Sonntag, 18. Juli 2021

11.07.2021 Kalmar Tag 2

 Sonntag, 11. Juli

Wichtigster Grund meines Aufenthaltes in Kalmar ist, eine Externe GPS-Antenne zu finden. Aus dem Katalog des Bremer Bootsausrüsters SVB, habe ich mir schon ein passendes Model der Firma Raymarine ausgesucht. Kostenpunkt 275,- € zuzüglich Versand. Meine Hoffnung ist, diese Antenne oder wenigstens ein ähnliches Produkt hier vor Ort zu finden. Die externe GPS-Antenne soll dann in das Netzwerk der elektronischen Helferlein an Bord eingebunden werden und dem in dieser Beziehung schwächelnden Plotter die benötigten Satellitendaten liefern, so meine Idee. Dabei ist diese Antenne eigentlich ein GNSS-Empfänger. GNSS steht für global navigation satellite system. Das GNSS vereint alle gängigen Navigations-Satellitensysteme, nämlich

 

NAVSTAR, besser bekannt als GPS, Betreiber: USA

GLONASS, Russische Föderation

Galileo, Europäische Union

Beidou, China

 

Daher ist GNSS ein deutlicher Zugewinn an Sicherheit, da bei Ausfall, zum Beispiel von GPS, noch die anderen Navigations-Satellitensysteme zur Verfügung stehen. Des Weiteren erzielt GNSS höhere Messgenauigkeiten. Nach meinem Verständnis liegen diese aber nicht grundsätzlich, wie von einigen HandyApps beworben, im Zentimeterbereich, auch wenn dies technisch möglich ist. Diese Genauigkeit wird nur über GNSS-Zusatzdienste erreicht, die nicht pauschal zugänglich sind. Für unseren Einsatzzweck reichen Angaben mit der Genauigkeit weniger Meter völlig aus. Im Idealfall ist es ein GPS-Punkt mit einem Ungenauigkeits-Radius von drei Metern.

 

Der Bootsausrüster Baltic Shop ist nur wenige Hundert Meter entfernt und öffnet Montag, um 9:00 Uhr. Mir bleibt also noch viel Zeit für sonstige Beschäftigungen.

 

Ich erhalte eine eMail von Dockspot. Unter dem Titel:

Review your booking experience.

Dear Kathrine, Thank you for staying in Kalmar. We wish you … 

We really appreciate your booking with Dockspot

We would love to know how your stay was, and if there is something we can do to make it better for the next time.

 

Na das ist ja genau mein Stichwort und Zeit habe ich auch gerade. Eigentlich könnte ich das mit zwei Worten beantworten:

Depressing – im Sinne von deprimierend, erbärmlich, was den Dockspot Service angeht und

Everything – im Sinne von „einfach alles“, ebenfalls was den Dockspot Service angeht.

 

Doch wer mich kennt weiß, so einfach mache ich es Dockspot nicht. Alternativ hätte ich übrigens die von Dockspot favorisierte Option gehabt, einen Standard Fragebogen auszufüllen.

Ich beginne eine bitterböse Beschwerde auf Englisch zu formulieren, die ich per eMail an deren Zentrale in Groß Britannien sende. Es dauert keine zwei Stunden, da bekomme ich Antwort von deren Dependance in Schweden. Ausschweifende Entschuldigung mit dem Hinweis, man werde der Sache nachgehen und mich über den Vorgang informiert halten. Insgesamt schreiben wir uns im Verlauf von drei Tagen sieben eMails hin und her. Dann haben wir zumindest erreicht, dass uns ein bereits bezahlter Tag im Hafen im Wert von 347,- SEK (rund 35,- €) als Entschädigung angeboten wird. Ich stimme zu, wohlwissend, dass sich bezüglich meiner Kritik nichts ändern wird. Der Hafen hat aufgrund seiner (beschränkten) Möglichkeiten eine Art Sonderstatus. Das zu erklären würde hier zu weit führen.

 

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