Dienstag, 6. September 2016

06.09.2016 Urlaub, zweiter Teil, Start

Ein ziemlich müder Start.
Nein, nicht wir - der Wind. 
Um trotzdem keinen unnötigen Stillstand zu haben, entschieden wir uns für eine Fahrt unter Motor. Es sollte zurück nach Lohme gehen - ein idealer Startplatz für den morgigen Hopser nach Südschweden. 
So ein windstiller Strelasund lässt uns normalerweise das Herz bluten; heute waren wir von der Schönheit des Morgens sehr angetan.
Die richtige Kulisse für unser Frühstück während der Fahrt im Cockpit ... 

`tschüss Heimathafen 


Iiihh, beim Leichenfleddern erwischt. Vor ihr schwimmt ein toter Kormoran .... 

Frühstück .... hmmmm, lecker!

Um ihn herum die Urlauber. Ein Fischer bei der Kontrolle seiner Reusen.

Nicht gerade das beste Wetter für eine Regatta.

Die Fahrt schien erst unspektakulär. Bis vor der Bucht vor Saßnitz tuckerte der Motor und der Autopilot steuerte. Wir riskierten im regelmäßigen Abstand einen kontrollierenden Blick, passten die Richtung an und hatten ansonsten nicht viel zu tun. 
Kurz vor Saßnitz kam der Wind wenigsten schon mal wieder an die magische Grenze von zwei zu drei Beaufort. (Bft). Wir holten das Großsegel raus, stellten den Motor ab und bummelten mit 3-4 ktn weiter.
Bald hörten wir ein sehr vertrautes Schnaufen - Schweinswale! Sofort zückten wir die Fotoapparate und filmten minutenlang - wussten wir  doch aus Erfahrung, dass Fotografieren dieser Tiere ziemlich schwierig ist. Im Gegensatz zu Delfinen tauchen sie nur sehr kurz und nur sehr flach auf. Da bleibt kaum eine Chance zum Abdrücken, schon sind sie wieder abgetaucht. Nach ungefähr 10 Minuten war der Zauber vorbei und die Herde weitergezogen. Hier zwei Fotos aus den Filmen:





Wieder auf das Segeln konzentriert, nahmen wir die Genua (das Vorsegel) dazu - das erste Mal mithilfe des Ausbaumers. Damit kamen wir dann schon auf akzeptable 5 ktn und freuten uns, am Ende wenigsten 9 sm unter Segel geschafft zu haben. 


Diese seltsame Ladung hatten wir hier vor Saßnitz schon letzte Woche gesehen.

Ein Zeeseboot. Es kam etwas nach uns ebenfalls nach Lohme rein.

Das Anlegen klappte wie geschmiert und wurde mit je einem halben Anlegerbier belohnt. 
Anschließend startete Harry sein Treppentraining (immer schön die Steilküste hoch), ich meine Duschorgie. Zum Abendessen gab es Käsespätzle und Hafenkino vom Feinsten - die Chartercrews kamen rein ... teilweise war das sehr unterhaltsam. Nein, das ist nicht schadenfroh gemeint - jeder hat mal so´n blöden Tag und man ist immer froh, wenn man selbst nicht so im Mittelpunkt der anderen Segler steht. Und natürlich wurde allen Betroffenen von den anderen Crews geholfen.



Morgen geht es ausnahmsweise mal wieder sehr früh an den Start. Der Wind wird wieder nicht so dolle und wir möchten schon so hoch wie möglich an die südostschwedische Küste kommen. 
Mal sehen, wie weit der Wind uns morgen lässt.


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