19. September
Seit gestern habe ich Verstärkung an Bord. Gerd ist nach 17 Stunden Fahrt von Berlin mit dem Flixbus in Nyköping angekommen. Heute nun, wollen wir den ersten Schlag zusammen angehen. Doch wir verquatschen uns erst beim Kaffee und dann beim späteren Frühstück, so dass es zum Schluss schon 13:20 ist, als wir endlich nach dem Wasserbunkern ablegen. Es reicht aufgrund des Windes nicht ganz für ein Ablegemanöver unter Segel. Wir schummeln ein wenig, ziehen uns mit dem Rückwartsgang wenige Meter vom Kai weg, schalten den Motor gleich wieder aus, heißen die Genua und schon geht es unter Vorsegel die ersten 5 Seemeilen durch den engen Fahrweg von Nyköping.Mit zunächst 3 Beaufort und heiterem Wetter hatten wir die richtigen Bedingungen zum gemeinsamen Einsegeln und Gerd um das Boot ein wenig kennen zu lernen.
Wir waren mit ordentlich Verpflegung gestartet, aber ein frischer Fisch zum Abendbrot wäre auch nicht zu verachten. Gesagt, getan, schnappte sich Gerd die Angel. Mit unter 5 Knoten Fahrt sollte ein Fang zumindest theoretisch möglich sein. Und dann passierte es. Gerade waren wir während eines Segelmanövers beide eingespannt und nach vorne orientiert, da biss ein anderthalb Meter Hering und riss die provisorisch am Heck befestigte Angel über Bord und in die Tiefe. Ja, okay, bis auf den Hering ist alles wahr. Zum Glück war es nur Katrins Zweitangel. Tut uns leid!
Bis auf unser Malheur war es ein unspektakulärer, aber schöner Segeltag. Nach gut 4 Stunden und 20 gesegelten Seemeilen ging es in unsere heutige Ankerbucht der Schäreninsel Lunda.
Zum Abendbrot hatten wir selbst gekaufte Räucherforelle, Kartoffelsalat a la Gerd und jeder ein halbes Bier. Ein perfekter erster Tag.






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