Donnerstag, 08. Juli
Der Wetterbericht meldet für heute viel Sonne und leichten Wind. Nichts was ein Segler in Seemeilen unter Segeln umsetzen könnte und da ich vom gestrigen 23-Stunden-Törn noch nicht vollends erholt bin, fällt mir die Entscheidung leicht, einfach hier zu bleiben. Die Insel Tjärö ist absolut sehenswert und abgesehen von ihrem Hafen, der sich in der gegenüberliegenden Bucht befindet, auch nicht sehr überlaufen.
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| Rechts der Hafen von Tjärö - in der linken Bucht liegt Ari. |
Es gibt eine Fährverbindung in das nahegelegene Karlshamn auf dem Festland. Einige Schweden scheinen auch Tagestouren zum Baden hierher zu machen, denn am Abend herrscht wieder völlige Ruhe. Ich beginne damit, die Filme und Fotos der letzten Tage auf den Laptop zu kopieren und dabei gleichzeitig eine Vorauswahl zu treffen. Beim letzten Sommertörn 2019 hatte ich nach drei Monaten rund 450 Gigabyte an Film- und Fotomaterial nach Hause gebracht. Zuviel! An Bord gibt es einen Mangel, der sich nicht abstellen lässt und das ist Bewegung. Natürlich gibt es beim Segeln anstrengende Phasen in denen man, besonders beim Einhandsegeln, sogar an die Grenzen der körperlichen Leistungsfähigkeit kommen kann. Doch das ist mehr wie ein Bodybuilding-Programm zu sehen. Du hast dich zwar ausgepowert aber nicht viel bewegt.
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| Blick Richtung Süden - Nach Hause sozusagen ... |
Daher freue ich mich auf einen Landgang. Eine Runde über Tjärö, die stellenweise fast etwas Alpines hat. Um an Land zu kommen (ich liege ja vor Anker), nutze ich mein Kajak. Dieses habe ich zuletzt so aufgerüstet, dass ich es am Ufer mit einer fünf Meter langen Stahldrahtschlinge sichern kann. Im Versicherungsdeutsch würde man sagen – Es ist zwar nicht sicher, aber „Gegen die bloße Wegnahme selbst gesichert“! Und das soll hier genügen. Das Übersetzen dauert dann auch keine Minute, ein Baum in Ufernähe zum Anschließen des Kajaks ist schnell gefunden, und schon kann es, bewaffnet mit Fotoapparat und Drohne, auch schon losgehen.
Am Nachmittag, zurück an Bord, gibt es Waffeln mit Nutella und Cointreau, dazu Kaffee. Weil das Kajak, am Heck von Ari angebunden, ohnehin noch im Wasser liegt, beschließe ich noch eine Runde mit dem Kajak zu drehen. Hier gibt es auch etliche Flachwasserbereiche, an die man mit Booten schlecht oder gar nicht heran kommt. Natur pur und meist flattert einem dann auch etwas vor die Linse.
Mit einem Spanischen Omelette und frischen Tomaten lasse ich den Tag langsam ausklingen. Morgen ist schlechtes Wetter angesagt. Ich werde noch mindestens einen weiteren Tag hier ankern. Zeit um endlich mal mit dem Bloggen zu beginnen.











Ach so schön - ein ira freut sich über die Bilder - die Drohne ist Hammer aber das letzte Bild übertopt es doch! Bin noch nicht weiter beim Lesen... Lg nach Frieholm - las Dich nicht unterkriegen!!
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