Die "großen Kinder" kamen uns am verlängerten Mai-Wochenende am Boot besuchen.
Keno bekam zum Geburtstag einen kurzen Segeltörn geschenkt. Eigentlich hatten wir alle gehofft, dass der Wind so günstig kommt, dass es für einen schönen 4 Tage-Törn bis Bornholm, Ystad oder Kopenhagen reicht. Aber - naja, Segeln halt. Überraschung ist alles, der Plan nur ein Grundgerüst.
Der Wind wurde immer stärker vorausgesagt, je näher das Wochenende kam. Das konnten wir den beiden - selten auf einem Segelboot unterwegs - nun wirklich nicht antun.
So blieben wir auf dem Bodden ... und wurden hier ausreichend mit Spaß entlohnt.
Samstag, 28.04.17
Am Abend des Vortages sind Denise und Keno aus Bremen angereist. Der erste "richtige" Tag startete mit einem Geburtstagsfrühstück, um Keno zu feiern.
Pancakes mit allen möglichen Toppings und literweise Kaffee brachten die Wochenendcrew in Schwung.
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| Sportgeräte gehen bei den beiden immer :-) |

Anschließend kamen die beiden - das zweite Mal unter Segel unterwegs - nicht um eine Auffrischung der Sicherheitsanweisungen herum. Dabei besprachen wir neben den üblichen Sicherheitsaspekten die Ab- und Anlegemanöver. Zu viert sehr relaxt, wenn jeder weiß, was zu tun ist.
Um allem vorzugreifen - mit den beiden war es auch bei kräftigem Seitenwind sehr entspannt, Ari in die Box zu legen.

Gegen Mittag legten wir ab und fuhren östlich den Strelasund herunter, in Richtung Bodden. Bei den vorherrschenden Temperaturen knapp unter 10°C waren alle in mehreren Kleidungsschichten eingemummelt.
Die Sonne blieb größtenteils hinter den Wolken versteckt, aber die Stimmung an Bord war gut.
Wir hatten alle große Lust aufs Segeln.
Im Sund noch mit mageren 3 Beaufort (Bft) unterwegs, durften wir auf dem freien Wasser des Boddens bei sehr guten 4 Bft und vollem Tuch die "Gäste" an die mögliche Schräglage des Segelbootes gewöhnen.
Die Ruhe auf dem Strelasund beschwerte Keno die ersten Versuche als Rudergänger und später allen im Cockpit eine heiße Tasse Glühwein.



Ab Stahlbrode wurde es zunehmend windiger. Kurz vor der Insel Vilm erwischte uns dann doch noch ein kurzer aber heftiger Schauer mit starkem Hang zum Graupel. Der Anleger in Lauterbach wie aus dem Lehrbuch; als hätten wir vier in letzter Zeit nicht anderes gemacht, als Anlegemanöver geübt.
Während sich die Herren von der "schweren" Überfahrt erholten, gingen Denise und ich Liegeplatz bezahlen und einen Tisch im Werft-Restaurant der Vilm-Werft für den Abend bestellen. Dort ließen wir es uns dann später zu viert so richtig gut gehen.
Sonntag, 29.04.17

Sonnenschein auf dem Frühstückstisch! Der Himmel strahlte in azurblau, der Wind aus Ost kräftig mit 5-6 Bft .
Wir wollen den Bodden der Länge nach durchkreuzen, um möglichst viel Strecke auf Halbwindkurs fahren zu können.




Nach 4 Stunden waren wir zurück im Hafen und legten Ari trotz Seitenwind wieder ohne Stress in die Box. Die Rückkehr war vorgeplant.Ab 16 Uhr frischte es nochmals auf und wurde mit Böen in den 7 Bft wesentlich ruppiger. Zuviel Spaß auf einmal muss auch nicht sein ...
Den restlichen Tag wurde gekocht, gequatscht und der Vorrat an Gin & Tonic arg dezimiert.
Montag, 30.04.17
Schon die ganze Nacht jaulte der Wind durch die Wanten und Masten im Hafen. Ich lag längere Zeit wach und sann über Möglichkeiten, trotz dem starken Seitenwindes sauber aus der Box zu kommen. Ja, ich gebe es zu, ich bin da schnell ein Grübler. Entsprechend müde startete ich in den Tag - zum Glück war der Rest der Crew ausgeschlafen. Als ich mir dann auch noch kurz vor dem Ablegen das rechte Knie beim Hochsteigen an Deck verdrehte, war der Tag gelaufen. Ich hatte bei jeder Bewegung heftige Schmerzen.
Trotz meiner Bedenken und Sorgen lief der Ableger aus der Box wie geschmiert. Harry gab Ari genug Motorschub, so dass sich die Bugnase trotz des starken Ostwindes in den Wind schob.
Mit Segeln im zweiten Reff und halbem Wind (direkt von der Seite) mit anfangs 5, später 6 Bft tobten wir den Bodden mit seiner gut 1m Welle runter bis zur Einfahrt in den Strelasund. Hinter der Fährlinie Stahlbrode frischte es nochmals auf und Ari wurde mit bis zu 7 Bft raumschots (von schräg hinten) gen Stralsund geschoben. Beim Surfen auf den von hinten anlaufenden Wellen erreichten wir bis zu 9,5 ktn Geschwindigkeit.
Aufgrund seiner Lage hatten wir im Heimathafen Neuhof sehr gute Windabdeckung; der Anleger wurde wieder sehr geschmeidig.
Für Keno und Denise hieß es nach einem letzten gemeinsamen Kaffee packen und Abmarsch - sie mussten den Abend ja wieder zurück nach Bremen.
Ich pflegte mein schmerzendes Knie und meinen müden Körper und verfrachtete mich in die Koje.
Die restliche Woche ...
...war wettertechnisch nicht die Sahne. Der Starkwind mit stürmischen Böen bis 9 Bft, anfangs noch bei Sonne, ab Mittwoch auch mit Regen, war für mein desolates Knie nicht gerade förderlich. Segeln fiel erstmal aus. Schade.
Wir kauften ein paar Kleinigkeiten in Stralsund ein und verkrochen uns später unter Deck; zum Lesen, Schlafen, Filme gucken. Zudem gab es bis zum Urlaub noch ein paar kleine Dinge im Boot zu erledigen.
Die Gästekajüte verfügt nun auch über einen Landstrom- und einen 12V-(USB-)Anschluss. Das dürfte besonders unsere jüngeren Gäste begeistern - endlich kann das Handy beim Laden am Bett bleiben :-)
Das Kartenfach unter dem Navigationstisch erhielt eine Unterteilung, damit uns nicht mehr alles darin befindliche durcheinander rutscht. Und so weiter.

