht es zu einem Schüttguthafen, den wir gestern bereits bei unserer Anfahrt von der Wasserseite aus sehen konnten. Unter anderem befinden sich hier auch riesige Steinkohle- oder Koks-Halden (also der, mit dem schwarzen Staub) 😃. Genau konnten wir das nicht erkennen.
Benötigt wird die Kohle zum anheizen von Hochöfen, denn auf dem gegenüberliegenden Gelände befinden sich unter anderem
- SSAB, ein Stahlwerk mit Rohstahlproduktion und
![]() |
| Stahlwerk und Kalkwerk |
![]() |
| Hier hat sich die Natur bereits wieder die Schienen zurück erobert. |
Wir kommen zurück zum attraktiveren Teil Oxelösund´s. Nach insgesamt 1,2 km überquert man noch eine Bahntrasse und die Landschaft wandelt sich erneut.
![]() |
| Dieses Schild versteht man auch ohne Schwedisch-Kenntnisse |
Folgt man dem "Kulturstig", einem Rundwanderweg, so gelangt man in die Altstadt und zum alten Hafen.
Die meisten dieser Holzhäuser wurden noch vor 1900 errichtet. In Gamla Oxelösund stehen einige 'zig dieser Häuser, die weitestgehen noch bewohnt sind. Es gibt aber auch Areale, die mehr an ein Freilicht-Museum erinnern.
![]() |
| Teil einer alten (See-) Lotsenstation |
Von diesem Aussichtshügel aus hat man auch einen wunderbaren Blick auf die neuen Hafenanlagen ...
![]() |
| Die "moderne" Lotsenstation im Vordergrund |
Einige Bootsstege scheinen etwas in die Jahre gekommen - aber das hat Charme ...
Der gut markierte Kulturstig führt uns oft so über die Grundstücke, das wir glauben, gleich bei den Anwohnern im Wohnzimmer zu stehen. Zäune zwischen den Grundstücken sucht man in der Regel vergebens.
Dieses Hinweisschild finden wir an einem Postkasten des nachfolgenden Hauses. Inhalt: "Keine Reklame außer IKEA Katalogen"
Es ist Zeit wieder an den Rückweg zu denken. Viele schöne Häuser hätten wir hier noch aufnehmen können.
Wir überqueren auf dem Rückweg besagten Bahnübergang. Selbst hier gibt es Schönes, wenn man genau hinsieht ...
| Gemeine Akelei (gibt´s auch in blau und rot-weiß) |
![]() |
| An einer Kreuzung in der Nähe des Zentrums. |
Ja, und dann sind wir irgendwann auch wieder zurück im Hafen ...
![]() |
| Eine Eiderenten-Mutter mit ihrem Nachwuchs |
Oben: Oxelösund mit dem 8,2 km langen, roten Track unserer heutigen Wanderung.
Unten: Oxelösund und Nyköping (gesprochen: Nü´schöping), unser morgiges Tagesziel.
Seit Nachmittag sind wir wieder zurück an Bord. Ein Tiefdruckgebiet ohne Regen, aber mit kräftigem Wind zwischen 4 Bft. und 7 Bft. in Böen, ist seither durchgezogen. Das Boot hat mal wieder ordentlich im Hafen geschwankt. Langsam nimmt der Wind ab. Es ist jetzt 21:oo Uhr. Morgen haben wir wieder moderate Bedingungen und, wie jeden Tag, Sonnenschein.
Das war unser heutiger Ausflug.
Und das ist der Hafen von Oxelösund bei Nacht ...
Bleibt uns gewogen und weiterhin neugierig.
![]() |
| Harry & Katrin |





.jpg)
















































Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen