Montag, 19. Juni 2017

19.06.2017 Sommer am Meer / Anholt (DK)

Der Wind hielt heute, was die Vorhersage versprach - er war schwach. Gut, bleiben wir hier, auf Anholt, mitten im Kattegat.

Etwas angematscht vom gestrigen langen Tag schliefen wir uns richtig aus. Na ja, also ... Harry schlief sich richtig aus. Ich leide teilweise unter seniler Bettflucht, jage nachts klappernde Leinen und nehme dann schon mal den Fotoapparat mit an Deck. Hier eine Aufnahme von letzter Nacht, 1:45 Uhr.



Nach dem Frühstück verzog sich Harry nochmals in die Koje. Ich machte mich mit sommerlicher(!) Kleidung strandschick und eroberte den völlig leeren Strand direkt neben unserem Hafen. 18 °C auf Anholt fühlen sich nach einem Norwegenurlaub an wie 25 °C.



Soweit man sehen konnte, war er wirklich menschenleer. Also markierte ich mein Revier ...


... und lief den ganzen, auf dem oberen Foto sichtbaren, Strandteil ab und tobte mich ein wenig mit dem Fotoapparat aus.







Nach meiner Rückkehr gingen wir in Richtung des Ortes hinter dem Hafen und holten uns im "Mini-Markt" ein paar frische Zutaten für das Abendessen. So langsam leeren sich unsere Vorratsbunker. Wir haben hauptsächlich nur noch "Dauerwaren" an Bord. Und Nudeln gibt es nur an Segeltagen, sonst kommen sie uns noch zu den Ohren raus.

Zurück an Bord setzten wir uns mit einem Gin-Tonic auf unsere "üppige" Badeplattform und feierten diesen schönen Sommertag. Gut, das wir hier geblieben waren.


Ich verbrachte den Nachmittag hauptsächlich an Bord und genoss in Ruhe eines meiner Hörbücher - mal unter Deck, mal im Cockpit.

Harry schnappte sich den wasserdichten Fotoapparat und erkundete die Fauna des sehr sauberen Hafenbeckens. Hier seine Entdeckungen (Auszüge aus Filmmaterial). Diese Meeresbewohner sind recht gut in ihrer Tarnung:

Scholli, die Minischolle (ca. 3 cm groß)

 Grundel war mit ca. 4 cm schon etwas größer, aber auch nicht besser zu sehen ... 


Jacques, die Glasgarnele - mit ca. 5 cm der Rekordhalter

Krabbi Nr.1 war vielleicht (mit Beinen) 4cm groß

Krabbi Nr. 2 war wieder von der ganz kleinen Sorte - max. 3 cm groß

Abends wurde dann gekocht - profane Bratkartoffeln können ja sooo lecker sein. Gleich noch ein wenig Resteküche mit verarbeitet, Spiegelei drauf, Bier dazu, lecker!

Der morgige Tag startet wohl wettertechnisch etwas ruppig. Der Wind soll am Vormittag mit satten 6 Bft direkt auf die Hafeneinfahrt hämmern. Segeln kann man diese Windstärke schon, aber die Ausfahrt aus dem Hafen gegen Wind und Welle (rund 1,20 m ) kann unangenehm werden.
Wir schauen uns das morgen an und entscheiden, wann es weiter geht. Es sind nur noch 160 Seemeilen bis in den Heimathafen und wir haben noch fast eine ganze Woche ....


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