Freitag, 28. Juli 2023

28. Juli 2023, Von Ornö/Eknäset nach BEDARÖN (bei Nynäshamn)

 Freitag, 28. Juli


Wie an den meisten unserer Törntage scheint am Morgen die Sonne, die sich heute allerdings den Himmel mit einigen Wolken teilen muss.



Schon der Wetterbericht auf dem Handy deutet an, was uns möglicherweise heute noch so erwartet. Dicke Regen- und Gewitterwolken auf der gesamten Strecke. Die Gewitterwahrscheinlichkeit liegt allerdings nur bei 60%, sagt der Wetterbericht.

Vor dem Frückstück sieht das (oben) alles noch ganz entspannt aus. Also, je nachdem, in welche Himmelsrichtung wir schauen (unten).


Noch vor zehn Uhr sind wir bereit für den Start und der beginnt, wie immer beim Ankern, mit dem Reinigen des Ankergeschirrs. Heute, wie auch gestern, ist der Aufwand überschaubar, denn vom Seegrund bringen Anker und Kette nur etwas Schlamm-/Tornerde-Gemisch und einige wenige Stücke Blasentang mit an die Oberfläche. Noch vor zehn können wir unsere Bucht verlassen.


Der Törn beginnt mit Motorfahrt und der Ungewissheit, ob wir bei der heute vorherrschenden SüdWestWind-Richtung überhaupt werden segeln können, denn es geht genau dort hin, wo der Wind herkommt. Also, wie seit Wochen!


Wenn der  Verklicker (Windanzeiger)  im Masttop (der Spitze des Mastes), wie hier auf dem unteren Foto, nach vorne zeigt, ist das schlecht.



Nach anderthalb Stunden und 7,5 sm (knapp 14 km) Fahrt unter Maschine, ist der Fahrweg breit und die Untiefen nur wenige, so dass wir die Segel setzen und aufkreuzen können. Also wir könnten volle Segel setzen, begnügen uns dann aber mit der Genua, dem großen Vorsegel, denn wir haben es nicht eilig und die geplante Tagesdistanz ist nicht groß.

Oben: Wir segeln auf dem Steuerbordbug, 90°-Wende. Unten: Wir segeln auf dem Backbord-Bug, 90°-Wende. Das wiederholen wir ein paar Mal  -  so kommt man auch an's Ziel. Jedoch verdoppelt sich durch das Aufkreuzen die zu segelnde Strecke annähernd. Heute ist das nicht weiter schlimm, denn am Ende werden wir lediglich 25 sm (46 km) unterwegs gewesen sein.



Währenddessen ziehe immer mehr düstere Wolken auf. Dieses Regen- und Gewittergebiet (oben) steht direkt über Stockholm. Weitere ziehen von Südwesten her auf.

In Kürze muss die Regenkleidung her (Foto oben) ...


 

Zwischendurch haben wir dann noch Gäste an Bord. Insekten, die die Möglichkeit, sich kurz auf einer schwimmenden Insel auszuruhen zu können, gerne annehmen. Unter anderem diese hübsche Libelle, deren Art wir allerdings nicht bestimmen konnten.



Dann kommen die Industriebereiche Nynäshamn's in Sicht. Wir bekommen zum Glück nur einige Regentropfen ab, während der Kern des Schlechtwettergebietes an uns vorbeizieht. Jetzt sind es nur noch etwa 3 sm bis zu unserer heutigen Ankerbucht.

Am Ziel, das gleiche Wetter, wie zu Törnbeginn ...


Das ist unser heutiger Track. Für den Segelexperten ist gut zu erkennen, wie stark auf der Kreuz immer wieder der Wind gedreht hat ...



Unseren heutigen Ankerplatz (unten, rechts) trennt nur eine kleine Schäre vom Yachthafen Nynäshamn  Link: Nynäshamn - Sommertörn 2021)  ...

Und so sieht das Ganze aus der Luft aus ...

Blick nach Osten

Blick nach Süden

Wir sind jetzt hier ...


Hier bleiben wir wieder nur für diese Nacht. Morgen geht es weiter zu unserer vorletzten gemeinsamen Etappe, bevor wir voraussichtlich am Montag wieder in Nyköping einlaufen, wo Katrin dann am Mittwoch mit dem Flixbus zum Flughafen Stockholm - Arlanda fährt.


Harry & Katrin





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