Nach einer erholsamen Nacht in unserer ruhigen Ankerbucht genossen wir ein langes Frühstück mit Brötchen und Rührei im Cockpit und ließen den Tag ganz ruhig angehen. Als letzes von den drei Booten hier legten wir gegen halbzehn ab und machten uns auf den Weg, weiter gen Norden, weiter gen Stockholm.
Bei Wind aus Süd bis Südwest eine sehr ruhige Sache. Auch die stärkeren Böen, die bis zu 21 Knoten (5 Beaufort) in der Spitze hatten, brachten uns nur noch besser vorwärts - aber alles in gemütlicher Ruhe. Bei unserem Weg durch die Schären befanden wir uns meist in der Windabdeckung einer der vielen Inseln, so dass zwar draußen auf dem freien Wasser der Starkwind tobte, hier "drinnen" aber gerade so Segelwind ankam.
Zweimal um die Ecke gefahren konnten wir zwei sich jagende Adler in der Luft beobachten. Später sahen wir nochmal einen einzelnen in der Luft. Das war schon faszinierend.
Der weitere Weg wurde nach anfänglichem Motoren gnadenlos "ausgesegelt". Ob viel Wind oder gar keiner, ob 6 Knoten Geschwindigkeit oder nur 2,5 ... wir ließen das Boot laufen, wie gerade von der Natur gewollt. Gerade dort, wo die Schären wegen ihrer dichten Aneinanderreihung kaum Wind durchließen, genossen wir bei wenig Fahrt die Natur und die seltenen kleinen Orte.
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| Meins ;-) - da möchte ich wohnen |
Nach 26 Seemeilen durch dichtes Schärengebiet und die dünner gesäten Außenschären kamen wir in der ausgewählten Bucht an. Im Norden der Insel Håskö gehen drei nebeneinander liegende kleine Fjorde unterschiedlich tief in die Insel hinein. Ich wollte gern zu der östlichsten - und hatte damit einen Volltreffer gelandet. Seht selbst:
Wir liegen knapp 400 m tief im Inselinneren, gut geschützt vor den kräftigen Böen aus Südwest heute Nacht.
Nachdem der Anker tief in den Grund gefahren war, saßen wir glücklich grinsend bei einem geteilten Bier im Cockpit und genossen diese fantastische Aussicht. Anschließend paddelte ich Harry samt Fotoausrüstung an Land und erkundete selbst die beiden südlichen Enden dieser tiefen Bucht und kletternd den Felsen in der Mitte. Ein schwedischer Einhandsegler kam derweil zu uns in die Bucht und freute sich über die Hilfe beim Anlegen am Felsen.
Der restliche Abend verlief wie schon der ganze Tag: ruhig. Nach einem guten Essen setzten wir uns ins Cockpit und warteten, bis die Mücken wieder mit großer Armee die Herrschaft übernahmen. Immerhin durften wir noch bis kurz nach neun draußen bleiben :-)
Hier noch unser entspannter Track und ein Kartenausschnitt mit der heutigen Ankerbucht und unserer Position:











Schöne Bilder, danke für's mit urlauben.
AntwortenLöschenWunderschön. Da möchte man gleich mitschwärmen! Ihr sagt bescheid, wenn ihr gleich da bleibt, ne? ;-)
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