Donnerstag, 8. September 2016

08.09.2016 Endlich Hanö

Der Tag begann wieder mit einer Schießübung. Nein, nicht für uns. Wir durften mangels Waffen und Munition nicht mitmachen - und auf die Rolle der "Zielscheibe"hatten wir auch keine Lust.
Wir tuckerten nach Frühstück und Wasserbunkern bei traumhafter Morgenstimmung gegen 9:30 Uhr aus dem Hafen. Die Hanöbucht lag platt wie ein Laken vor uns .... 1 Bft machen nun mal nicht viel Wind.



Zum Glück werden in den Häfen hier die Termine der Schießübungen in den drei Sperrgebieten ausgehangen. So sind wir für den Rest des Urlaubs ausreichend informiert.

Der Kurs zur Umrundung des heutigen Schießgebietes (nördöstlich von Simrishamn) wurde in den Autopiloten eingegeben und die entspannte Reise konnte beginnen. Nach und nach löste sich der Morgendunst auf und wir bekamen immer bessere Sicht. Die Sonne brutzelte uns die Haut knusprig, der Wind hatte noch bis in den Nachmittag hinein frei genommen und von Wolken war weit und breit nichts zu sehen. 



Wer keine Ruderwache hatte, gönnte sich ein Schläfchen unter Deck oder beschäftigte sich mit längst fälligen Sachen wie Schlauchboot aufpumpen, Getränke aus der Tiefe des Bootes hervorkramen und in die Vorratsbox stellen und ... Nervtöter beseitigen. Der Niederholer für den Großbaum knarzte nervtötend bei der kleinsten Bootsbewegung. Ich versuchte mein Glück mit Teflonspray und dem Allheimittel WD40 - und hatte Erfolg. WD40 war der Sieger. Wie lange das so bleiben wird war erstmal egal. Der Erfolg war "endlich Ruhe". Ich sang Lobeshymnen auf das Zeug...



Nach sechs Stunden und knapp 40 sm waren wir kurz vor Hanö.





Im schön leeren Hafen haben wir im lauen Lüftchen schnell festgemacht und uns einen kühlen  "Anleger" gegönnt. 
Kaum saßen wir im Cockpit, wurden wir von einer sehr frechen Schar Sperlinge überfallen. Der Boden wurde sofort und fast ohne Angst auf eventuelle Essensreste überprüft. Da nichts zu finden war, setzte sich die Truppe gut verteilt um uns herum und forderte stillschweigend eine Entschädigung. 


Einige - wie mein Liebling hier - sahen schon sehr "unterernährt" aus :-)

Na, da muss man Harry nicht lange bitten, wenn man so plüschig aussieht. Er holte einen sehr gesunden Vollkornkeks mit ein wenig Kakao und bröselte ihn auf den Süll. Schon ging das große Picknick los. 




Als auch der kleinste Krümel weggepickt war, setzten sie sich wieder in Position und warteten auf die nächste Portion. Nichts da, wir wollten sie ja nicht völlig verderben. Jetzt hieß es Boot aufräumen und ab in die Wildnis. Ich habe Karsten Z. immer noch in den Ohren, wie schlecht es 2012 von uns war, Hanö außen vor zu lassen. Wir sollten unbedingt da festmachen und den nördlichen Teil der Insel erkunden. Am besten natürlich die ganze Insel. Gut, wir können auch brav hören ... und stiefeln los.

... und wurden nicht enttäuscht. danke, Karsten - ein wirklich richtig guter Tipp.
Ein paar Bilder unserer Wanderung:
















Nach der Rückkehr gab es Rosmarinpizza (aus gekühltem Fertigteig) und lecker Rotwein. Die Sonne gab nochmal eine Galavorstellung bevor die Nacht mit wunderschönen Pastelfarben den Himmel übernahm.




Morgen geht es - hoffentlich wieder unter Segel - noch ein paar Meilen gen Norden in den Schärengarten westlich von Karlskrona. 

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