Freitag, 6. September 2019

04.+05.09.2019_Storön

Hier in dieser Bucht abzuwettern ist nicht die schlechteste Idee.
Die Liegeplätze sind gegen alle Windrichtungen gut geschützt und so lange Wasser und Lebensmittel an Bord nicht ausgehen, kann man hier bleiben. Wenn die Batterien schlapp machen, wird für eine gute Stunde der Motor im Standgas laufen gelassen. Das kostet kaum Diesel, bringt aber die Akkus wieder auf Level und gleichzeitig warmes Wasser in die Dusche. Das wurde in der gesamten Zeit auch nur einmal nötig.

Wir lassen es uns in den zwei Tagen recht gut gehen. Zum ersten Frühstück kam frisch gebackenes Brot auf den Tisch... nach den Wochen mit Aufback-Brötchen eine echte Köstlichkeit.


Nach ein wenig Regen ging es gestärkt auf die erste kleine Wandertour. Nur kurz für eine gute Stunde - wir wissen nicht, wann das angesagte Wetter mit richtig Regen und Sturmböen wirklich reinkommt.
Noch sind wir zu zweit am Steg ...

Eines muss ich euch unbedingt zeigen. Etwas, was man sonst nicht unbedingt in einem Blog zeigen muss - das Trockenklo 😏 Aber wer erwartet schon an so einem einfachen Liegeplatz solche Toilettenidylle? Nicht nur die Innenausstattung, sondern auch die Aussicht vom "Thron" ist, wenn man die Tür offen lässt, schwer zu übertreffen:


Die Büchersammlung bietet schwedische, deutsche, finnische und englische Ausgaben. Man kann sich ein Bucht mitnehmen, aber gerne auch ein ausgelesenes von sich hinstellen.















Aber genug davon, gehen wir in den Wald ...
Hier treiben wir uns in den zwei Tagen sehr viel rum. Die Insel ist, wie die gesamte Umgebung, üppig bewaldet. Wohn- oder Ferienhäuser kuscheln sich mit wenig Freifläche mittenrein.
Um das zu zeigen, lassen wir mal wieder die Drohne fliegen:

Über das Hauptfahrwasser gelangt man in unsere aktuelle Bucht (Einfahrt => recher Bildrand)

Und so siehts um uns herum aus - Wald und Wasser.


Zum Glück hat Harry immer Taschenmesser und Tüte dabei. Dank der Regenfälle der letzten Tage spriessen die Pilze und wir haben an beiden Tagen reichlich Auswahl:


















Da wir keine großen Pilzkenner sind, haben wir nur das mitgenommen, was wir kannten. Der Rest war nur zum Ansehen und blieb natürlich im Wald. Die Ausbeute war an beiden Tagen groß genug, um zwei Leute davon satt zu bekommen.





 Wir finden immer wieder umgekippte Bäume, so als hätte es sie regelrecht aus den Latschen gehauen. Einerseites wird auch hier oft genug das raue Wetter toben, andererseit sieht man an den umgefallenen Kandidaten, dass sie auf diesen steinigen Inseln nicht immer eine Chance haben, brauchbaren Untergrund zu finden, um sich genügend Halt zu verschaffen:




Wenn man nicht im Wald rumstapft, kann man es sich auch in der kleinen Sauna gemütlich machen. Sie ist direkt am Steg montiert, wird mit Holz betrieben (das schon klein gehackt bereitliegt) und ist urgemütlich:


Ansonsten kann man bei so viel Zeit hier vor Ort:

... die Tierwelt mit Fotoaufnahmen nerven ....



... oder aus dem Wasser vor dem Ertrinken retten und zum Trocknen in den bootseigenen Salat setzen ....



.... Kajak fahren ...




.... lecker kochen (und essen) ....













... oder auch das Boot  für eine stürmische Nacht vorbereiten 


Auf alle Fälle sollte man sich bei seinen Gastgebern mit einem netten Spurch ins Gästebuch sowie einem ehrlichen Liegegeld (sie bitten um 6 Euro pro Nacht in die Kasse des Vertrauens) bedanken ...

Lange Zeit lagen wir tatsächlich vollkommen alleine am Steg.

Zum Glück gibt es Übersetzungs-Apps :-) so kann man sich artig auf schwedisch bedanken.

Am kommenden Morgen zieht es uns wieder aufs Wasser. Es soll "segelbaren" Wind für unsere weitere Fahrt geben. Lassen wir uns mal überraschen.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen