Sonntag, 30. Juli 2023

29. Juli 2023, Von BEDARÖN nach LANGÖ

 Samstag, 29. Juli


Bei 17°C und Sonnenschein starten wir kurz nach 8:00. Kette einholen, Anker sauber machen, los geht's. Mit etwas Glück werden wir heute ein gutes Stück bis zum nächsten Ankerplatz segeln können.


Wir verlassen unsere Ankerbucht in nördlicher Richtung, wo wir nach einer halben Seemeile  das nördliche Kap einer benachbarten kleine Schäre umrunden. Jetzt geht es zunächst mit Kurs 180°, Richtung Süden.


Nach insgesamt 2 sm können wir dann die Segel setzen. Der Wind bläst mit 3 Bft immer noch direkt aus Westen, also aus der Richtung, in die wir, um unser Ziel zu erreichen, gleich abdrehen müssen. Daher begnügen wir uns für die verbleibenden 4 sm, die wir noch mit Südkurs segeln können, mit dem Vorsegel.


Es ist noch nicht mal halbzehn, als wir den Motor starten und das Segel einholen müssen, weil wir jetzt mit Westkurs den Fahrweg durch die Innenschären nehmen. Eigentlich sollte der Wind jetzt bereits südlicher gedreht haben, so dass die Route segelbar gewesen wäre - eigentlich!

Während der Autopilot steuert, nehmen wir uns die Zeit für ein kleines Frühstück. Der Diesel tuckert mal wieder, und zwar für über weitere 5 Stunden, denn aus Segeln wird heute mal wieder nichts mehr.




Kurz vor unserem planmäßigen Ziel kommen wir bei SÄVÖ an dieser sehenswerten, engen Durchfahrt zwischen zwei Schären vorbei.





Doch die Bucht, an der Insel RINGSÖN, in der wir den Anker werfen wollten, ist voll. Eigentlich ist es eine Aneinanderreihung mehrerer wirklich schöner Buchten, die wir fast alle abfahren. Kein freier Platz, der uns gefallen würde.


Also geht es weiter, während wir auf der Seekarte nach anderen Ankermöglichkeiten suchen. Vielleicht anderthalb Seemeilen weiter entdecken wir eine Bucht, die uns ganz gut gefällt. Nur ein einziges Motorboot hat dort direkt am Felsen der Schäre festgemacht. Wir werfen den Anker. Der findet am Seegrund aber keinen Halt. Wir holen ihn auf und wiederholen das Procedere. Erneut rutsch er, als würde er direkt auf glattem Fels liegen. Wir brechen ab und fahren weiter. Überall liegen hier Boote zu dutzenden, ach was sage ich, zu hunderten an den Schären und ich verliere langsam aber sicher die Lust. Nie wieder Schweden in der Hochsaison, sind wir uns einig.

Nach einer weiteren Stunde und rund 6 sm Motorfahrt, kommen wir in eine Region, in der es deutlich leerer ist. Schon bin ich geneigt zu sagen: "Das wird schon seinen Grund haben!"

Doch überraschender Weise finden wir einen guten Ankerplatz in wirklich schöner Umgebung. der Anker sitzt auf anhieb. In der Ferne sehen wir einen kleinen Motorboothafen. Von dort kommen gerade drei SUP's herangepadelt. Eine Familie mit einem motorisierten Angelkahn hat auf der gegenüberliegenden Schäre festgemacht und hält gerade ein Picknick ab. Weitere zwei Segelyachten haben in größerer Entfernung am Schärenfelsen festgemacht. Ansonsten ist Ruhe. Die Sonne scheint. Wir sind wieder zufrieden, weil wir uns fühlen, als wären wir fernab jeglicher Zivilisation.




Der Track unseres heutigen Törns von Bedarön (bei Nynäshamn) nach Langö ...


Hier am roten Dreieck liegen wir ...


Mehr Informationen zu diesem Ankerplatz gibt es im nächsten Post.

Bleibt uns gewogen und weiterhin neugierig.

Katrin & Harry



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