Sonntag, 11.08.2019
Stockholm, 10:46 Uhr. Der Himmel ist bedeckt, aber es regnet nicht mehr.
Wir legen ab, um uns nun für 4,5 Wochen in der Inselwelt der Alands und dem Archipel vor Turku herumzutreiben.
Die Fahrt geht wieder auf dem Hauptwasser der großen Pötte entlang, vorbei an Vaxholm und hinein in das Schärengebiet. Man freute sich wie wir über den ausbleibenden Regen ...
Besonders auffällig waren die Häuser nahe der Hauptstadt. Viele groß und verspielt oder groß und ultramodern. Aber irgendwie passten alle ins Bild. Hier ein Ausschnitt derer "mit dem Türmchen auf dem Türmchen":
Das hier war auch imposant, man fühlte sich eher ins Bergland versetzt, Harz oder Schwarzwald oder so ...
Um Vaxholm herum war wie immer viel Bewegung.
Zum Einstieg (damit wir nicht noch suchen müssen) fuhren wir direkt zu der Ankerbucht, wo Harry in der letzten Nacht vor der Einfahrt nach Stockholm ankerte. Lag er vor ein paar Tagen noch südlich der Insel (roter Punkt), so legten wir den Anker diesmal auf der Nordseite (rotes Dreieck) in den Seegrund:
Mit uns waren fünf oder sechs andere Boote da, alle über die ganze Bucht verteilt. Eines sah besonders schön aus:
Da steckt viel Liebe und vor allem sehr viel Arbeit drin.
Der Abend endete dramatisch, aber zum Glück nur am HImmel...
Montag, 12.08.2019
Der heutige Tag plätscherte angenehm vor sich hin. Wir genossen unser Frühstück unter Deck, denn Sonne sollten wir heute noch genug bekomment. Kurz vor halb elf Uhr holten wir die Anker auf und tuckerten gemütlich aus der Buch, bis alles auf- und weggeräumt war. Dann setzten wir die Segel und schipperten in teilweise sehr behäbigem Tempo gen Norden. EIGENTLICH hatten wir uns für heute eine Strecke von rund 30 sm vorgenommen. Aber da es mit unserem Treffen mit Karsten, einem Segelfreund, wohl nicht klappt, haben wir alle Zeit der Welt. Also segeln wir auch Schwachwindphasen aus und genossen zwischendurch das Tempo, wenn kräftigere Böen einflogen.
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| Wir hatten wieder viel Zeit zum Fotografieren. |
Wir wussten ja, dass wir uns auf der Schifffahrtslinie der "Großen" bewegen, aber wenn einem dann mal einer entgegenkommt, ist das schon sehr beeindruckend:
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| Die Fähre eilte noch schnell vorher durch - Fahrplan einhalten! |
Rund 6 Seemeilen vor unserem Ziel verhieß ein Blick über die Schulter nichts Gutes:
Was noch eine halbe Stunde früher wie eine harmlose Wolke in weiter Entfernung aussah, hatte sich sehr schnell zu einem imposanten Wolkengebilde mit viel Regen und Donner entwickelt.
Da uns sowieso gerade der Wind verließ, nahmen wir das Großsegel rein und starteten den Motor. Keine Minute zu früh. Als beide Anker lagen und alles aufgeräumt war, fielen die ersten Tropfen aufs Deck. Aber das war in Ordnung, wir hatten einen wunderschönen, entspannten und segelreichen Tag hinter uns und noch einen halben Nachmittag übrig.
Während draußen ein durchschnittliches Gewitter in etwas Entfernung vorbei"grummelte", lagen wir unter Deck und lauschten dem Klang der Matratzen. Urlaub halt ;.)
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| Unsere heutige Ankerbucht - wir sind da, wo das rote Dreieck den Standort anzeigt. |
Am Abend kam die Sonne wieder raus und trockene schnell nochmal das Boot, bevor sie dann unterging.
Morgen gehts wieder weiter. Wir sind noch unschlüssig, ob nur bis zum Ende des Schärengebiets oder gleich rüber in die Alands - das wird spontan entschieden, ganz entspannt.



















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