Donnerstag, 06. Juli
Es ist Mittag und Katrin ist in Helsinki angekommen. Auf dem Rückweg von Hauptbahnhof zur Marina kommen wir an einer Bäckerei vorbei. Hier besorgen wir uns erst mal eine Kleinigkeit zu Kaffee & Kuchen. Zwei leckere Puddingplunder mit Erdbeeren und zwei Pistanzienbullar (eine Art Pistazienschnecke mit Kardamom).
Nachdem wir an Bord alle Leckereien verspeist und uns ein wenig ausgeruht haben, machen wir bei wolkigem Himmel und zweitweisem Nieselregen noch einen Spaziergang. Unter anderem besuchen wir die örtliche Flotte von Eisbrechern, die wir an einer benachbarten Halbinsel liegend, jeden Tag von Bord aus sehen können.
Das Wetter beflügelt uns allerdings nicht zu einer ausufernden Wanderung und so sind wir dann nicht allzu spät wieder zurück an Bord, kochen uns was Leckeres und lassen den ersten Abend entspannt ausklingen.
Freitag, 07. Juli
Heute steht eine gemeinsame Stadtbesichtigung auf dem Plan. Helsinki hat nicht endlos viele Sehenswürdigkeiten und so bleibt unsere dennoch mehrstündige Runde überschaubar. Hier eine Auswahl an Eindrücken, die wir mitgenommen haben.
Typisch für Helsinki sind zum Beispiel seine Grün-Gelben Straßenbahnen und die noch große Anzahl an Straßen mit Kopfsteinpflaster.
Wenn auch keine offizielle Sehenswürdigkeit, so fällt die ebenfalls große Anzahl an Gebäuden auf, die so aus der Zeit vom Übergang des 19. Jhd's. ins 20. Jhd. stammen müssen.
Keine zehn Gehminuten von unserem Hafen entfernt, stehen wir bereits vor dem Dom zu Helsinki, bzw. auf dem davorliegenden und großzügigen Senatsplatz. Rings um diesen Platz findet man dann noch den Sitz der Landesregierung, die Finnische Nationalbank, das Stadtmuseum und vieles mehr. Alle Gebäude im ähnlichen Baustil und in einem Top Sanierungszustand.
Am Sightseeinghafen befindet sich auch der Kauppatori, der Zentralmarkt Helsinki's. Er besteht aus einigen Dutzend Imbiss-Zelten in denen mehr oder eher weniger kulinarische Genüsse für Touristen zu sündhaft teuren Preisen angeboten werden. Das überspringen wir hier mal mangels Relevanz.
Nebenan die Kauppahalli (Kaufhalle). Sie ist ein echter Delikatessenmarkt. Das Preisniveau ist entsprechend. Hier gibt es neben einem Beluga Kaviar Tasting (für 20,- € pro Teelöffel) auch Marktstände mit frischen Waren oder auch Konserven. Wer mal 10 verschiedene Sorten Räucherlachs im Vergleich probieren möchte, ist hier genauso richtig, wie der Interessent für Rentierfleisch.
Wir lassen einfach mal ein paar Bilder sprechen ...
Für uns geht es weiter zum benachbarten Esplanadi. Der Esplanadi ist ein schmaler, rund 500 m langer Park, der zwischen zwei Einkaufsstraßen liegt. Hier ansässig sind Nobelmarken, wie Louis Vuitton genauso wie Juweliere, Hotels bis hin zur kanadischen Botschaft.
Die Parkanlage ist ausgesprochen schön und hält auch für den "Normaltouristen" die eine oder andere Oase der Erholung oder Erfrischung, zum Beispiel in diesem Jugendstil-Pavillon, bereit.
Hier kommt die Poliisi (Polizei) passender Weise auch schon mal zu Pferde ...
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| Und noch ein Pistazienbullar ... |
Hat man den Esplanadi von Osten nach Westen durchlaufen, steht man am Ende am Alexanderplats ...
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| Die Kapelle des Schweigens ganz skandinavisch modern in Holz. |
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| Chrysler B-70, gebaut ab 1924 |
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Temppeliaukio-Kirche (Temppeliaukion Kirkko) |
Die Temppeliaukion Kirkko ist eine einzigartige Kirche und beliebter Veranstaltungsort für Konzerte, mit Kupferkuppel sowie Fels- & Steinwänden. Sie wurde in den abgetragenen Fels einer Schäre gesetzt. Die Rückseite sieht so aus ...
Diese (nicht entweihte!) Kirche zeigt, außer der vor jedem Sitz liegenden Bibel, keine kirchlichen Symbole. Das Raumgefühl ist beeindruckend angenehm und erinnert mehr an eine Philharmonie. Außergewöhnlich!
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| Der Hauptbahnhof, Helsinki Central Station |
Nach weiter über zehn Kilometern Fußmarsch, gönnen wir uns heute mal einen Restaurantbesuch. Wir entscheiden uns für ein australisches Restaurant in der Nähe des Bahnhofs. Bezahlbar und sehr lecker.
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| Woolshed Helsinki |
Das Interieur ist rustikal und möglicher Weise autentisch. Wir haben uns auf jeden Fall richtig wohl gefühlt!
Mit diesem Foto vom Kai der Traditionsschiffe endet unsere heutige Sightseeing-Tour. Einige Schiffe sind gerade auf Rundfahrt, weswegen der Kai relativ leer ist. Bis zur Marina sind es nur noch einige Schritte für uns. Dann geht es ans Blogschreiben und Füße hochlegen.
Für die nächsten Tage gibt es natürlich bereits Pläne, wobei Helsinki unser Standort bleibt. Wenigstens der von Ari. Mehr verraten wir noch nicht.
Bleibt uns gewogen und weiterhin neugierig.
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| Harry & Katrin |







































Wir fragen mal unsere finnische Freundin Vikki, ob sie für euch noch einen Geheimtipp für Helsinki hat. Bleibt gespannt. Liebe Grüße Christine und Gerd
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