Mittwoch, 24. Mai
Västervik ist eine Stadt in der schwedischen Provinz Kalmar und der historischen Provinz Småland. Sie trägt den Beinamen „Perle der Ostküste“, wegen des direkt an der Küste angrenzenden, riesigen Schärengartens. Sie ist im Sommer der Touristenmagnet der Region. Västervik hat gut 21.000 Einwohner.
Nachdem ich mich gestern überwiegend um etliche Erledigungen, wie zum Beispiel das Wäschewaschen und die BootsInnenreinigung gekümmert habe, ist heute, so habe ich das beschlossen, wieder Urlaub angesagt. Ich greife mir bereits kurz nach acht Uhr morgens den Fotoapparat und ziehe los. Schwerpunkt soll die Architektur der Innenstadt sein. Los geht´s.
Die Steganlage mit den Anlegern der Slottsholmen Marina. Links hinten die Stegeholms Slottsruin, eine mittelalterlichen Burgruine. Die Burg wurde um 1370 im Auftrag von Albrecht II. Herzog zu Mecklenburg gebaut, um die Einfahrt in die Bucht und damit den Wasserweg zum alten Västervik, der heutigen Ortschaft Gamleby am Ende der Bucht zu sichern.
Wir befinden uns hier genaugenommen auf einer Insel namens Stegeholm. Folgt man der Promenade der Slottsholmen Marina wenige Meter, so steht man an einer Klappbrücke, die über den Stegeholmskanal führt.
Der Kanal hat eine Länge von nur 75 m, ist nur wenige Meter breit und bietet Schiffen oder besser gesagt Booten eine Durchfahrtshöhe von 1,8 m (bei geschlossener Brücke).
Direkt dahinter, neben dem Badehaus, befinden sich diese drei übergroßen Klappstühle mit einer geschätzten Höhe von 2,3 m.
Über die Brücke eines Seitenkanals gelangt man dann ins Stadtzentrum bzw. zum Stadthafen.
Geradezu laufe ich in die Strömsgatan. Dort treffe ich nach wenigen hundert Metern auf typisch schwedische Architektur.
An der Båtmansstugorna, einer Querstraße, biegen wir rechts ab und finden diese Bootsmannshäuser.
Die Gasse liegt in dem Teil der Stadt, den man alter Osten nennt, das Quartier oberhalb des Hafens. In der Båtmansstugorna stehen acht getäfelte Bootmannshütten im Einzelhausstil. Diese wurden in den 1740er Jahren gebaut als Wohnungen für Bootsmänner mit Familien, als Västervik die Verpflichtung hatte, diese auf Kosten der Krone auszurüsten.
Früher müssen die Menschen ohne Zweifel deutlich kleiner gewesen sein.
Die Sankt Petri Kirche unweit des Bahnhofs. Diese Kirche wurde erst 1903-1905 errichtet.
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| Historische Wasserpumpe |
Wir sind wieder zurück im Stadthafen wo sich gerade die Klappbrücke öffnet. Links der Brücke die Insel Slottsholmen bzw. Stegeholmen mit der Marina.
Im Stadthafen mit Blick auf die Stegeholms Slottsruin (im Hintergrund). Auffällig ist die hohe Anzahl an Sitzbänken. Es müssen alleine im Zentrum über 100 Stück sein. In direkter Nähe gibt es immer einen großen, recht hübsch verkleideten Mülleimer und natürlich die schwedentypischen Blümenkübel und -beete. Nirgendwo liegt auch nur ein Krümel Unrat auf dem Boden.
Vielleicht sollten wir mal die zuständigen Mitarbeiter der Berliner Verwaltung hier in die Lehre schicken.























Das war ein sehr schöner Stadtrundgang ! Da muss ich nochmal hin ! Lieben Gruß von Christine
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