Donnerstag, 3. September 2015

02.09.2015 Großstadtfluch

So, das hat gereicht. 2 Nächte und ein Tag im Stadthafen - mehr braucht der Mensch nicht. Bloß weg hier. Durch den Regen in der Nacht hatten wir beide jedoch schlecht geschlafen und unsere Weckzeit um 6 Uhr nochmals um eine Stunde weitergestellt. Das Aufstehen war dann auch nicht besser, aber nochmal Einschlafen war schön :-)
Ein letzter Blick auf den Hafen Lilla Bommen, noch ein paar Meilen durch die Stadt und den Hafen getuckert und die dann Ausfahrt in die Südschären Göteborgs angegangen.


Das Wetter ist heute sehr wechselhaft. Immer wieder ziehen Regenschauer durch.


Bye, bye Südschären.



Die kleinen Wettergebiete schoben immer eine Böenwalze vor sich her. Dadurch hatten wir heute folgenden Rhythmus an Bord: Sonnenschein und Windstärke 4-5 Bft/  schnell aufkommender Wind in Stärke 5-6 Bft, auch mit Böen bis 7 Bft. / Regenschauer und Wind mit 5 Bft. / Sonnenschein und Windstärke 4-5 Bft .... usw.  Das hieß für uns mehrmals Reff rein in die Segel, Reff raus. Bei der Höhe der Wellen ging das oft nur noch mit Untersützung des Motors, das Boot war sonst kaum direkt in den Wind zu halten. Und bei diesen Windstärken ist die Arbeit an den Segeln schnell mal eine ordentliche Plackerei.




Die Krängung des Bootes war ordentlich.
Kurz vor Erreichen des Hafens von Laesø. Die Segel mussten etwas früher runter, da der Wind immer mehr nachließ und dabei drehte und deshalb keinen vernünftigen Kurs gen Insel mehr zuließ. Wegen aufkommender starker Böen und dem Aufzug eines weiteren Regenschauers hatten wir ordentliche Mühe, die Segel einzuholen.Man hatte den Eindruck, das sich das Wetter mit strahlendem Sonnenschein "entschuldigtete" und Harry dabei einen leuchtenden Regenbogen auf die Schulter legt.



Kurz nach dem Hafenmeister (er holte sich das Hafengeld persönlich ab) kam die Hafenkatze zum Boot und forderte mit süßer Mimik ihren Hafenzoll ein. Da wir sowieso gerade etwas Salami zum Anlegebier knabberten und gut ersichtlich war, dass da eine werdende Mami vor uns saß, kamen wir ihrer stummen Bitte nach. Zum Dank blieb sie noch gut eine Stunde vor dem Boot sitzen. Das schnell gekochte Essen schob wohl ein paar katzenleckere Düfte nach draußen.



Gut, dass wir im Hafen liegen. Da kommt der nächste Schwung Wind und Regen.



Kurz nach dem Essen legte sich der Skipper "mal kurz für eine kleine Weile" ins Bett - und ward nicht mehr gesehen. Die heutige Tour war aber auch anstrengend. Ich suchte noch die Fotos für diesen Post raus und folgte ihm in Kürze.

Zum Abschluss des Tages noch eine schöne Fotoserie eines der vielen Wellenrempler auf unser Boot:













2 Kommentare:

  1. Was für Wellen-Bilder - das ist ja Wahnsinn!!! Hammer!! Mal wieder richtig Klasse geworden ! ;) Schöne Rückfahrt Euch! Passt auf mit dem Wetter - im offenem Kattegat ist ordentlicher Sturm angesagt. Aber immerhin dreht der Wind am Wochenende auf Nord, und "weht" Euch nach Hause ;) Fahrt ihr über Belt zurück? Liebe gruesse, und schlaft Euch aus bei dem tobendem Wind & Wetter - schon echt eine kräftige Reise was ihr da macht!

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  2. Dankeschön :-)
    Übers Belt werden wir wohl nicht zurückkommen. Ich bin froh, wenn wir (bei der neuen Wetterlage) ohne Hetze auf dem kürzesten Weg durch den Sund heimkommen. Ab Donnerstag soll es - nach jetziger Prognose(!) - Ostwind geben. Da wäre der Weg nach West eher kontraproduktiv. Schaun wa mal ...

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