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| Hier, im Hafenbecken ganz rechts, fanden wir in der Nacht unser "Plätzchen" |
Wir legten in aller Ruhe ab und segelten, auf eher wenig Wind eingestellt, gen Süd. Bis kurz vor Rügen sollten wir nicht mehr als 3-4 Bft bekommen; dafür aber auch nur kleine Welle und trockenes Wetter.
Besonders schöne Erlebnisse lassen sich schlecht wiederholen. Wir fuhren die gleiche Strecke, wir haben immer noch genügend Zeit für alle Ideen, waren ausgeschlafen und doch ... kam das Hochgefühl der Herfahrt nicht wieder auf. Nur eine Windstärke weniger und alles schien ein wenig anders. Das ruhige Wetter gab aber auch Zeit für geruhsame Lektüre ...
... was sich ca. 7 sm vor Rügen ganz schnell änderte. Der Himmel zog zu, der Wind brieste auf 5 Bft auf, die Welle wurde höher und schon wurde das Segeln wieder sportlich und nochmal richtig anstrengend.
Aber - wie es uns fast immer geschieht - kaum lagen wir gut vertäut im Hafen, war das Wetter durch, der Wind ebbte ab und die Sonne gab ihre Abendvorstellung. Wir gönnten uns nach 8:20 h selbstgemachte Pizza, einen gemütlichen Abend im Cockpit und fielen frühzeitig in die Koje.
Die Marina Lohme laufen wir gerne an. Nicht, dass wir hier besonders gut anlegen - nein, das eher selten - aber der kleine Naturhafen ist sehr ruhig, hier tickt die Zeit noch im Takt des nordischen Ruhepulses. Er ist selten mehr als halbvoll und hat alles, was man braucht. Zum Einschlafen gibt es Wellenrauschen gratis.
Am Donnerstag starteten wir am späten Vormittag bei trübem Wetter.
Die Windvorhersage lag bei 3-4 Bft aus West; spätestens im Bodden bekommen wir ihn also genau auf die Nase. Da wir schon vorher wussten, das wir garantiert nicht kreuzen würden, stellten wir uns auf eine Bodden-Strelasund-Motortour ein.
Bye, bye, Lohme ...
... hallo Kreidefelsen ...
Der Wind hielt sich in der untersten Grenze der Vorhersage auf und so dümpelten wir bei 3 Bft "umme Ecke" und hatten bei rund 4 ktn Geschwindigkeit viel Zeit, die Kreidefelsen zu genießen.
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| Hier ist noch "Saison" - die Touridampfer gaben sich die Klinke in die Hand |
Diese Schönheit hatte Dank raumen Windes (von schräg hinten) etwas mehr Freude beim Segeln
Immerhin schafften wir es mit viel Segelzauber bis in den südöstlichsten Zipfel Rügens ohne Motor auszukommen. Irgendwann kam der Wind zu sehr gegenan und wir gaben uns geschlagen. Segel runter, Motor an, Autopilot ein. Zeit und Muße, das Abendessen schon mal vorzubereiten. Es gab einen großen Berg Bratkartoffeln ...
Im Strelasund gab es dann gar kein Wind mehr - umso angenehmer damit die Fahrt unter Motor.
Die vielen Angler hat es bestimmt auch gefreut. Die letzte Meile fuhren wir Slalom um die vielen kleinen Boote
Nach gut acht Stunden, gegen 18:40 Uhr, machten wir wieder im Heimathafen Neuhof fest. Da das Boot bereits aufgeräumt war, konnten wir uns gleich auf unser Abendbrot im Cockpit freuen. Noch ein lecker Stralsunder Roggenweizen dazu und der Abschluss unseres ersten Urlaubsdrittels war perfekt. So kann es gerne weitergehen.
Das Wochenende werden wir im Hafen bleiben. Am Sonnabend wird das Boot mal wieder gründlich gereinigt und der erste Einkauf für den nächsten Törn erledigt. Da es am Sonntag stark regnen soll, wird das ein herrlicher Gammeltag, bevor Harry abends nach Berlin fährt.
Nach seiner Rückkehr am Montagabend wollen wir am Dienstag wieder los. Wohin?
Tja, fragt mal den Wind - der entscheidet. Wir haben zwei Wochen Zeit ....














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