05.08. Södertälje - Fifång
Mit wehenden Fahnen verließen wir den Hafen Södertälje. Nicht, weil ich noch immer keinen Weg gefunden hatte, unser Liegegeld loszuwerden, sondern weil die Jungs vom Kanalbau wieder ihre Arbeit aufnahmen ... bam-bam-bam - es werden Stützen in den Boden gerammt.
Nach ein paar Seemeilen ging das Umfeld von hässlichem Kanal ....
...wieder in malerische Landschaft über.
Akribisch suchte ich das Ufer ab. Es war hier so einsam, es gab so viel Wald mit Schilfgürtel am Ufer - es muss hier einfach Elche geben. Das Thema Elch Sichtung steht auf unserer Schwedenliste noch auf der to-do-Seite. Ha, ich seh was, da läuft was braunes durch den Wald zum Wasser. Ja, ja, jaaa.... zeig dich (die Kamera im Anschlag).... eine Kuh, mpfff. Bevor ich noch wahnsinnig wurde, kam zum Glück die Einfahrt in unsere heutige Ankerbucht. Ganz tief drinnen, kurz vorm Flachwasser hatte sich ein Bootsverein eine kleine Steganlage hingebastelt.
Da diese schon gut belegt war, warfen wir den Anker kurz davor ins Wasser, gruben ihn tief ein (mit dem Rückwärtsgang) und setzten uns bei schönstem Abendwetter mit einem Bier ins Cockpit. Man, waren wir müde. Wovon war uns irgendwie nicht klar. Schnell noch eine Pizza belegt, ab in den Ofen und mit einem schönen Glas Rotwein genossen. Das machte unsere Müdigkeit nicht gerade weniger. Also kämpften wir nicht lange und packten uns in die Koje - der nächste Tag sollte für uns mal etwas früher starten.
06.08. Fifång - Örskär
Segeln steht auf dem Programm Also, auf unserem. Ob das Wetter das auch so sieht, wird sich noch zeigen. Kurz nach sieben steigen wir bestens ausgeschlafen aus der Koje und machen uns noch ein kurzes Frühstück. Noch ein wenig Aufräumen, Boot klarmachen und Ankerauf. Halb neun hatten wir die Insel schon hinter uns und fuhren zum Fahrwasser, welches uns südlich aus den Schären bringen sollte. Noch unter Motor, der Wind lag noch in den Federn.
Nach knapp 9 sm setzten wir Großsegel und Gennaker (das große bunte Vorsegel für schwache Winde) und ... bewegten uns immerhin vorwärts. 3,5 bis 5 Knoten (um die 7 bis 9 km/h) Geschwindigkeit sind jetzt nicht so der Bringer. Wir haben heute eine Strecke von über 60 sm vor uns, da geht Bummeln gar nicht. Also Großsegel runter, damit aller Wind ins Gennaker geht, noch ein bisschen Segeltrimm (Segelstellung verändern) und schon... kam mehr Wind auf.
Von da an düsten wir mit 5 - 7 ktn voran, was eine Ankunft vor Sonnenuntergang möglich machte. Wir hatten nicht viel Lust drauf, im Dunkeln in einer unbekannten Bucht vor Anker zu gehen
14 sm vor dem Ziel ging uns der Wind aus. Mit 6 - 7 ktn von schräg hinten ist eine dicke Bavaria nicht sonderlich zu beeindrucken. Gennaker runter, Motor an und der untergehenden Sonne entgegen.
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| Klarieren der Leinen vom Gennaker |
Und der Gewinner heißt: Ari!
Kurz vor Sonnenuntergang (hier oben: 19:37 Uhr) warfen wir den Anker - Mist, der rutscht. Wieder Ankerauf, an anderer Stelle neu gesetzt - hält. Aber jetzt würden wir von der einlaufenden Strömung in Richtung von Felsen getrieben. OK, Ankerauf (nein, wir haben keinen Hunger) und noch eine neue Stelle gesucht. Anker runter, eingegraben, den zweiten Anker diesmal mit ins Spiel gebracht und vom Heck aus versenkt, jetzt wieder ein Stück nach vorn fahren und beide Anker sind eingegraben.
Und noch vor dem Sonnenuntergang fertig. Erster!
Einer räumt das Deck auf, der andere macht Essen.... warm. Ja, heute gab es mal Dosenfutter. Und wir müssen leider zugeben, daß Kohlrouladen aus der Büchse echt lecker sind.
Hier noch, kurz vor dem Einschlafen auf der Tastatur, der heutige Track und ein lustiger Anker-Kringel:











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