Frühstück, Boot und uns klarmachen und ab. Die Sonne tat gut und machte große Lust aufs Segeln.
Raus aus dem Sund stimmte der Kurs zum Wind und die Segel wurden gesetzt.
Leider kam er immer weiter achterlich (von hinten), so dass das Vorsegel im Windschatten des Großsegels Langeweile bekam und nicht mehr so richtig mitspielte.
Da half nur eins: das Vorsegel einrollen und das Gennaker setzen. Gesagt, getan. Ich bereitete die Leinen für das große Vorsegel an Deck vor und hing unter Deck, um das Segel in der vorderen Kajüte aufs Bett zu packen. Dort komme ich über das Luk im Vorschiff von außen gut ran und muss das Segel nicht über das ganze Deck zum Bug schleppen. Wir zogen das Segel im Bergeschlauch hoch und als alles saß, zog ich den Schlauch auf, um das Segel zu öffnen. Hier mal ein Beispielfoto:
Leider war das Segel in sich verdreht und sah dadurch aus wie eine Sanduhr. So nützte es natürlich nicht viel, außer zum Krach machen. Ich stiefelte nochmal noch vorn zum Bug und zog am Unterliek (der Unterkante des Segels), um es zum Entfalten zu bringen. Ein Schritt nach hinten, nochmal gezogen, noch ein Schritt ... und weg war ich. Ich Dussel hatte das Luk im Vordeck offen gelassen und hing nun schwer nach Luft ringend in eben diesem. Irgendwie zog ich mich wieder hoch, rang weiter lautstark um Luft und spürte heftige Blessuren am ganzen Körper. Die Rippen der rechten Seite schmerzten höllisch, ebenso Bein und Ellenbogen, die Nummer zwei und drei meiner Aufschlagstellen im Rahmen des Luk bzw. auf dem Deck waren.
Schon kam Harry nach vorn geeilt. Nachdem er sich erst um mich kümmerte, holte er später das (mittlerweile korrekt stehende) Segel ein. Was für ein Dilemma! Ich konnte mich nur noch unter Schmerzen bewegen. Wir änderten natürlich unseren ursprünglichen Plan, heute Abend vor Anker zu gehen. Solange wir nicht wussten, wie viel mir passiert ist, könnten wir uns Einsamkeit und Abgeschiedenheit nicht leisten. Neues Ziel, unter Motor, -> Leirvik, der erste Hafen im Hardangerfjord.
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| Da sitzt "es", angematscht und nicht gerade sehr mobil. |
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| Die Fähren sind hier äußerst sportlich unterwegs |
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| Na ... ob wir noch trocken in den Hafen kommen? Bis auf ein paar Tropfen ging es gut. |
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| Aha ... :-) ... ein Gebäude vor dem Sportboothafen |
Der Hafenbereich für Sportboote ist schön angelegt. Man liegt längsseits an Schwimmstegen, es gibt Wlan, Strom und Wasser inklusive und noch genügend freie Plätze.
Die Gegend ist schon ziemlich alpin, die Schären nicht mehr kahl, sondern üppig grün. Genau so hatten wir es uns vorgestellt - und freuen uns auf die nächsten Tage.











Mensch Katrin! Mach doch nicht SOO was!
AntwortenLöschenWie geht es Dir? Sind Rippen noch heil?
Haste Dich vom Schreck erholt?
Gute Besserung!
Wer auch immer hier anfragt: Dankeschön. Und ja, soweit wir einschätzen können ist alles ungebrochen. Die Prellungen hier und da sind heftig und unschön, aber können allein behandelt werden.
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