Dienstag, 14. September 2021

14.09.2021 RØNNE auf Bornholm

 Dienstag, 14. September


Mit Muskelkater und Kopfschmerzen stehen wir beide heute morgen auf.  Nachwehen unseres gestrigen Törns. Ich hatte 12 Stunden am Stück geschlafen und fühle mich ansonsten den Umständen entsprechend fit.  Wir frühstücken gemütlich und lassen den Tag in Ruhe angehen. Am späten Vormittag starten wir zu einem kleinen Stadtbummel. Zunächst ist der Himmel bedeckt. Später bekommen wir noch Sonnenschein bei 18°C, so dass wir im Hemd bzw. Bluse unterwegs sein können.

Blick vom Yachthafen auf Rønne
 

Rønne (ausgesprochen: Rönne) ist die größte Stadt auf der dänischen Insel Bornholm und hat rund 14.000 Einwohner. Der Hafen ist der größte auf Bornholm und die Fähren verbinden Rønne mit den wichtigen Hafenstädten des Ostseeraums. Rønne ist wahrscheinlich im 13. Jahrhundert entstanden und wird erstmalig im Jahr 1277 erwähnt. Die Stadt verfügt über eine größere Anzahl gut erhaltener Fachwerkhäuser. Dazwischen befinden sich oft Häuser aus Ziegelsteinen. Zeugen des Zweiten Weltkrieges, denn die Russen hatten hier in den letzten Kriegstagen im Mai 1945 noch etliche Bomben auf die Stadt abgeworfen.


Der Yachthafen selbst ist voll. Wir hatten Glück, gestern Abend noch einen Liegeplatz zu bekommen. Im Augenblick liegen hier viele deutsche Charteryachten. Vermutlich warten die Crews auf den morgigen Ostwind, um zurück nach Deutschland zu kommen.


Der ganze Yachthafen ist recht ausgedehnt und besteht aus mehreren Hafenbecken. Viele Bereiche sind aber aufgrund ihrer geringen oder auch unbekannten Wassertiefe eher für Motorboote und -yachten geeignet.

Doch jetzt geht es in die Stadt ...





Wir entdecken ein Ladengeschäft mit dänischem Softeis. Entgegen der deutschen Variante wird hier anscheinend weniger Druckluft unter das Milcheisgemisch gepumpt, denn es schmilzt nicht so schnell dahin, wie bei uns zu Hause und es ist insgesamt fester in seiner Konsistenz. Außerdem wird das Softeis, anders als bei uns, in Schweden und Dänemark immer mit leckerem Überzug angeboten, der entweder aus Streuseln unterschiedlichster Art oder auch Saucen bestehen kann. Zu dem Vanille Softeis hatte Katrin heute Lackritz-Streusel und -sauce   -  ich hatte mich für Nugat, das als Sauce aufgetragen wird und dann durch die Kälte zu einer Glasur festfriert, entschieden.








Aus der leicht erhöht liegenden Altstadt hat man an einigen Stellen auch einen guten Blick auf die Küste und den Hafen.




Gut 100 km links hinten liegt Rügen







Ja, und dann sind wir auch schon wieder zurück in Hafennähe. Im Hintergrund kann man hier bereits die Gebäude der Landungsbrücken des Fährhafens erahnen. Hier waren wir mal vor ein paar Jahren gelandet, als wir vom schwedischen Ystadt aus, mit der Schnellfähre, die hier mit 40 Knoten (74 km/h) rüberbraust, eine Tagestour gemacht.


Bevor wir zurück zum Boot gehen, versorgen wir uns im hiesigen Coop noch mit ein paar Kuchenteilchen. Die Kardamom Knut heißen hier nur anders, sehen aber genauso aus. Doch die sind für morgen.

Für Katrin gibt es heute Nachmittag zum Mokka dieses ... ??? ... Eclair, gefüllt mir Vanillecreme und Sahne. Die Verzierung besteht aus in Kakao gebadetem Marzipan. Ich essen die Vanilleteilchen, die wir in Verzweifelung bei  Hemköp  in Karlskrona gekauft hatten und veredele diese mit einem Nutella-Überzug und ein paar Tröpfchen Cointreau.


Morgen wird es wieder ganz früh losgehen, denn wir haben erneut so um die 75 Seemeilen vor uns, bis wir irgendwo in Rügen bzw. dem Greifswalder Bodden ankommen. Nach Hause in unseren Hafen wollen wir noch nicht. Nicht vor dem Wochenende.


Bleibt uns gewogen und weiterhin neugierig. Danke für´s Anschauen und Lesen.

Harald & Katrin

 

Ergänzung für die Erweiterung der Geografiekenntnisse








Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen