Sonntag, 28. Mai (Pfingsten)
Nach dem Frühstück ist heute eine Boots-Außenreinigung angesagt. Der anhaltende Westwind der letzten Tage hatte während unseres Västervik-Aufenthaltes reichlich Staub, Blütenpollen und -blätter an Deck geblasen. Wir gehen einmal grob mit dem Gartenschlauch über das Deck. Hier und da nochmal mit dem Lappen nachgewischt. Nicht perfekt, aber deutlich angenehmer.
Am frühen Vormittag ziehen dann dunkle Regenwolken auf. Ich schaue kurz in den Wetterbericht. Dort steht etwas von einer Regenwahrscheinlichkeit von 20%, in einer Stunde für den Rest des Tages auf 10% abnehmend. So ist es dann auch und keine 20 Minuten später steht schon wieder die Sonne am leicht bewölkten Himmel.
Um kurz nach 11:oo Uhr starten wir die Maschine und legen in Västervik ab. Schon nach einer Seemeile setzen wir die Genua (das große Vorsegel) und arbeiten uns gemächlich durch den verschlungenen Seeweg Richtung Außenschären. Der Wind ist heute sehr unstet und so pendelt die Windstärke immer so zwischen 10 kn (3 Bft) und 22 kn (6 Bft). In Spitzen sind es dann auch schon mal 25 kn. Unberechenbar. Wir lassen daher die Segelfläche klein und genießen, wenn es mal nur 3 Bft sind, die Langsamkeit.
Wir haben es nicht allzu weit. Unser Tagesziel, die Ankerbucht Båtsviken, liegt nur knapp 17 sm (gut 31 km) entfernt.
Von Västervik aus geht es kreuz und quer durch die Schärenwelt Richtung NordNordOst ...
Nach gut drei Stunden Segeln sind wir dann auch schon da und werfen den Anker, der auf Anhieb sitzt. Das ist auch gut so, denn immer wieder gehen starke Böen durch die Bucht und zerren unglaublich an Anker und Kette.
Nach einer Stunde bekommen wir Gesellschaft, als eine italienische Segelyacht einläuft. Hier in der Ostsee schon etwas außergewöhnlich. Wir sitzen derweil bei Kaffee und Kuchen und genießen ...
Das ist unsere Buch auf der Navionics Seekarte (https://webapp.navionics.com/#boating@13&key=kwm%60JorneB). Unser Boot ist hier nicht Maßstabsgerecht abgebildet, denn die Bucht ist zwischen 100 m und 150 m breit.
Für Katrin gibt´s eine Runde in der Hängematte. Die Böen sind zwischendurch so stark, dass wir die Matte dann ganz schnell wieder abbauen, denn es wird im Wind mal wieder richtig eisig. Spaß hatten wir trotzdem.
Spontan entscheiden wir: "Heute Abend wird gegrillt", denn wir sind vorbereitet. Währenddessen lässt auch der Wind nach. Das praktische am Ankern: Der Bug befindet sich immer mehr oder weniger im Wind, so dass wir hinter der Sprayhood im Windschatten sitzen.
Kurz nach 20:oo Uhr verschwindet die Sonne langsam hinter dem Hügel im Westen. Bis sie untergeht, wird es hier aber noch mehr als anderthalb Stunden dauern.
... und das der heutige Sonnenuntergang ...
Morgen bleiben wir noch einen Tag in dieser Bucht. Ein paar passende Aktivitäten haben wir schon im Hinterkopf.
Bleibt uns gewogen und weiterhin neugierig.
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| Harry & Katrin |














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