Gegen 9 Uhr machen wir uns fertig und legen kurz darauf ab.
Das Segelwetter war für Læsö mit 4-5 Bft aus SSW und 1 m Welle angesagt. Zum Festland Schwedens rüber sollte das auf 3-4 Bft und 0,5m Welle am Nachmittag abschwächen. Na gut, denn mal los.
Mit uns verließ ein Traditionssegler aus den Niederlanden den Hafen - immer wieder ein schöner Anblick:
Unterwegs wurde es dann wieder sehr ... sportlich. Die Wellenhöhe betrug gut 1 m, der Wind hielt sich zwar an die Vorgaben der Vorhersage, reizte aber die Grenze der 5 Bft ordentlich aus.
Als Ziel hatten wir drei verschiedene Häfen geplant - je nach Windrichtung einer. Am liebsten wäre uns Glommen, der südlichste, gewesen. Leider dreht der Wind zu früh von Süd-Südwest auf Süd und schwächte auf 3-4 ab. Der Weg nach Glommen wurde lang - noch 18 sm. Bei 5-6 ktn Geschwindigkeit waren das im Am-Wind-Kurs (Wind von schräg vorn = starke Krängung) noch 3-4 Sunden. Wir waren zu müde und abgekämpft für diese weitere Tour; die hohen Wellen der letzten Tage forderten ihren Tribut.
Also abfallen auf Halbwindkurs (Wind von der Seite) und die 10 sm ans Festland gerast. In dieser Richtung brachte es Ari noch auf gut 7-8 ktn. Ursache dafür war nicht nur der bessere Kurs, sondern auch ein kräftiges Wettergebiet, was von Süden heraufzog. .... Träslövslän hatte uns nach 1:20 h wieder. War wohl so gewollt.
Der Hafen war leer und wir konnten uns am langen Holzkai unseren Liegeplatz aussuchen.
Was für eine gute Idee, nicht den weiten Weg südlich nach Glommen zu nehmen:
Nur eine Stunde nach unserer Ankunft wurde aus der Wetterfront ein kräftiges Gewitter, welches sein ganzes Programm abspulte: Starkwindböen, heftiger Regen, Hagel, Blitz und Donner. Gut, sich das gemütlich in der Koje liegend anzusehen - bis uns die Hagelkörner auf dem Luke die Sicht nahmen.
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| Die Wetterlage bei unserer Ankunft. ... "und ich sach noch: mannomann, dat wird noch hässlich." |
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| ... jo, da kommt noch was runter .... |
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| Und es kam :-) Die letzten schwedischen Feierabend-Segler kamen erst mit den ersten Blitzen rein ... |
04.09.2015
Der morgendliche Blick auf die Wettervorhersage machte mich heute morgen schlagartig wach. Außer für den heutigen Tag hatte sich die Vorhersage stark verändert. Aus Schwachwind war Starkwind geworden. Wo heute der Wind fehlt - wir bekommen nur 1-2 Bft - ist an den kommenden Tagen des Wochenendes Starkwind angesagt. Da wir heute einfach zu schlapp für eine Weiterfahrt unter Motor sind, entscheiden wir uns dafür, uns hier einwehen zu lassen. Einige Fakten sprechen dafür: Der Hafen liegt geschütz. Er ist mit 200 SEK/Nacht (ca. 20 €) preiswert. Im Ort gibt es einen ICA-Supermarkt.
Wir hoffen, am Montag weiterzukommen. Damit bleibt uns eine Woche, nach Hause zu kommen. Das sollte noch dicke reichen; auch ohne zu hetzen.
Wir nutzen die Pause zum Ausruhen, nachbunkern und ein wenig am Boot basteln/putzen.




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