Zunächst ist da diese fast schon unvorstellbare Ruhe. Es fahren zwar Boote ein und aus und auf der Straße kommt ab und zu ein Auto vorbei. Trotzdem ist alles leise. Ein Ort der Ruhe und der Erholung. Zu entdecken gibt es Einiges. Aber der Reihe nach.
Hier zunächst ein Blick auf einen kleinen Teil des Hafens, welcher sich gut Verteilt über eine Anzahl kleinerer Häfen über einen Bereich von einigen Hundert Metern erstreckt. Auf dem Foto sind im Hintergrund die Servicegebäude von Hafenmeister, Clubräumen, Waschmaschinenraum, sowie dem WC und Duschbereich (unisex) zu sehen. Für eine Nacht habe ich alles inklusive 240,- SEK (= 24,- EUR) entrichtet. Kannste nich meckern.
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| Ganz schwedisch gibt es natürlich kostenlose Grillplätze für alle |
Ich habe hier den 17. und 18. Juli verbracht. Zunächst war nur der erste Tag geplant. Ich wollte nach dem anstrengenden Törn hierher ausschlafen, ausruhen und nach einer Fototour meinen Blog in eine aktuelle Fassung bringen, denn ich hinkte ein paar Tage hinterher.
Wie so oft kam alles anders. Nach dem Frühstück musste ich einfach mal ein paar Schritte laufen und schaute mir die im Hafen liegenden Boote an. Die Sonne schien und ich setzte mich auf ein paar Holzstufen, um den Moment zu genießen. Neben mir hörte ich, wie sich eine Familie mit ihren Kindern in Deutsch unterhielt. Unweigerlich bekommt man das eine oder andere mit. Der fünfjährige Junge Timothé löcherte seinen Vater mit diversen Fachfragen zu den hier liegenden Yachten, dem Hafen, usw. Wenn man nicht aus diesem Metier stammt, müht man sich als Erwachsener, den Wissendurst der Kleinen mit geeigneten Fachvokabular zu beantworten. Und Timothé fragte ganz offensichtlich nicht nur aus Langeweile, sondern aus echtem Interesse, vor allem an den technischen Details und Funktionen einzelner Ausrüstungsgegenstände von Yacht und Hafen. Beachtlich für dieses Alter. Also gab ich alles, um das Ansehen der Erwachsenen zu retten und kam so mit der Familie ins Gespräch. Das ging dann so weit, dass wir uns, abgesehen von einer kurzen Unterbrechung, erst nach 17:oo verabschiedeten, nach dem wir noch die persönlichen Daten ausgetauscht hatten. Das war ein super Tag mit Euch, welchen ich sehr genossen habe. Dankeschön!
Damit blieben meine sonstigen Vorhaben für diesen Tag weitestgehend unerledigt. Ich entschloss einfach, hier einen Tag länger zu bleiben und das versäumte nachzuholen. Urlaub kann so stressig sein. 😁
Weil es jetzt aber auch schon wieder 23:00 des Folgetages ist, will ich mich kurz fassen und einfach die Fotos sprechen lassen. Motto: „Kann ein Ort noch schwedischer sein?“
Das Schifffahrtsmuseum von Figeholm. Auf nicht mehr als geschätzt 200 m² auf zwei Etagen verteilt, findet man hier viel Originalzubehör rund um den Bereich Schifffahrt und Fischfang. Die Beschreibungen der Exponate sind allerdings alle in schwedisch verfasst. Gut, wenn man eine deutsch sprechende Familie bei sich hat, die seit Jahren in Schweden lebt und die Sprache entsprechend gut beherrscht. Nochmals Dankeschön! Der Besuch in diesem Museum lohnt sich aber auch ohne entsprechende Sprachkenntnisse. Eintritt ist frei.
Der Supermarkt liegt nur wenige Gehminuten vom Hafen entfernt und bietet alles, was das Seglerherz an Kulinarischem begehrt.
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| Die bindet der Florist nicht schöner, als sie hier in der Natur wachsen. |
Und hier geht es für mich morgen weiter in die ca. 100 km Schärenwelt südlich von Stockholm.




















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