Samstag, 4. September 2021

04.09.2021 Von BYXELKROK, Öland nach FIGEHOLM, Festland

 Samstag, 04. September

Es war eine ruhige Nacht im Hafen und so stehen wir gut ausgeschlafen auf. Kurz nach acht ein erster Kaffee im sonnigen Cockpit bei 14°C.

Der gut ausgebaute und augenscheinlich neu erweiterte Hafen Byxelkrok  wirkt wie ausgestorben und die Segelsaison seit einer Weile beendet. Hier passiert gerade gar nichts; daher ist es völlig still und das ist gut.

Wir haben es nicht eilig, denn unser heutiges Ziel Figeholm liegt nur gut 15 Seemeilen entfernt an der Festlandsküste von Schweden und der Wind soll im Laufe des Vormittags noch leicht in für uns günstiger Richtung auf Norden drehen.

Gegen halbelf verlassen wir den Hafen und eine halbe Stunde später sind bereits die ersten drei Seemeilen geschafft. Im Cockpit messen wir 16°C im Schatten, doch der Wind ist scheinbar eisig und so geht es nicht ohne mehrlagige Segelkleidung, zumindest am Steuer. Hinter der windgeschützten Sprayhood ist in der Sonne T-Shirt-Wetter.

 


 

Ich mache mir ein paar Notizen für den nächsten Post.

Schon beim Verlassen des Hafens konnte man am Horizont die Küste des Festlands erkennen. Jetzt passieren wir gerade die  Blå Jungfru  auf ihrer Nordseite in rund sechs Seemeilen Abstand.


 

Heute ist das richtige Wetter zum Genußsegeln. Wir fahren einen Kurs von 267 Grad (also fast genau nach Westen) während der NordNordWest-Wind aus ca. 60 Grad kommt (also ein leichter AmWindKurs). Dabei reichen uns die rund 7,5 Knoten Wind für annähernd 7 Knoten Fahrt. 


 

Und während ich hier unter Deck gerade am diesem neuen Post schreibe, segelt Katrin heute mal alleine. Das heißt, Katrin trimmt gefühlt alle zwei Minuten die Segel nach und fummelt und macht und tut. Wie ich gerade höre, sind hier irgendwo zwei andere Segelyachten und Katrin hat seit einer Weile wohl schon die Regatta eröffnet.

Wenig später werde ich ins Cockpit gerufen. Wir sind schon kurz vor dem Ziel. Jetzt sind noch ein paar Untiefen zu passieren bevor wir die Segel einholen. Um 12:30 starte ich den Diesel, denn die letzten dreieinhalb Seemeilen nach Figeholm geht es durch teile enge Fahrwasser. Die wollen wir lieber per Motor hinter uns bringen.

40 Minuten später liegen wir bereits fest an der Mooring in Figeholm. Der Hafen ist inzwischen überwiegend leer. 

 


Die Sonne scheint bei inzwischen 17°C und das erste mal seit rund vier Wochen ist es wieder Zeit für kurze Hosen. Statt eines Anlegebieres gibt es Mokka und KardamomKnut. Dabei haben wir diesen Ausblick ...





Im Kühlschank haben wir noch ein paar Flanksteaks und noch einen guten halben Beutel Holzhohle vom letzten Besuch in Figeholm. Zwei große Grills haben wir direkt vor dem Boot. Vielleicht gibt es hier ja dieser Tage noch einen Grillabend für zwei.

 


 

Wir sind hier.

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