Egal, wann wir mit den Vorbereitungen anfangen - am Ende wird es immer knapp....
Trotz schönstem Segelwetter dümpelte Ari in ihrer Box und ertrug geduldig unser Gewusel.
Mit großem Erfolg - weil fast fehlerfrei - konnten wir den Einbau des neuen Plotters abschließen.
Entgegen der alten Konfiguration ist der neue Plotter mittels Konverterkit in das Raymarine-Netzwerk eingebunden.
Jetzt wird die Windrichtung auch direkt auf Plotter angezeigt, ebenso die Wassertemperatur. Der Autopilot würde nun festgelegte Routen abfahren können. Alle Geräte beziehen ihre GPS-Daten vom internen GPS-Modul des Plotters. Bisher gab es nur positive Überraschungen und wir freuen uns über dieses schöne Navigationsgerät wie die Kinder.
Harry kümmerte sich um die Feineinstellung der Wanten (seitliche Halterung des Mastes aus dickem Draht) und sicherte alles mit Splinten, damit sich nichts mehr verstellen kann. Diese Arbeiten waren seit dem Stellen des Mastes überfällig.
Unter Deck wurde aufgeräumt, saubergemacht und sämtliche Lebensmittel und Getränke inventarisiert. Mit der Aussicht auf die hohen Lebensmittelreise in Norwegen werden wir so viel wie möglich einbunkern.
Für die langfristige Versorgung mit preiswertem Essen habe ich anschließend zu Hause zwei Brote gebacken und insgesamt 3 Liter Curry gekocht.
Das Curry kam gleich heiß in die Verpackung, wurde vakuumisiert und verschweißt. Das hält (Erfahrung vom letzten Jahr) gut 4 Wochen in der Kühlbox. Unterwegs oder nach einem langen Tag essen wir es dann pur als "dicke Suppe" oder ganz typisch mit Reis und ggf. Fleisch.
Das Brot wurde nach dem Abkühlen halbiert, ebenso verpackt und wird für eine Zeit meine Vollkornbrot-Sucht beruhigen :-)
Große Sorgen macht uns noch der Einbau des Stromgenerators in die Backkiste. Der ursprüngliche Plan ging wegen Platzmangels in der Realität nicht auf . Die Suche nach einer schnellen "wenigsten-transportsicher-und-nutzbar"-Lösung raubt Harry die Nerven. Ich bin da aber bester Laune - es gibt kaum ein bauliches Problem, was der Skippi nicht gelöst bekommt.
In den Baupausen wurden wir mit schönstem Wetter verwöhnt, was das anschließende Weiterarbeiten unter Deck nicht gerade verlockender machte. Naja, noch eine Woche, dann beginnt der Urlaub und damit auch wieder Zeit, dass alles mehr genießen zu können.
links: das Dampferlicht war defekt; das Leuchtmittel musste dringend ausgetauscht werden. Dieses Licht müssen wir (neben anderen) anmachen, wenn wir im Dunkeln unter Motor fahren. Harry wurde dazu an einem freien Fall am Mast hochgezogen. Natürlich nicht per Hand, sondern über die Winschen.
Die Karten und Unterlagen für Norwegen sind vollständig.
Auch meine Hafenliste für den Weg von Skagen bis Kristiansand ist endlich komplett - dem Internet sei dank. Für widriges Wetter habe wir nun an der südnorwegischen Küste alle 20 Seemeilen eine geschützte Einlaufmöglichkeit mit Lage, Sattelitenbild und Beschreibung des Hafens in petto.
Für die weitere Reise habe ich einen Goldschatz gefunden: "1000 Orte für Fahrtensegler" von Per Assmus.
Der gute Mann ist zwischen 2001 und 2009 die gesamte Küste Norwegens abgefahren und hat fast jeden Hafen und fast jede Ankemöglichkeit getestet.
Im Buch sind alle diese Stellen - in Küstenabschnitte unterteil - mit Lage, Abdeckung gegen Wind und Welle, Versorgung und Besonderheiten vermerkt.
Zu einigen Orten gibt es zusätzlich noch ausführliche Tipps zu Sehenswürdigkeiten und "musst-du-gesehen/erlebt-haben".
Dieser Band 2 für die Küste vom südwestlichen Zipfel bis hoch ans nördliche Ende ist jeden Cent seiner 69 € wert.
Wenn es nach mir geht, können wir sofort los. Aber leider liegen noch ein paar Arbeitstage und Erledigungen vor unserer Abfahrt.
Momentan rechne ich damit, dass wir zwischen Sonntag (21.05.) und Montag (22.05.) ablegen.
Wann und wie und was der Wind zu unseren Plänen sagt ... werde ich hier berichten.


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