Wir starten unsere Flucht aus dem Hafen von Nynäshamn Punkt 10.30 Uhr.
Die Wassertanks, die Batterien und das Lebensmittellager sind wieder voll, mehr brauchten wir nicht.
Am äußeren Steg ist uns schon von weitem eine ungewöhnliche Menschenmenge aufgefallen. Als wir auf unserem Weg aus dem Hafen daran vorbeifuhren, sahen wir den Grund - hier lief eine Modellboot-Segelregatta. Die kleinen Boote hatten einen ordentlichen Zahn drauf:
Der Fährverkehr rund um Nynäshamn ist zeitweise sehr rege. Diese Fähre ist nach Gotland unterwegs:
Unsere heutige Ankerbuch Sandvik war "nur mal kurz um die Ecke", nach knapp zwei Stunden hatten wir die neun Seemeilen unter Motor hinter uns gebracht. Eine tiefe Bucht, die uns bestens vor dem aufkommenden Nordostwind und -wellen schützte. Bevor das Wetter so richtig oll wurde, ließen wir noch schnell die Drohne steigen.
Hier das Buchtende vor unserem Bug...
... die Buchten daneben ...
... und Ari mittendrin:
Das Wasser ist so klar, dass man bei rund 3,50 m Wassertiefe gut den Grund erkennen konnte.
Den Rest des Tages verbrachten wir unter Deck, denn Wind und Regen tobten sich bis in die Nacht hinein aus.
09. September
Ein erster Rundum-Blick im Cockpit ...
... zeigte uns eine surreale Welt. Da sich in der Nacht die Luft stärker abkühlte als das Wasser, stand am Morgen Seenebel auf dem Wasser. Wir kamen aus dem Fotografieren und Filmen gar nicht mehr raus ...
Zehn Uhr holten wir die Anker aus dem klaren Wasser ...
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| Man kann in 3,50 m Tiefe sogar noch die Ankerbezeichnung "Delta" erkennen |
... und machten uns auf den Weg zur nächsten Bucht, weiter gen Südwesten.
Wir fuhren durch diese stille Traumlandschaft und mussten uns vor lauter Staunen zwingen, auch an unsere Sicherheit zu denken. Die Sicht betrug teilweise nur 200 m, also alle Navigationslichter an und gut Ausschau halten:
Es war schon schwer, alle notwendigen Navigationszeichen zu erkennen. Hier zum Beispiel eine grüne Spiere (Fahrwassermarkierung) und ein kleiner Leuchtturm ohne Foto-Bearbeitung - so "gut" waren sie zu sehen.
Zum Glück riss der Nebel nach drei Stunden Fahrt auf und auch das sah wunderschön aus:
Ein paar Kormorane waren von diesem Naturschauspiel wohl auch so gefesselt, dass sie unser Kommen nicht rechtzeitig mitbekamen und erst kurz vor dem Bug der Ari Reißaus nahmen.
Unsere heutige Ankerbucht ist Teil einer verzweigten Bucht mit mehreren kleinen Inseln:
Nach dreieinhalb Stunden waren die knapp 22 Seemeilen weg"motort", gerade mal 1,5 Seemeilen durften wir Segeln, dann war das bisschen Wind wieder weg.
Diese Gegend hier ist sehr schön - für mich ein schöner Abschluss meines Urlaubes. Danach wird es nur noch in zwei Häfen gehen, dann ist schon Abschied von Harry und meine Abfahrt angesagt. Aber bis dahin ist noch Zeit, genießen wir diese Ankerbucht.
Wir haben hier das erste Mal (ohne fremde Hilfe) mit dem Bug an einem flachen Felsen festgemacht. Jetzt fühlen wir uns ein wenig wie echte Schweden :-)
Schaut euch dieses klare Wasser hier an. Unter unserem Boot ist das Wasser 3,5 - 4 m tief.
Mit dem Heckanker am "Po" wird Ari schön auf Abstand zum Felsen gehalten.
Wir lassen uns morgen überraschen, wie lange uns das Wetter noch erlaubt, hierzubleiben. Kann sein, dass es am Mittwoch, bei aufkommenden Westwind mit Starkwindböen, zu ruppig für unseren schönen Liegeplatz wird.
Gute Nacht ...





















Das sind wirklich schöne Bilder, danke fürs bißchen mitsegeln🤝
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