Donnerstag, 25. Mai 2017

24.-26.05.2017 Skagen (DK)

Mal wieder alles richtig gemacht ... aber der Reihe nach.

Mittwoch, 24.05.
Unser Weg von Læsø nach Skagen war so lala - nach einem kurzen Segelversuch schlief der Wind wieder bis auf 1 Bft ein und so ging es wieder hauptsächlich unter Motor nach Skagen.
Das Bild auf dem Plotter im Bereich unseres Zielhafens sah ja fürchterlich aus. Da stapelten sich die dicken Dinger:


Wenn man näher dran war, sah es so aus ...


... und mittendrin so:




Die großen Pötte lagen alle auf Reede, um entweder in den Hafen zu fahren oder - wie live erlebt - auf Reede bleibend auf kleinere Schiffe entladen zu werden.





Die Stadt sieht vom Wasser her nicht sehr einladend aus, der industrielle Hafenteil ist leider sehr bestimmend.


Im Hafen selbst erwartete uns ein schon sehr gut gefüllter Yachtbereich. Von den zwei, für Freizeitboote vorgesehenen Hafenbecken, war eines gesperrt und im anderen stapelten sich die Boote.
Nach einem beherzten Wendemanöver im engen Raum ergatterten wir noch einen der wenigen freien Plätze. Festmachen mit Anker - ach herjee, unser erstes Mal. Theoretisch schon ein paar Mal durchgesprochen stellten wir uns (überhaupt nicht auf diese Art des Anlegens vorbereitet) gar nicht so schlecht an. Rückwärts an den Schwimmsteg gefahren, beide Heckleinen fest, diese beiden dann beim wieder nach vorn fahren nachgeben und so weit wie möglich vom Steg weg den Anker auf den Grund gelassen. Beim Zurückfahren an den Steg wurde der Anker etwas dichtgeholt. Unserer Meinung nach sehr fraglich, ob der Anker so hält, aber es sieht erstmal alles recht gut aus.
Hier ein Foto vom ersten Stock des Versorgungsgebäudes:



Nach dem Anleger haben wir den Liegeplatz bezahlt und uns einen schönen Nachmittag gemacht. Nach einem Gespräch mit einem unserer vielen norwegischen Nachbarn erfuhren wir auch den Grund der Fülle im Hafen. Es läuft die Hally-Hansen-Regatta von Kristiansand in Norwegen bis nach Skagen. Viele sind mit ihren Boote vorab hierher gekommen, um ihre Landsleute / Freunde zu begrüßen. Die Stimmung im Hafen war locker fröhlich, wer eine gute Muskianlage hatte, ließ dies auch alle Nachbarn hören. Im Gegensatz zu Deutschland stört sich hier keiner dran.

 Donnerstag, 25.05.
Gut ausgeschlafen und den Bauch voll mit leckerem Frühstück liefen wir keine 10 Minuten zum Aldi in Skagen und frischten unsere Vorräte auf. Als diese unter Deck verstaut waren, ging es zu Fuß am Strand entlang zum nördlichsten Punkt Dänemarks, wo sich Ost- und Nordsee treffen - ein Ort namens Grenen.
Auf dem Weg griffen wir aus einer Werbeaktion von Carlsberg zwei - alkoholfreie - Biere ab. Naja, ging so.


Wir stehen hier an einem der Hafenbecken, wo sich die einlaufenden Regattateilnehmer sammelten.
Es waren schon einige angekommen:


Der Weg nach Grenen war schön und interessant. Vor allem die alten Bunker, die einen langen Teil der Strecke den Strand säumten:


Der Weg zog sich. Hier auf dem Foto kann man am Horizont die großen Schiffe auf Reede und davor die einlaufenden Regattaboote sehen


Im Zoom etwas besser zu sehen:


Hier einfach noch ein paar Bilder vom Hin- und Rückweg:


Hier treffen sich Kattegat und Skagerak, Ost- und Nordsee:



die beiden lagen hier einfach so rum - ohne Scheu


Auf dem Rückweg ein wenig kuscheln:


Zurück im Hafen tat uns von der ungewohnten Laufstrecke alles weh. Auf dem Schrittzähler stehen 15 km - kein Wunder also :-)

Die Hafenbecken der Regatta- und der Freizeitboote hatten sich in den drei Stunden sehr gut gefüllt:


Hafenbecken der Freizeitboote - wir mittendrin

das zweite Hafenbecken mit Regattebooten
Auch unsere norwegischen Nachbarn (reine Männercrews) links und rechts hatten bisher wohl einen ganz guten Tag:



Die Stimmung im gesamten Hafen ist volksfestmäßig ausgelassen, fröhlich, laut aber friedlich. Die Musikanlagen wummern, das Bier (und Härteres) fließt in Strömen und es ist ohne Ende Lachen zu hören.

Morgen werden wir uns hier verabschieden.
Das Wetter zwingt uns zu einer weiteren Nachtfahrt, weil die Windrichtung für den Weg nach Norwegen nur von Freitagnachmittag bis Samstagmittag passt.
Mal sehen, wo wir an der norwegischen Küste landen ... wir sind selber gespannt.

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