Sonntag, 23. Juli 2023

23. Juli 2023, Rödhamn nach Mariehamn (Åland-Archipel)

 Sonntag, 23. Juli


Langsam aber sicher müssen wir an die Überfahrt nach Schweden denken, denn bis spätestens am Morgen des 2. August, muss Katrin wieder in Nyköping sein, um mit dem Flixbus zum Flughafen Arlanda, nördlich von Stockholm, zu kommen. 4 Wochen Segeltörn sind dann leider schon wieder um.

Doch der Wind will für unser Vorhaben noch nicht passen. Wir haben seit Tagen eine recht stabile Südwest-Wind Lage. Wo liegen Nyköping oder auch Stockholm? Richtig - im Südwesten! Außerdem werden unsere Vorräte knapp - also die Vorräte, die entweden frisch sind oder jene, die wir besonders gerne essen. Natürlich haben wir genügend Proviant an Bord, um auch noch gemeinsam nach Hause zu kommen, aber im Urlaub wollen wir uns ja nicht dauerhaft von Büchsen und Trockennudeln ernähren.

Mariehamn, die Hauptstadt der Aland-Inseln, liegt in nur rund 10 sm Entfernung, nördlich von Rödhamn. Was liegt also näher, als dort noch einmal Station zu machen, Vorräte zu bunkern und sich dabei die Stadt noch einmal anzuschauen.

So starten wir heute morgen um kurz vor neun Uhr, nachdem die frischen Brötchen aus dem Hafenmeisterbüro geliefert wurden. Das Frühstück selbst haben wir erst am Ziel eingeplant, denn wir rechnen mit nur rund 2 - 2,5 Stunden Fahrzeit.


Wie immer in diesem Hafen, kommt der Brötchenbeutel samt Wetterbericht. "Windstärke 4-8 m/s (2-3 Bft) und gute Sicht". Heute gibt es dann noch die Ergänzung: " öst - väst, hemma bäst" frei übersetzt: Von Ost nach West (und umgekehrt) kommst du heute am besten nach Hause!

Ja, man gibt sich wirklich Mühe, hier in Rödhamn.

Beim Ablegen

Blick zurück nach Rödhamn



Nach 3 sm Motorfahrt können wir die Segel setzen, doch der (AnWind-) Kurs ist anfangs sehr schwierig zu halten. Nur mit viel Müh' und Not, kommen wir die ersten 3 Segelmeilen voran, aber immerhin, wir segeln.


Katrin hat heute den Teil gesteuert, der mir zu nervig war. Jetzt, als es leichter geht, ist auch Zeit für ein Lächeln.

Die Finnische Küstenwache zeigt Präsenz ...


 Dann treffen wir erneut auf zwei der rund ein Dutzend Speedboote, die gestern Nachmittag kurz den Hafen Rödhamn besucht hatten.


Eine passende Veranstaltung zum Thema "Speedboat" konnten wir für diese Region im www. nicht finden. Mir fällt auf, dass es in den letzten Wochen tatsächlich einige Themen gab, zu denen ich im Zusammenhang mit diesem Törn recherchierte und nichts fand.

 

 


Früher als uns lieb ist, laufen wir bereits nach 2 Stunden in den Westhafen von Mariehamn ein. Vorbei geht es an der Pommern (Details zur Pommern findet ihr im Post von 26. Juni unter dem folgenden Link: Viermast-Bark Pommern ). 

Keine hundert Meter hinter der Pommern liegt bereits der Yachthafen und hier sind zum Glück mehrere Liegeplätze frei ...

Schnell ist am Schwimmkai festgemacht. Jetzt (kurz nach elf) gibt es erstmal Frückstück mit den frischen Brötchen aus Mariehamn. 
 
In der Zwischenzeit klart es draußen auf. Das passt und wir machen uns auf zu den sogenannten Mathishallen und Varuboden, zwei Supermärkten, die hier keinen Kilometer entfernt liegen.




Um dahin zu kommen, müssen wir zunächst durch den Westhafen. Hier wird für jede Nation, die hier als Besucher im Yachthafen liegt, geflaggt. Im Augenblick sind es Finnland, Åland, Schweden, Frankreich, Deutschland und Polen. Während Katrin diese Aufnahmen macht, setzt der Hafenmeister gerade noch die Nationalen von Estland und Norwegen, die hier zuletzt noch hinzukommen. Für mehr Nationen reichen allerdings die Fahnenmasten auch nicht aus.

Alle der folgenden Gebäude gehören noch zum Hafen ...

Neben einem Restaurant sind hier die Sanitärgebäude samt Sauna, Lager, Vereinräumen,  Boutique und Hafenbüro untergebracht. Hinten rechts, die POMMERN.

 

Unser heutiger Track über die 11,4 sm (21 km) von Rödhamn nach Mariehamn ...


Wir sind jetzt hier ...


Morgen bleiben wir noch einen Tag in Mariehamn. Eventuell müssen wir bereits morgen am späten Abend weiter, denn das kleine Zeitfenster, dass uns vielleicht eine Überfahrt unter Segeln nach Schweden ermöglichen könnte, zieht schneller als zunächst vorhergesagt. Es sieht so aus, dass der Südostwind nun nicht ab Mittwoch Morgen bläst, sondern bereits morgen, Dienstag, ab ca. 23:00. Keine 12 Stunden später ist dann wieder fast Flaute. Gut, dass wir für die von uns geplanten 75 sm nur rund 11 Stunden benötigen werden. Es wird mal wieder spannend.


Wir verabschieden uns mit einem abendlichen Foto. So ging gestern Abend die Sonne bei uns in Rödhamn unter ...

 

Bleibt uns gewogen und weiterhin neugierig.

Harry & Katrin



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