Freitag, 14. Juli
Um 4:00 Uhr klingelt der Wecker. Es ist noch gut eine halbe Stunde bis Sonnenaufgang. Hell ist es draußen trotzdem und wir haben bereits 16°C.
Es folgt das übliche Procedere: Törnvorbereitungen, dabei einen Kaffee und das Frühstück irgendwann unterwegs, wenn es gerade passt. Wir haben heute Morgen etwas ungünstigen Seitenwind am Liegeplatz und besprechen unsere Taktik beim Ablegen.
Nach knapp einer Stunde sind wir mit allem soweit. Motorstart um 04:58 Uhr. Katrin löst die Leinen am Bug und sorgt mit dem Bootshaken für genügend Abstand zum rechten Boot, denn der Wind kommt von links.
Ich ziehe uns rückwärts an die Mooringboje, um den Mooringhaken zu lösen. Alles läuft bestens. Beim Verlassen des Hafens steht die Sonne gerade über den Baumwipfeln.
Gut eine Seemeile später kreuzen wir die Hauptzufahrt nach Hanko. Hier kommt gerade eine Fähre von Süden, um nach Hanko einzulaufen. Wir haben es eilig, geben mehr Gas und kreuzen die Kurslinie der Fähre mit rund einer halben Meile Abstand. Das ist nicht viel, aber unter diesen Umständen okay.
Das selbe Abenteuer, wie bei meiner Hinfahrt. Hier der Track der ersten rund 5 sm, wenn man Hanko Richtung Innenschären-Fahrweg nach Nord-Westen verlässt.
Die Lichtstimmung hingegen ist grandios ...
Gegen Viertel sieben passen Kurs und Wind und wir schaffen segelnd gute neun Seemeilen Distanz mit durchschnittlich sieben Knoten Geschwindigkeit.
Um halbacht nimmt der Wind, auch aufgrund der Landabdeckung, auf 5 kn ab. Wir starten den Diesel und holen die Segel wieder ein.
Das einzig Gute daran: Unter Maschine hat man keine Krängung (Schräglage) und Katrin kann sich entspannt um das Frühstück kümmern, denn uns knurrt langsam der Magen.
Gegen acht Uhr: Frühstückszeit ...
![]() |
| Eiderenten auf der Flucht |
| Eine Autofähre (ersetzt hier, genauso wie in Schweden, die Brücken zwischen den Schären) |
Katrin beschäftigt sich während der Fahrt mit etlichen Takelarbeiten ...
... und entdeckt dann im Vorbeifahren diesen Adlerhorst, gebaut auf einer Fahrwassertonne, die direkt an einem viel befahrenen Fahrweg liegt.
Bereits um 13:00 Uhr laufen wir in den Hafen von Jurmo ein und haben Glück, noch den vorletzten Liegeplatz zu bekommen. In einer Wettfahrt waren wir eines von drei Booten, die sich darum bemühten, erster im Hafen zu sein, da nicht ersichtlich war, ob es überhaupt noch freie Liegeplätze gibt. Hochsaison in Finnland!
JURMO ist eine der südwestlichsten Inseln im finnischen Schärengarten, kurz bevor etwas westlicher der Åland-Archipel beginnt (der zwar zu Finnland gehört, jedoch politisch autonom ist und eigentlich schwedisch sein möchte).
Oben: Jurmo auf der Seekarte, die man übrigens unter dem Link: Navionics ChartViewer kostenlos online nutzen kann.
Unten: Unsere Anfahrt auf den Hafen ...
Wir sind jetzt übrigens hier ...
Auf Jurmo werden wir für einige Tage bleiben, denn morgen, Samstag, ist das Wetter hier noch schön. Ab Sonntag Nachmittag zieht dann für einige Tage ein Tief durch die Region. Das heißt, wir werden hier abwettern, bevor es weiter Richtung Åland-Inseln geht. Traurig sind wir deswegen nicht, denn Jurmo ist eine recht große und interessante Insel, auf der wir schon 2018 einmal waren.
Morgen hört Ihr mehr hierzu. Bleibt gespannt, wir sind es auch.
![]() |
| Harry & Katrin |























Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen