Heute stand unser großer Sprung nach Süden an.
Bevor sich die Windrichtung auf Süd einschießt, möchten wir gerne im Sund angekommen sein.
Soviel "Entgegenkommen" des Windes passt uns gerade gar nicht.
Soviel "Entgegenkommen" des Windes passt uns gerade gar nicht.
Die Wetterprognose für den heutigen Tag versprach sehr viel Wind und Welle. Genauer 5 Bft, in Böen auch 6, aus West bis Südwest. Die Welle sollte im Durchschnitt 1,20 m Höhe bekommen - das klang nach Muskelkater ...
Der Törn wird knapp 100 sm haben - soviel haben wir bisher an einem Tag (ohne Nachtfahrt) noch nicht zurückgelegt. Bei einem Wunschtempo von "um die" 7 ktn werden wir ca. 14 h unterwegs sein.
Um das zu schaffen, ließen wir uns tapfer um 5 Uhr vom Wecker aus der Koje werfen. Das Frühstück bestand erstmal nur aus Kaffee; nebenbei schmierten wir uns Brötchen für den Tag. Wir wussten, dass wir bei dieser Welle garantiert kein warmes Essen runterbekommen würden.
Kurz vor halb sieben legten wir in Læsø ab und fuhren östlich um die Insel herum. In der Landabdeckung der Insel war noch alles ruhig - die Welle flach und der Wind mit 4 Bft fast zu wenig. Kaum gingen wir südlich und somit an der Insel vorbei, bekamen wir einen ersten Geschmack auf das heutige Wetter. Der Wind steigerte sich auf Ende der 5 Bft und kam auf "am Wind (schräg von vorn); die Welle hatte locker einen Meter Höhe. Die See war allgemein auf "rau" eingestellt.
Das Vorsegel voll ausgerollt, das Großsegel im zweiten Reff - so ließ sich das gut an. Im Durchschnitt kam Ari auf 7-8 ktn Geschwindigkeit. In den Böen mit 6 Bft waren auch gut und gerne mal 9-10 ktn drin. Die Welle kam eher seitlich rein. Mal hob sie Ari ordentlich in die Höhe, mal quetschte sie sich unter ihr durch.

Wir wechselten uns im 2-Stunden-Takt ab. An Navigation war nicht viel zu machen. Ab Læsø querab fuhren wir bis zum Fahrwasser des Sundes - bis auf einen kleinen Schlenker über eine Schifffahrtslinie - ein und denselben Kurs. Somit konnte einer unter Deck oder im Cockpit schlafen, während der andere fuhr.
Als wir die Insel Anholt querab hatten, wurde die Welle nochmal etwas höher. Es ist schon recht beeindruckend, wenn dir der Wellenkamm auf Augenhöhe begegnet, während du am Ruder stehst. Oft blieb es nicht dabei - die Welle wollte uns ganz und ergoss sich windgepeitscht über die Sprayhood ins gesamte Cockpit. Ob man am Ruder stand oder gemütlich auf der Cockpitbank lag - keine Gnade. Jeder bekam seine kalte Salzwasserdusche, Es war enorm, was sich da an Wasser über Boot und Mannschaft ergoss.
Als die Schifffahrtslinie neben uns verlief, konnten wir beobachten, wie ein Helikopter erst über einem Passagierschiff kreiste und sich dann in geringer Höhe direkt über ihm hielt. Er verblieb dort ein paar Minuten und hob dann wieder ab. Ob jemand heruntergebracht oder hochgeholt wurde, konnten wir aus dieser Entfernung nicht sehen. Interessant sah es aber schon aus.
Kurz vor dem Sund wurde der Verkehr der dicken Pötte nochmal dichter. Wir taktierten so gut wir konnten, um den Großen nicht im Weg zu stehen. Auch wenn sie teilweise Ausweichpflicht hatten ... sie sind einfach größer, schwerer, schneller und ... nicht so schnell von einem 12 m -Segelboot zu beeindrucken. Generell entscheidet man sich in solchen Situationen für die gesündere Variante.
Das Vorsegel voll ausgerollt, das Großsegel im zweiten Reff - so ließ sich das gut an. Im Durchschnitt kam Ari auf 7-8 ktn Geschwindigkeit. In den Böen mit 6 Bft waren auch gut und gerne mal 9-10 ktn drin. Die Welle kam eher seitlich rein. Mal hob sie Ari ordentlich in die Höhe, mal quetschte sie sich unter ihr durch.

Wir wechselten uns im 2-Stunden-Takt ab. An Navigation war nicht viel zu machen. Ab Læsø querab fuhren wir bis zum Fahrwasser des Sundes - bis auf einen kleinen Schlenker über eine Schifffahrtslinie - ein und denselben Kurs. Somit konnte einer unter Deck oder im Cockpit schlafen, während der andere fuhr.
![]() |
| Ein Fischer mit Schleppnetz auf seiner Steuerbordseite. Bloß weit weg von ihm. |
Als wir die Insel Anholt querab hatten, wurde die Welle nochmal etwas höher. Es ist schon recht beeindruckend, wenn dir der Wellenkamm auf Augenhöhe begegnet, während du am Ruder stehst. Oft blieb es nicht dabei - die Welle wollte uns ganz und ergoss sich windgepeitscht über die Sprayhood ins gesamte Cockpit. Ob man am Ruder stand oder gemütlich auf der Cockpitbank lag - keine Gnade. Jeder bekam seine kalte Salzwasserdusche, Es war enorm, was sich da an Wasser über Boot und Mannschaft ergoss.
Als die Schifffahrtslinie neben uns verlief, konnten wir beobachten, wie ein Helikopter erst über einem Passagierschiff kreiste und sich dann in geringer Höhe direkt über ihm hielt. Er verblieb dort ein paar Minuten und hob dann wieder ab. Ob jemand heruntergebracht oder hochgeholt wurde, konnten wir aus dieser Entfernung nicht sehen. Interessant sah es aber schon aus.
Kurz vor dem Sund wurde der Verkehr der dicken Pötte nochmal dichter. Wir taktierten so gut wir konnten, um den Großen nicht im Weg zu stehen. Auch wenn sie teilweise Ausweichpflicht hatten ... sie sind einfach größer, schwerer, schneller und ... nicht so schnell von einem 12 m -Segelboot zu beeindrucken. Generell entscheidet man sich in solchen Situationen für die gesündere Variante.
Im Sund flauten Wind und Welle recht schnell ab. Die letzten 2 Stunden kam sogar die Sonne raus und wärmte uns - dick eingepackt in mehrere Kleidungsschichten - durch. Jeder entledigte sich ein paar Sachen, bevor wir uns und das Boot bereit für den Anleger machten. Wir fanden auch sofort einen sehr schönen Liegeplatz, längsseits am Holzsteg.
Nach 13:14 h und 101,3 sm legten wir müde aber auch ein wenig stolz kurz nach halb acht in Helsingør an.
Hier noch unser Törn:20.06.2016
Den heutigen Tag werden wir im Hafen verbringen. Das Boot wie auch wir müssen gründlich entsalzen werden. Während für das Boot der Schlauch am Steg reicht, aalten wir uns im warmen Wasser der neuen Duschräume hier im Hafen.
Leider habe ich auch hier wieder kein Hafen-W-LAN. Dieser Trend geht in Dänemark und Schweden allmählich zurück, was ich sehr schade finde. Deshalb werden die Fotos im Blog auch immer weniger - das wird sonst einfach zu teuer.
Morgen werden wir weiterziehen. Vielleicht nach Kopenhagen, mal sehen.
Nachtrag (nachdem ich tief im Hafen doch noch WLAN fand):
Ein kurzer Bummel in die Stadt. Ein dänisches Softeis *yammi* und ein paar Fotos.
Der Wind aus Süd ist kräftig - das hätte heute selbst unter Motor keinen Spaß bereitet.
Wir freuen uns über unsere Entscheidung und trinken noch einen Kaffee im Cockpit :)
![]() |
| WLAN- endlich. 200 m vom Boot entfernt habe ich Empfang. Schnell ran an den Blog. |
![]() |
| Das männliche Gegenstück zur kleinen Meerjungfrau in Kopenhagen? |
![]() |
| Schön gemacht ... |
Hafenkino im ganz großen Stil. Ein Traditionssegler aus Polen legte ab. Trotz des kräftigen Seitenwindes hat die Mannschaft das sehr elegant hinbekommen ...











Na, den Hafentag habt Ihr Euch ja wirklich hart erarbeitet.
AntwortenLöschenWir ham heute mal geschaut, wie sich Wind und Welle im North Channel von Göteborg anfühlen.
Uiuiui, aber der Hasardeur hat uns sicher wieder in den Hafen gebracht. :-)
k.