Nebenbei heilte mein Knie so langsam ab (was auch immer kaputt ist/war).
Beste Voraussetzungen für unseren, in zwei Wochen anstehenden, großen Fünf-Wochen-Törn mit Ziel West-Norwegen.
Wat´n Spaß. Die flache Welle und der kräftige Wind sorgten für schönen Speed. Mit bis zu 8 Knoten (ktn) Geschwindigkeit waren wir auf dem Rückweg vom Süden in den Norden des Boddens gut unterwegs. Hier ging dann Denise ans Steuer. Mit verkniffenem Gesicht aber gutem Geschick hielt sie Ari auf Kurs - das liegt wohl in den Genen :-)




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| Die ehemalige Entmagnetisierstation im Norden des Greifswalder Boddens - spuki .... |
Nach 4 Stunden waren wir zurück im Hafen und legten Ari trotz Seitenwind wieder ohne Stress in die Box. Die Rückkehr war vorgeplant.Ab 16 Uhr frischte es nochmals auf und wurde mit Böen in den 7 Bft wesentlich ruppiger. Zuviel Spaß auf einmal muss auch nicht sein ...
Den restlichen Tag wurde gekocht, gequatscht und der Vorrat an Gin & Tonic arg dezimiert.
Montag, 30.04.17
Schon die ganze Nacht jaulte der Wind durch die Wanten und Masten im Hafen. Ich lag längere Zeit wach und sann über Möglichkeiten, trotz dem starken Seitenwindes sauber aus der Box zu kommen. Ja, ich gebe es zu, ich bin da schnell ein Grübler. Entsprechend müde startete ich in den Tag - zum Glück war der Rest der Crew ausgeschlafen. Als ich mir dann auch noch kurz vor dem Ablegen das rechte Knie beim Hochsteigen an Deck verdrehte, war der Tag gelaufen. Ich hatte bei jeder Bewegung heftige Schmerzen.
Trotz meiner Bedenken und Sorgen lief der Ableger aus der Box wie geschmiert. Harry gab Ari genug Motorschub, so dass sich die Bugnase trotz des starken Ostwindes in den Wind schob.
Mit Segeln im zweiten Reff und halbem Wind (direkt von der Seite) mit anfangs 5, später 6 Bft tobten wir den Bodden mit seiner gut 1m Welle runter bis zur Einfahrt in den Strelasund. Hinter der Fährlinie Stahlbrode frischte es nochmals auf und Ari wurde mit bis zu 7 Bft raumschots (von schräg hinten) gen Stralsund geschoben. Beim Surfen auf den von hinten anlaufenden Wellen erreichten wir bis zu 9,5 ktn Geschwindigkeit.
Aufgrund seiner Lage hatten wir im Heimathafen Neuhof sehr gute Windabdeckung; der Anleger wurde wieder sehr geschmeidig.
Für Keno und Denise hieß es nach einem letzten gemeinsamen Kaffee packen und Abmarsch - sie mussten den Abend ja wieder zurück nach Bremen.
Ich pflegte mein schmerzendes Knie und meinen müden Körper und verfrachtete mich in die Koje.
Die restliche Woche ...
...war wettertechnisch nicht die Sahne. Der Starkwind mit stürmischen Böen bis 9 Bft, anfangs noch bei Sonne, ab Mittwoch auch mit Regen, war für mein desolates Knie nicht gerade förderlich. Segeln fiel erstmal aus. Schade.
Wir kauften ein paar Kleinigkeiten in Stralsund ein und verkrochen uns später unter Deck; zum Lesen, Schlafen, Filme gucken. Zudem gab es bis zum Urlaub noch ein paar kleine Dinge im Boot zu erledigen.
Die Gästekajüte verfügt nun auch über einen Landstrom- und einen 12V-(USB-)Anschluss. Das dürfte besonders unsere jüngeren Gäste begeistern - endlich kann das Handy beim Laden am Bett bleiben :-)
Das Kartenfach unter dem Navigationstisch erhielt eine Unterteilung, damit uns nicht mehr alles darin befindliche durcheinander rutscht. Und so weiter.

Nebenbei heilte mein Knie so langsam ab (was auch immer kaputt ist/war).
Beste Voraussetzungen für unseren, in zwei Wochen anstehenden, großen Fünf-Wochen-Törn mit Ziel West-Norwegen.






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