Freitag, 7. Juli 2023

06. Juli 2023, Anreise nach Helsinki

 Berlin, 05:56 Uhr - ich stehe reiselustig am völlig leeren Bahnsteig unserer U-Bahnstation und warte auf den nächsten Zug.  


Eine Stunde später habe ich U-Bahn und Bus hinter mir und das Gebäude des legendären BER (was lange währt wird ... irgendwann mal fertig) vor mir. Punkt sieben Uhr habe ich einen Termin beim Sicherheitscheck und freue mich über die Leere dort. Schnell durchgerauscht gehts durch den großen duty-free-Shop zur Anzeigetafel der heute anstehenden Flüge...

Ich fliege 08:55 Uhr - das Gate wird erst in drei Minuten bekanntgegeben. OK, ich warte.

 Als das Abflug-Gate für meinen Flug angezeigt wird, staune ich nicht schlecht. A36. Fand ich vor 5 Wochen den Weg zu Gate A22 schon lang, klang das ... noch länger. Der Weg dorthin war mit 13 Minuten angegeben. Ich wusste, wie viele Kaffeestände mit Kuchen und Sandwiches dazwischen lagen und stiefelte freudig los - Frühstück, ich komme.


Während ich mir am Gate sitzend mein Frühstück schmecken ließ, landete eine Finnair-Maschine und rollte tatsächlich hier ran. Aha, du wirst also meins.

Kaum waren Brot und Kaffee geschafft, blieb gerade noch Zeit, die Wasserflasche aufzufüllen, dann war auch schon fast "bording-time".

Das automatische Buchungssystem hatte mir beim online-check-in einen Fensterplatz verpasst. Na gut, dann muss man natürlich auch fotografieren. Hier wird gerade der benachbarte easyJet-Flieger versorgt. 


 Das gut gefüllte, aber zum Glück nicht rappelvolle Flugzeug rollte zum Start und erhob sich kurz darauf in die Lüfte. 

Eine steile Kurve über Brandenburger Land. Auf gehts, nach Norden.


 

Da fühlt man sich doch gleich viel sicherer.



 

Unter uns die Ostsse-Küste bei Swinemünde

 

 Eine kleine Spielerei auf meiner Smartwatch erlaubte mir, die Fluggeschwindigkeit (893,5 km/h, max. 902,2 km/h) und den Kurs (NordOst 62°) im Auge zu behalten. So etwas ist, seit ich segle, eine komische Angewohnheit geworden. Beim Segeln hast du diese und weitere Daten immer im Blick - also brauche ich das beim Fliegen auch 😇

 

Ab Erreichen des Golfs von Finnland zog der Himmel zu und das Flugzeug ging fast gleichzeitig in den Sinkflug. Dementsprechend düster sah die Küste östlich von Helsinki aus, als wir die Wolkendecke durchbrachen.

 

Mit einem kräftigen Rrrumss gelandet und am Gate xxx (wieder gaaanz weit hinten) angekommen, stürmte schon ein Tankwagen ran. Als sich die ersten Passagiere erhoben, um dann noch fast 10 Minuten im Gang rumzustehen, waren diese Jungs hier schon emsig dabei, das Flugzeug wieder aufzutanken. Hatte ein bisschen was von einem Pitstop bei der Formel 1.

 

 Durch die zahlriechen Informationen, welche man im Internet über die Transfermöglichkeiten vom Flughafen in die Stadt erhält, hatte ich schon die richtige App für die Öffiś hier auf dem Handy und beim langen Weg durch die Gebäudeteile des Flughafens das Ticket bereits gekauft und auf dem Display. Besser gehts nicht. Die Bahnstation befindet sich tief unter dem Flughafengebäude und war dank bester Ausschildung schnell gefunden.

Die Bestätigung - ich sitze im richtigen Zug
 

 Bei launischem Regenwetter angekommen, fand ich nach einem kurzen Telefonat sogar meinen wartenden Mann ... der Bahnhof hat einfach  zu viel Gleise (ca. 20).

 

 


Noch 20 Minuten Fußweg und ich war wieder Teil der Ari-Crew. 

Nachdem ich mich ein wenig eingerichtet hatte, stiefelten wir noch ein wenig durch die verregnete Stadt, um uns die Beine zu vertreten. Anschließend kochte Harry lecker Abendessen und der Tag klang mit vielen Erzählungen langsam aus. 

Schön, wieder hier zu sein. Die dreieinhalb Wochen lange Urlaubsunterbrechung war nicht gerade meine beste Idee. 

 

 

 

 

 

 

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