Bis auf ein paar heftigeren Böen, nur sehr vereinzelt über 8 Bft, war er ab zwei Uhr in der Frühe schon wieder am Sterben. Begleitet von etwas Regen wurde der Wind immer schwächer. Bis in den späten Morgen tobten noch ein paar Nachzügler mit 5 Bft durch den Hafen, aber im Großen und Ganzen war es das schon. Glück gehabt.
Um uns in der Nacht nicht von den heftigen Geräuschen täuschen zu lassen, holte ich mir das Abbild des Plotters auf das Tablet und hatte so immer eine genaue Angabe der durchrauschenden Windstärken.
Wir warteten noch ein wenig ab und starteten nach einem langen Frühstück in den Tag. Dieser war, genau wie der gestrige, zwar nicht strahlend sonnig, aber schon wesentlich milder als die bisherigen.
Wir blieben heute noch in Rosendal. Die so nah scheinenden Wasserfälle gleich hinter dem Ort hatten unsere Neugier geweckt.
Vor dem Abmarsch versuchten wir noch, meine empfindlichen Rippen etwas zu stabilisieren. Zu guter Letzt trug ich unter der Kleidung eine Art Stützverband aus elastischer Mullbinde mit Salbengrundlage, alles fixiert mit einer Lage Gaffatape (dieses silberne Gewebeklebeband). So konnte ich etwas leichteren Fußes losmarschieren, ohne bei jeder unkontrollierten Bewegung vor Schmerz zusammenzuzucken. Zusammenzucken tut nämlich auch wieder weh ...
Mangels Ausschilderung stiefelten wir einfach Richtung Wasserfälle in die Landschaft.
Rosendal ist ein kleiner Ort mit ein paar Geschäften und öffentlichen Einrichtungen. Was auffällt ist der üppige Bewuchs, ob in den Gärten an den Häusern oder in freier Natur.
Weiter als im folgenden Bild kamen wir leider nicht an diesen Fall heran. Der Weg endete an einem Tor mit sehr deutlicher Kennzeichnung, das es sich dahinter um privates Gelände handelt. Schade, sehr schade:
Mal etwas gezoomt:
Aber allein der Weg durch den Ort und die Wildnis war den Aufwand wert.
Wir nutzen die Zeit für eine kleine Fotosafari:
Die Gegend gefiel uns. Da störte auch der ab und zu fallende Nieselregen nicht.

Den Rest des Tages verbrachen wir am Boot. Harry hatte noch ein wenig was zu basteln (die Beleuchtung des Motorraumes ist noch nicht komplett) und ich hatte meinen geplagten Körper etwas Ruhe zu gönnen.
Morgen wollen wir auf alle Fälle weiter - auch wenn hier einige sehr interessante Wanderungen auf die umliegenden Gipfel locken. Wir möchten uns noch etwas weiter nördlich im Hardangerfjord umsehen und - sofern es das Wetter erlaubt - mal eine Nacht ankern.













Gute Besserung mein Schwesterchen. Ich schiebe euch morgen mal die Wolken weg. Alles Gute für die Rücktour.
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