Da es am Abend etwas spät wurde, verschoben wir die Zeit zum Aufstehen um eine Stunde.
6:30 Uhr ist auch noch früh. Nach einem kurzen Frühstück legten wir geschmeidig ab - hej, hej Torekov.
Laut Vorhersage erwartete uns heute Wind aus Nord in Stärke 5-6 Bft und Wellen bis gut 1 m. Wind aus Nord - cool, wenn man nach Süden unterwegs ist.
Eine kurze Erklärung für die Nicht-Segler: der Wind ist bei den verschiedenen Segelkursen sehr unterschiedlich zu spüren. Auf Am-Wind-Kurs (der Wind kommt fast von vorn) ist der Wind gefühlt heftiger zu spüren als er eigentlich ist. Grund: zum eigentlich herrschenden Wind kommt noch der eigene Fahrtwind dazu. Auf diesem Kurs friert man z.B. schneller durch :-) Je weiter der Wind "nach hinten" wandert, also eher von schräg hinten kommt, nimmt man ihn sanfter wahr. Der herrschende Wind wird nicht so stark wahrgenommen, weil man gefühlt "vor ihm weg"fährt.
Wir hatten also heute zwar rauen Wind, der jedoch aufgrund seiner Richtung nicht so heftig empfunden wird. Das eigentlich Doofe dabei sind die ebenfalls von schräg hinten auflaufenden Wellen. Die schieben das Boot gerne aus dem Kurs, da ist eine gute Portion "Popo-Meter" gefragt, um dies auszusteuern. Je schneller man jedoch segelt, desto besser kann man mit den Wellen mithalten und, im besten Fall, auf ihnen ein Stück surfen.
Und so erging es uns heute. Der kräftige Wind gab uns genügend Schub, wir surften, was das Zeug hielt und ... segelten doch nur bis Helsingør. Die Schaukelei in den Wellen ist trotz allem ziemlich ermüdend und wir haben ja noch genug Zeit. Kein Grund zum Hetzen.
Schweinswal siehe Pfeil .... :-)
Die Einfahrt in das Fahrwasser des Sundes war gut gefüllt.
Der hier hatte es besonders eilig, in den Norden zu kommen:
Und bei dem hier konnte man erst sehr spät erkennen, was das überhaupt ist:

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| Das Cap passte heute gut zur Rauschefahrt :-) |


Nach einem eher ruhigen Start (in der Wind- und Wellen-Abdeckung der vorgelagerten Insel vor Torekov) hatten wir eine schöne Rauschefahrt. 34 sm in 5 Stunden - das reichte uns für heute.
Wie stark der Wind war, haben wir dann im Hafen von Helsingør gemerkt. Es war etwas ... ähm ... aufwendig, die dicke Ari endgültig an den Steg zu nageln. Aber nach etwas Schufterei und Trickserei lagen wir längseits am selben Platz wie auf der Herfahrt. Für den harten Abschluss belohnten wir uns mit ein/zwei Tassen leckeren Kakao (wahlweise mit Contreau oder Rum) und sanken dann wohlig in einen kleinen Anleger-Nachmittags-Schlummer.
Morgen werden wir eventuell doch noch Skanör erreichen. Das Wetter sollte ganz gut passen. Von dort aus ist es eigentlich nur noch einen (langen) Tagestörn vom Heimathafen entfernt.
Aber ob wir das schon wollen??? Ist doch dann erst Mitte der Woche... schauen wir mal, wohin uns der Wind sonst noch segeln lässt.







Schön dass ihr so gut voran kommt und bald wieder sicher im Heimathafen seid!
AntwortenLöschenAlso "schön" für das sicher und "schade", dass es schon wieder zurückgehen muss :) Der Blog ist immer wie Urlaub pur, auch für den Leser...