Samstag, 13. Mai
In der letzten Nacht hatten wir eine Tiefsttemperatur von 3°C. Auf die Dieselheizung hatten wir die letzten Nächte verzichtet. So auch letzte Nacht. Irgendwann wache in in den frühen Morgenstunden durchgefrohren auf und greife mir eine dritte Bettdecke. Zwei Paar Socken, lange Unterhosen, T-Shirt und darüber eine Fleecejacke, habe ich bereits an. Jetzt geht´s, denke ich mir und schlafe wieder ein.
Gefrühstückt wird wieder draußen im Cockpit unter unserem Sonnenschutz. Heute weht trotz der kalten Nacht mal kein eisiger Wind. Im Gegenteil, es ist angenehm warm.
Wir haben uns vorgenommen noch einen Tag hier zu bleiben, um den südlichen Teil von Tjärö zu erkunden.
In unserer Ankerbucht im Westen der Insel setzen wir zunächst wieder per Kajak bzw. SUP an Land über. Diesmal gut 250 m in den südlichen Teil der Bucht.
Auf verschlungenen Wegen geht es kreuz und quer über die Südinsel, aber seht selbst ...
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| Fasan (Phasianus colchicus) |
Der erste Fasan, den ich auf freier Wildbahn sehe.
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| Eine Flechte (wirkt nur auf großem Bildschirm) |

| Am Horizont verlieren sich Himmel und Meer |
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| Pyramiden-Günsel (Ajuga pyramidalis) |
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| Auf dem Rückweg ... |
Ach ja, und dann war da gestern noch das Problem mit dem Diesel. Zunächst hatten wir heute den Motor laufen lassen, um zu sehen, ob irgendwo im Verlauf der Dieselzuleitung bzw. -rückführung Kraftstoff austritt. Das war nicht der Fall, was bestätigt, das unsere erste Annahme zutrifft.
Das ist die Vorderseite unseres Steuerbord Dieseltanks. An der Vorderkante befinden sich vier Abgänge für
- die Dieselzuleitung zum Motor
- die Dieselrückführung vom Motor
- die Dieselheizung
- ein Reserveabgang
Alle Abgänge sind einfache Gummistopfen durch die die jeweiligen Versorgungsschläuche geführt werden. Bei vollem Tank, das fiel mir bereits in der Vergangenheit auf, "schwitzen" die Gummis, so dass ein Hauch von Diesel austreten kann.
Einer der Gummistopfen hatte sich nun geringfügig aus dem Tank hochgedrückt. Möglicherweise die Ursache für das Austreten größerer Dieselmengen, sobald das Boot Lage schiebt (krängt). Wenn das so ist, wäre das ein grober Konstruktionsfehler von Bavaria.
Im Augenblick bleibt uns nichts weiter übrig als die Sache zu beobachten. Selbst neue Gummistopfen, sofern diese überhaupt verfügbar sein sollten, beseitigen eine grundsätzlich fehlerhafte Konstruktion nicht. Im Augenblick schwimmen geschätzte 10 Liter Diesel unterhalb des Motors und laufen bei Bedarf, also bei Schräglage des Bootes, in die einzelnen Bilgenräume unterhalb des Fußbodens.
Eine Reinigung scheint im Augenblick sinnlos, da wir damit rechnen müssen, dass während des Segelns weiterer Diesel austritt. Also eine neue Aufgabe für´s Winterlager.










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