Mittwoch, 17. Mai
Sagte ich gestern Abend noch: "Der Wind drängt uns bereits morgen früh weiter zu segeln", war heute morgen schon wieder alles überholt. Um 6:30 klingelte unser Wecker. Um 8:00 sollte es Richtung Nord losgehen. Sandvik auf Øland war unser Ziel.
Ein obligatorischer Blick in den Seewetterbericht ließ uns dann nachdenklich werden. Die vorhergesagten Winde hatten deutlich an Stärke zugenommen. An unserem Zielort hätten wir mit Böen von bis zu 32 Knoten (knapp unter 8 Bft.) beim Anlegen an der Mooringboje im Hafen von Sandvik rechnen müssen.
Hier ein Screenshot vom Seewetterbericht, heute morgen 7:00 Uhr. Wir sehen Nordeuropa im Überblick. Die brauen Flächen zeigen Winde von um die 7 Bft., in den rot-lila-farbenen Gebieten herrscht Sturm.
Wir entscheiden uns, noch einen Tag in Kalmar zu bleiben und morgen voraussichtlich bei viel zu wenig Wind nach Norden motoren zu müssen.
Spaziert man vom Hafen Richtung Kalmar Slott, so kommt man in einer Grünanlage an diesem Gedenk-Kunstwerk für die Kalmar Nyckel vorbei.
Die Kalmar Nyckel war ein 1625 in Holland gebautes, bewaffnetes Handelsschiff, das hauptsächlich schwedische Siedler in die „Neue Welt“ brachte.
Bevor wir das Schloß erreichen, durchquert man zunächst noch eine Parkanlage, die Jahr für Jahr ihresgleichen sucht. Aber seht selbst ...
Diesjahr liegt der Schwerpunkt bei Tulpen und Narzissen.
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| Eine Schachblume |
Weiter geht´s ins Schloß, bzw. desssen unmittelbaren Außenbereich ...
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| In der Mitte ein alter Wasserturm (Kalmar Vattentorn). |
Vom Schloß aus hat man dann einen tollen Ausblick über den gesamten südlichen Kalmarsund, den wir gestern hinauf gesegelt sind. Am linken Teil des Horizonts kann man bereits die Insel Øland erkennen.
Doch der Himmel zieht schon wieder zu und kurze Zeit später regnet es. Wir sehen zu, dass wir ins trockene Boot kommen.
Auf unserem Rückweg treffen wir an einem Bahnübergang noch auf diesen schönen und bunten schwedischen Zug ...
Während ich diesen Blog schreibe, wird unser Boot hier im Hafen gerade von Starkwindböen hin und her geschaukelt, die Festmacher knarren wie auf einem alten Großsegler und zeitweise prasselt der Regen gegen die Fenster. Dann ist plötzlich wieder die Sonne da. Gut das wir nicht losgesegelt sind.
Falls wir heute Abend bei besserem Wetter noch eine Runde durch Kalmar drehen sollten, gibt es hier vielleicht noch eine Fortführung.
Und die gibt es - zumindest eine kleine ...
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Heute zu Gast im Hafen, die "General Zaruski", eine polnische Gaffelketch mit einer Rumpflänge von gut 25 Metern. Gebaut 1939 in Ekenes, Schweden.
Morgen geht es aller Voraussicht nach weiter nach Norden. Das Ziel bleibt Sandvik auf Øland.
Bleibt gespannt. Bis morgen.
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| Euer Harry |






















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