Dienstag, 11 Juli
Bei Sonnenschein und 18°C starten wir heute gegen halbneun. Erster Zwischenstopp: Tankstelle. Seit unserem letzten Auftanken in Nyköping haben wir tatsächlich 50 Motorstunden mehr auf der Uhr. Unser Motor-Segel-Verhältnis liegt über den gesamten Törn gerechnet bei Katastrophalen 50/50, bezogen auf die Seemeilen, die wir mit der jeweiligen Antriebsart ins Kielwasser gebracht haben. Nach gut 115 getankten Litern klickt die Zapfpistole und der Tank ist wieder voll.
An der Ausfahrt des Osthafens (Pohjoisanta Harbour) kommen wir wieder an dem Kai mit den Traditionsschiffen vorbei. Endlich gelingt es uns, diesen schönen Dreimaster mal bei gutem Licht vor die Linse zu bekommen.
Kurz dahinter, die in Helsinki stationierte "Eisbrecher-Flotte" ...
Einige kleine und große Fähren kreuzen unseren Weg, bevor wir überhaupt auf der freien Ostsee sind. Die Cinderella der Viking Line, kennen wir bereits von anderen Fahrten.
Vor dem Verlassen des erweiterten Hafenbereiches, kommen wir noch an dieser mittelalterlichen Festungsanlage vorbei, die auf einer Schäre liegt. Natürlich gibt es hier mehrere Festungsanlagen, die alle Zufahrten nach Helsinki (vermutlich gegen die damals alles erobernden Dänen) absicherten.
Minuten später laufen bereits die nächsten beiden Fähren nach Helsinki ein. Obwohl wir unter Motor laufen und von rechts kommen, drosseln wir unsere Geschwindigkeit, damit diese Fähre freie Fahrt hat. Man ist ja nicht so.
Um Viertel nach elf passt dann der Wind und wir können, eher unerwartet, die Segel setzen. Mit gemütlichen 4 - 5 kn Fahrt können wir immerhin elf der heutigen 42 Seemeilen unserem Ziel unter Segeln entgegen fahren.
Die finnische Marine zeigt heute in den Schären auffällig hohe Präsenz ...
Für einen Dienstag ist heute überhaupt ausgesprochen viel auf dem Wasser los, denn wir treffen in den gut sieben Stunden Fahrt auf zusammengerechnet bestimmt mehr als einhundert Sportboote aller Art.
Zwischendurch bleibt aber dennoch genügend Zeit für Entspannung und Genuss und einfach mal nur gucken ...
Ja, und dann sind wir gegen 16:30 Ortszeit (15:30 MESZ) auch schon in Barösund, bzw. auf Barösund, denn es ist eine Insel bzw. Schäre.
Doch ganz so leer ist es nicht, denn das ist der Schwimmsteg aus einer anderen Perspektive.
Wir sind dennoch völlig zufrieden und Katrin testet gleich mal die Wassertemperatur ...
Morgen früh möchten wir gleich weiter nach Hanko. Erneut rund 32 sm (60 km) unter Maschine. Das Wetter ist zwar sehr gut, aber der Wind lässt ein wenig zu wünschen übrig. Was sollen wir machen?
Oben: Der Track unseres heutigen Törns.
Unten: Ein Ausschnitt der selben Karte auf dem man gut erkennt, dass wir im Gegensatz zu meiner Hinfahrt, jetzt den Weg durch die Innenschären genommen haben.
Während ich diesen Post schreibe, hat Katrin schon leckere Entecotes mit Zwiebelmais und Grillkartoffeln zubereitet.
Deswegen ist hier Schluss, es sei denn, es gibt heute noch einen Sonnenuntergang, der dieses Posts würdig ist. 😜
*** Sonnenuntergang ? ***
Bleibt uns gewogen und weiterhin neugierig.
![]() |
| Harry & Katrin |
























Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen