Sonntag, 12. September 2021

12.09.2021 Von SANDHAMN nach KARLSKRONA

 Sonntag, 12. September 


Um sechs Uhr klingelt unser Wecker, denn wir wollen früh los. Katrin´s Geburtstag muss noch bis heute Nachmittag warten. Draußen ist es zwar nicht mehr nebelig aber noch grau. Dicke Wolken verdecken die Sonne und es soll auf jeden Fall noch regnen. 

Kurz nach 06:00  -  Blick aus der Pantry (Schiffsküche)
 

Gegen halbacht starte ich die Maschine und schon wenige Minuten später können wir kurz vor dem Hafen die Segel setzen. Wir machen gute Fahrt, aber der Wind kommt, wie auch gestern, aus südwest. 




Zwei Drittel unserer heutigen Strecke wird es daher wieder ein "hart AmWind gebolze" bis wir für die letzten Meilen in das Fahrwasser nach Karlskrona einbiegen werden. Doch noch sind wir mittendrin.

Nach halber Strecke fängt es an aufzuklaren und die Sonne kommt heraus, als wir nach unserer Wende schon eine Weile nach Westen segeln.


Eine Stena Line Fähre kommt uns entgegen und verschwindet wenig später im nebelartigen Dunst hinter uns.


Diese Segelyacht kämpft sich ebenfalls durch die jetzt deutlich zunehmende See Richtung Osten. Etwa zur selben Zeit  -  nur ein anderer Blickwinkel (unten: Richtung Westen)  -  hier sieht es deutlich freundlicher aus.



Im Fahrwasser nach Karlskrona (Richtung Norden) haben wir dann achterlichen Wind und die See nimmt langsam ab, während die Böen noch einmal auf 22 Knoten (6 Bft) zulegen.

Bei der Einfahrt Richtung Karlskrona passiert man seeseitig zunächt die vorgelagerten Inseln. Ende des 17. Jahrhunderts wurden dort Befestigungsanlagen errichtet, um die Stadt zu verteidigen. 


Die mächtigsten Bollwerke befinden sich links und rechts der Hauptzufahrt. Drottningskärs Kastell auf Aspö und Kungsholms Fort auf Tjurkö.

Drottningskärs Kastell

Hinter dieser Verteidigungslinie erwarteten damals etwaige Angreifer weitere Wehrtürme, bis sie die Stadt Karlskrona erreichten ...



Kurz vor unserem Gästehafen sind wir dann überrascht, das der Kai, an dem sonst nur Fähren und die Küstenwache liegen, von der Marine belegt ist. Augenscheinlich findet hier gerade ein EU-weites Marinetreffen oder eine Truppenübung statt, denn wir sehen die Flaggen der unterschiedlichsten Nationalitäten.


Der Yachthafen ist fast leer und so können wir unter den freien Liegeplätzen wählen. Es ist noch nicht einmal 12:00.



Wir sind etwas erschossen vom heutigen Törn, nehmen erstmal eine heiße Dusche im Boot und dann haben wir endlich Zeit für Katrin´s Geburtstag.  HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH !


Danach geht es auf zu einer kleinen Runde durch die Stadt. Es ist bereits unser zweiter Besuch in Karlskrona. Das erste Mal waren wir noch mit unserer Mariner hier. Daher bleibt heute die große Fototour aus.


Am Abend gehen wir noch essen. Morgen müssen wir entgegen der urprünglichen Planung schon wieder weiter. Die Wetterprognose für die nächsten Tage hat sich komplett geändert.


Hier noch unser heutiger Track über 29,8 Seemeilen ...










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