Sonntag, 05. September
Um acht Uhr weckt uns die Sonne, die am wolkenfreien, blauen Himmel durch unser Luk der Bugkajüte scheint. Wir machen uns einen Kaffee, schnappen uns zwei Sitzkissen, und setzen uns ins sonnige Cockpit. Wir messen 8°C im Schatten und der Wind kommt direkt aus Westen, so dass wir hinter der Sprayhood im Windschatten sind. Hier kann man es tatsächlich ganz gut im T-Shirt aushalten.
Laut Wetterbericht hatten wir hier heute Nacht eine Minimaltemperatur von 2°C. Das Meerwasser hat derzeit 15°C.
Während am Vormittag noch die letzen zwei Wäschen in der Laundry Purzelbäume schlagen, machen wir einen kleinen Spaziergang durch Figeholm. Weiter geht nicht, denn ich habe Knieprobleme seit meinem letzten Lauf hier in Figeholm Ende Juli. Daher haben wir uns auch entschieden, gemeinsam nach Neuhof zurück zu segeln, wo wir spätestens am 18. September ankommen müssen, weil dann Katrins Urlaub endet. Zeitlich kein Problem, denn wir könnten bei gutem Wind von hier aus in rund 36 Stunden Fahrt "Zuhause" sein.
Doch noch haben wir zwei Wochen Urlaub vor uns und heute machen wir eine Kajaktour. Es geht wieder in das südlich von Figeholm gelegene Flachwassergebiet.
Nach weniger als zwei Kilometer Paddeln kommt man durch verschiedene Wasserarme in diverse kleine und größere Buchten. Dort ist man umgeben von Schilf und Granitfelsen. Nichts als die pure Natur.
Wir lassen uns im wahrsten Sinne des Wortes treiben ...
Eine kleine Stärkung zwischendurch darf natürlich nicht fehlen.
Nachdem dann auch noch der Elektrolyt-Haushalt mit alkoholfreiem Bier geregelt ist, geht es langsam wieder zurück in unseren Hafen.
Nach einem so harten Nachmittag muss einfach etwas Solides auf den Tisch. Wir entscheiden uns, zu grillen. Zwei große Grills stehen direkt vor unserem Boot. Selbst für Zubehör hat der Hafen gesorgt. Grillzange, Grillgabel, Grillwender, Drahtbürste zum Säubern und Grillroste für Fleisch und für Fisch.
Kohle und Grillanzünder haben wir noch, genauso wie Flanksteak, Kartoffeln und Salat. Die Kartoffeln kocht Katrin kurz vor, während ich schon mal Feuer mache. Die Kartoffen kommen dann in Alufolie und direkt in die Glut der Holzhohle. Dort lassen wir sie garen, bis die Schale schwarz verkrustet. Erst dann entsteht innen das besondere Aroma einer echten Grillkartoffel. Dazu Butter bzw. Frischkäse und Salz. Ein Gedicht - genauso wie das Flanksteak, das wir uns aus Visby mitgebracht haben.
| Wir sind hier! |
... und morgen geht es voraussichtlich nach Sandvik auf Öland, wo wir uns die Fossilien am Strand anschauen werden ...






















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