Samstag, 11. September
Können elfte September denn nichts Positives haben? Der Wind weht mal wieder von dort, wo wir hin wollen - genau von dort! Außerdem haben wir Seenebel. Wir suchen noch nach Ziel-Alternativen, aber alle anderen Häfen, die irgendwie zu unserem Rückweg passen könnten, sind weiter weg und allesamt, bei dem vorherrschenden Wind, schlecht erreichbar. Wir bleiben als Tagesziel bei dem nur rund 15 Seemeilen entfernten Sandhamn. Kurz nach neun, viel früher als geplant, starten wir den Motor, lösen die Leinen und verlassen Kristianopel. Schön war es hier.
Schon wenige Minuten später können wir die Segel setzen - immerhin. Mal wieder geht es im harten AmWindKurs Richtung Süden, doch mehr als durchschnittlich 180° sind bei dem Südwest nicht drin.
Unsere Sichtweite, beim verlassen des Hafens noch ungefähr eine halbe Seemeile, wird immer schlechter. Phasenweise können wir zwar die Sonne hinter dem Grau des Himmels erahnen, doch Sekunden später ist sie schon wieder weg.
Wir erfreuen uns an den Lichtspiegelungen, die zeitweise und ganz kurz auf der Wasseroberfläche entstehen.
Ich habe einen neuen Planeten entdeckt - ach, nein, es ist die Sonne.
Damit ist die heutige Fahrt dann eigentlich auch schon beschrieben. Wir kreuzen rund 18 Seemeilen weit nach Südosten, um dann nach der Wende direkt auf den Hafen Sandhamn zusegeln zu können. Nach fünf Stunden und 28 Seemeilen im Kielwasser liegen wir längsseits an einem der Kais von Sandhamn.
Schön ist anders, aber für eine Nacht wird es gehen.
Und dann entdecken wir bei unserem Spaziergang doch noch eine kleine Schönheit ...
Am frühen Abend schafft die Sonne es dann doch noch, sich gegen den Nebel durchzusetzen und es wird fast klar. Dann noch den passenden Fotoausschnitt gewählt und schon sieht das ganze akzeptabel aus. Doch morgen ist Katrins Geburtstag und danach kommen zwei Tage Flaute. Daher werden wir noch einmal ein paar Seemeilen weit unter Segeln umziehen. Bleibt gespannt.









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